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Zur heutigen Tragödie in Bergkamen von Robert Speicher

Zur heutigen Tragödie in Bergkamen


Von 

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3.07.2005 um 18:22 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Das war's mit der o.g. Einmaligkeit. Nun gibt es in Deutschland keine Anlage mit 2 Doppelfördergerüsten mehr. Wieder wurde die Chance vertan der Nachwelt etwas zu erhalten.
Haus Aden 1/2 von Robert Speicher
Haus Aden 1/2
Von
7.6.05, 21:43
7 Anmerkungen


Alles zu Haus Aden bitte verlinken


Haus Aden von Paddy S.
Haus Aden
Von
3.7.05, 17:31
11 Anmerkungen

35 für 3500 von Robert Speicher
35 für 3500
Von
15.5.05, 13:14
7 Anmerkungen


Traurige Grüße aus Franken

Robert

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Christian Brünig, 3.07.2005 um 18:25 Uhr

:-(( Nun ja - jetzt könnte cih wohl straffrei meine Haus-Aden- Fotos einstellen..


Robert Speicher, 3.07.2005 um 18:31 Uhr

Hier etwas offizelles dazu:
http://www.westfaelische-rundschau.de/wr/wr.staedtenews.volltext.
php?kennung=on1wrLOKStaBergkamen38534&zulieferer=wr&kateg
orie=LOK&rubrik=Stadt&region=Bergkamen&auftritt=WR&am
p;dbserver=1



Horst Bauer, 3.07.2005 um 18:48 Uhr

Schlechte Nachrichten.


Harald Finster, 3.07.2005 um 19:27 Uhr

Deutschland sprengt sich in die Zukunft :-(
Gruss Harald



Robert Speicher, 3.07.2005 um 20:46 Uhr

und noch eine....

http://www.westfaelischer-anzeiger.de/lokales/westfaelischer_anze
iger/story.jsp?id=160939



Andreas B. Probst, 3.07.2005 um 22:14 Uhr

Werde ich gehängt, wenn ich zugebe, daß mir Eure Kommentare doch etwas (industrie)romantisch sind?


Andreas B. Probst, 3.07.2005 um 22:14 Uhr

Werde ich gehängt, wenn ich zugebe, daß mir Eure Kommentare doch etwas (industrie)romantisch sind?


Andreas B. Probst, 3.07.2005 um 22:14 Uhr

Werde ich gehängt, wenn ich zugebe, daß mir Eure Kommentare doch etwas (industrie)romantisch sind?


Andreas B. Probst, 3.07.2005 um 22:18 Uhr

Naja, dreimal wollte ichs natürlich nicht sagen, sorry.



Jörg Otte, 3.07.2005 um 23:13 Uhr

Auf die Zerstörung alter Einrichtungen und Strukturen folgte immer ein Wandel und Neuaufbau/-anfang

-diese alte Regel scheint hier bei uns nicht mehr zu gelten !
Was derzeit das Ergebnis ist, sind planlose Brachen
Da ist wohl was aus dem Lot

Wir kommen langsam aber sich in die Phase, in der sich die Ressourcen dem Ende zuneigen.
Und die Informationsgesellschaft ist nicht in der Lage, die Masse an Menschen auf diesem Planeten ihr Brot und Wasser selber verdienen zu lassen.

Das Ergebnis dieser Entwicklung ist wohl klar und, im Gegensatz zur obigen These der Zerstörung und Neuaufbaus, unumstösslich.



westfalenhuette punkt de, 4.07.2005 um 1:02 Uhr

Daß ausgerechnet der Bergbau nicht die Antwort auf Deutschlands Strukturprobleme geben kann dürfte sich mittlerweile doch eigentlich herumgesprochen haben...

Eine Sammlung zu Haus Aden gibt es hier in der FC bereits seit längerer Zeit: Einfach dort hinzufügen alles :-)

Gruß
Haiko



Christian Brünig, 4.07.2005 um 7:12 Uhr

Nun ja, aus vielen Brachen werden freizeitparks, damit die Arbeitslosen und Rentner sich entspannen können.


Harald Finster, 4.07.2005 um 9:29 Uhr

@Andreas: es ist vollkommen klar, dass eine Industriegesellschaft, deren Funktionieren auf unbegrenztem exponentiellem Wachstum basiert, auf Dauer nicht funktionieren kann, da die Resourcen der Welt begrenzt sind. (Man lese dazu den hochinteresanten Artikel des Historikers Prof. Rolf Peter Sieferle in "Die antiken Stätten von morgen".)
Unsere derzeitige Krise zeigt, dass es keine befriedigende Lösung auf diese fundamentale Frage zu geben scheint, und es hat sich inzwischen wohl auch herumgesprochen, dass eine reine Dienstleistungs und Informationsgesellschaft nicht die Antwort auf die Frage "Wie geht es weiter?" ist.

Unanhängig von dieser Zukunftsfrage sollte man aber nicht so tun, als habe es nie eine Industriegesellschaft gegeben. Genau das wollen aber viele Kommunalpolitiker der Öffentlichkeit vorgaukeln. Man will um jeden Preis modern und zeitgemäss sein und den 'alten Schrott' schnellstmöglich entsorgen (Dortmunder Stahlindustrie) oder so umkrempeln, dass von der Originalsubstanz möglichst wenig zu sehen ist (Zollverein, Jahrhunderthalle).
Es gibt immer noch die kulturelle Zweiklassengesellschaft: auf der einen Seite 'hochstehende' Feudal- und Sakral-Architektur (Schlösser, Burgen, Kirchen, Rathäuser...), auf der anderen Seite 'niedrige' Industriegebäude, die als Schandflecken und einer modernen Entwickklung hinderlich betrachtet werden.
Gegen diese Form von Geschichtsfälschung wehre ich mich, und das hat mit 'Romantik' absolut nichts zu tun.
Siehe auch: http://www.hfinster.de/StahlArt2/Feudalkultur-Feudalkultur_Dom-de
.html


Zumindest im Raum Aachen, wo ich mich recht gut auskenne, ist es übrigens so, dass nach dem Planieren der alten Bergwerksanlagen in der Regel keine Neubebauung erfolgt ist. Die Brachen sind Brachen geblieben. Neue Gewerbegebiete sind stattdessen wie eh und jeh auf der grünen Wiese entstanden.
Das Argument 'Wir müssen Platz für Neues schaffen." ist also offenbar vorgeschoben.

Gruss Harald




Robert Speicher, 4.07.2005 um 21:07 Uhr

@Harald
Lieber Harald - Danke - Du hast mir aus der Seele gesprochen - besser kann man es kaum ausdrücken!

LG
Robert



Christian Brünig, 5.07.2005 um 0:01 Uhr

Eins habe ich schon mal:
Einfahrt-Gang von Christian Brünig
Einfahrt-Gang
Von
1.1.03, 19:49
16 Anmerkungen
Schwarzbus-Station von Christian Brünig
Schwarzbus-Stationnicht in Diskussion
Von
5.7.05, 0:17
4 Anmerkungen



Andreas B. Probst, 5.07.2005 um 19:34 Uhr

@Harald
Natürlich verstehe ich die Trauer um das Verschwundene und teile sie auch in gewisser Weise. Aber worum trauern wir denn? Um reine Zweckbauten, die einer vergangenen Epoche angehören und die sich vor allem dadurch auszeichnen, daß sie ihren Zweck verloren haben (insofern hinkt der Vergleich mit, zumindest von der Idee her, für die Ewigkeit errichtete Sakralbauten). Durch die Vernichtung des größeren Teils dieser Anlagen verschwindet aber nicht die Zeit, die sie repräsentieren, aus der Geschichte. Sie ist aufgehoben in der mündlichen und schriftlichen Überlieferung, im öffentlichen Bewußtsein, in der wissenschaftlichen Erforschung etc. und bleibt eben auch greifbar in den im Vergleich zum früheren Bestand natürlich wenigen erhaltenen Anlagen. Ich finde, daß Industriezeitalter im Ruhrgebiet wird mit Zollverein, Zollern, Hattingen, LaPaDu, Hansa, den vielen Türmen und Hallen etc. gar nicht so schlecht sichtbar repräsentiert.
Gruß
Andreas



Harald Finster, 5.07.2005 um 21:25 Uhr

@Andreas: ohne die Diskussion ausufern lassen zu wollen:
Warum ist ein 'für die Ewigkeit gebauter" Sakralbau erhaltenswerter, als ein Industriebau (Zweckbau)? Warum ist ein Zweckbau als Sachzeuge weniger wichtig? Ein 'reiner Zweckbau' (der übrigens durchaus qualitätsvoll gestaltet sein kann) hat für das tägliche Leben breiter gesellschaftlicher Schichten eine weitaus grössere Bedeutung, als z.B. die auf Selbstdarstellung angelegten Prunkbauten feudaler Herrscher. Die historische Bedeutung dieser Zweckbauten ist also ausgesprochen hoch.
Ich kenne die Qualität der 'Dokumentation' abgerissener Anlagen. In vielen Fällen wird diese 'professionelle Dokumentation' als Nebentätigkeit von Historikern durchgeführt, die vorher nie eine Kamera in der Hand gehabt haben. (Mit entsprechenden Ergebnissen.)
Du nennst zahlreiche Beispiele erhaltener Anlagen.
Trotzdem gibt es erheblich Lücken, und ganze Anlagengattungen, die kaum oder nicht dokumentiert sind (nicht einmal fotografisch), z.B. gebänderte Hochöfen, die einmal den Kokshochöfen zu Aufschwung verhalfen, und von denen kein einziger erhalten ist. Davon gibt es auch kaum Fotografien. (Wenige Ausnahmen: Becher und Weller)
Trotz der scheinbar grossen Anzahl erhaltener Hochöfen fehlt auch die Gattung der Hochöfen mit Begichtung über Setzkübel und Schrägaufzug in Deutschland (Westeuropa). Diese Anlagen besassen stadtbildprägenden Charakter und sind völlig verschwunden.
Gruss Harald



Christian Brünig, 5.07.2005 um 23:22 Uhr

Naj, kurz noch mal senf von mir dazu. der bergiff "reine Zweckbauten" ist natürlich auslegungsfähigig. die kunst von architektur bestand eigentlich immer, gebäude zu einem bestimmten zwck zu errichten oder umzunutzen. zum wohnen, zum repräsentieren (Schlösser, rathäuser), Gott zu verehren (kirchen), zu handeln (markthallen), zu produzieren.. Der moderne Begriff des Denkmals in allen Denkmalschutzgesetzen der Bundesländer und auch in den meisten europ- Ländern macht daher richtigerweise keinen unterschied mehr zwischen den verschiedenen bauzwecken. die frage ist nur, wieviel ist es unserer gesellschaft wert, repräsentationsbauten zu erhalten und wieviel handel- und fabrikbauten. Da hat Andreas sicher recht: was Nordrhein-Westfalen in Hinsicht auf letzteres geleistet hat, lässt sich beiu aller kritik im einzelnen im Vergleich durchaus sehen - und es stecken viele Ressourcen drin! Vgl. Bayern: dieses finanzstarke land lässt die maxhütte vor die hunde gehen.
ich denke, dass die debatte sich in zeiten knapper Finanzmittel nich weiter verstzräken wird: wir werden uns auch nciht mehr so viel geld für den erhalt von repräsentations- und sakralbauten leisten können.



Harald Finster, 11.07.2005 um 18:24 Uhr

Hier noch ein interessanter Link zur Diskussion:

http://www.histech.rwth-aachen.de/default.asp?sectionId=7


Gruss Harald



Udo Afalter, 22.07.2005 um 21:40 Uhr

Hier ein aktueller Abriss aus Salzgitter





Leider hatte ich nicht immer Zeit zum fotografieren, mein Arbeitskollege hat mir berichtet das nur noch ein Schornstein da ist.

Der wird auch stehen bleiben, da er in Betrieb ist.

Ich sags ja die merken nicht mal die Abrissbirne mehr, alles .......

Gruß, Udo



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