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Die wilden Pferde von Garub 2 von Herbert2

Die wilden Pferde von Garub 2


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5.07.2008 um 14:23 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Die Wüstenpferde – auch Wilden Pferde der Namib – leben am Rande der Namibwüste im Südwesten Namibias und können bei Garub 20 km westlich des Ortes Aus von einem Unterstand aus beobachtet werden.

Über die Herkunft der Wilden Pferde wurde jahrzehntelang gerätselt. Einige verwiesen auf Pferde der deutschen Schutztruppe bei Aus, die während des Ersten Weltkrieges 1915 beim Rückzug vor der südafrikanischen Armee verloren gingen; andere hielten sie für Nachkommen frei gelassener Tiere aus der Pferdezucht Duwisib des ehemaligen Schutztruppenoffiziers Hansheinrich von Wolf (etwa 250 km nordöstlich). Sicher war nur eines: Ursprünglich hatte es keine Pferde im südlichen Afrika gegeben; sie waren von den Europäern mit der Besiedelung importiert worden. Daher konnte es sich bei den Wilden Pferden der Namib nicht um echte Wildpferde, sondern nur um verwilderte Pferde handeln.

Vor kurzem stießen Tourismusunternehmer Mannfred Goldbeck und Hobby-Historiker Walter Rusch aus Namibia auf Berichte und Fotos, die Licht ins geheimnisvolle Dunkel der Herkunftsfrage brachten. Demzufolge hatte ein deutscher Doppeldecker-Pilot über dem Lager der südafrikanischen Armee bei Garub eine Bombe abgeworfen und hatte Tausende Pferde in alle Himmelsrichtungen versprengt. Außerdem gab es bei Kubub 30 km südlich von Aus bis in den Krieg hinein ein Gestüt, deren Pferde erstaunliche Ähnlichkeit mit den Wilden Pferden von heute aufweisen. Kubub wiederum dürfte sich auch Zuchthengsten aus dem Gestüt von Duwisib bedient haben. So ist anzunehmen, dass während der Kriegswirren in der Umgebung von Aus sowohl deutsche als auch südafrikanische Pferde verloren gingen.

Bei Garub gab es ein Bohrloch, aus dem man Wasser pumpte, um die in der Nähe vorbei führende Dampfeisenbahn zu versorgen. Dabei fiel stets Wasser ab, so dass die Pferde genug zu trinken hatten. Schon in den Zwanziger Jahren wurde von den herrenlosen Tieren bei Garub berichtet. Studien der südafrikanischen Biologin Telané Greyling zufolge haben sich die Pferde in ihrem Verhalten an die trockenen und heißen Bedingungen des Gebietes am Ostrand der Namib angepasst. So zögern sie etwa den kräftezehrenden Gang zwischen Tränke und Weide so weit wie möglich hinaus.

Von der Nationalstraße B4 von Aus nach Lüderitz zweigt etwa 20 km westlich von Aus eine Schotterstraße ab, die auch mit Stadtwagen befahren werden kann. Sie führt zur 2 km nördlich gelegenen Tränke bei Garub, zu der die Pferde regelmäßig zum Trinken kommen. Von einem hölzernen Unterstand aus kann man die Tiere beobachten, wenn man ein bisschen Glück hat. Im Aus Info Centre (an der Ortseinfahrt von Aus, im Juli 2006 geöffnet) informieren Schautafeln über Herkunft, Anpassung, Sozialstruktur und Zukunft der Wilden Pferde.

Anmerkungen:

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Heinz Trompetter , 5.07.2008 um 14:25 Uhr

Grandios.


Uri Salto , 5.07.2008 um 15:32 Uhr

Klasse. Sehr interessante Story. Die Pferde haben eine sehr feingliedrige Statur, also eine andere als die der Wildpferde. Tolles Foto. VG Uri


Susanne und Günter , 5.07.2008 um 16:34 Uhr

Ein tolles Foto mit einer sehr interessanten Geschichte! Gruß, Susanne


Jens R. Diercks , 5.07.2008 um 17:18 Uhr

Herbert Deinen Bericht in Verbindung mit den Fotos habe ich interessiert gelesen. Ich habe vorher von dieser Geschichte nichts gehört oder gelesen. Schutzttruppe sagte mir auch nichts.
LG
Jens



schlusimo , 5.07.2008 um 19:12 Uhr

klasse die Aufnahme Herbert sehr beeindruckend, diese Weite und man spürt förmlich das flimmern der Luft vor Hitze. Wieder ein sehr interessanter Infotext dazu.
lg Moni



Nico Hannemann , 6.07.2008 um 11:04 Uhr

Ein sehr schöner Bildaufbau...Pferde sind schon sehr schöne Tiere...klasse in Szene gesetzt...!

lg Nico



Monika St , 8.07.2008 um 9:09 Uhr

da hattest Du schon richtig Glück sie zu sehen zu bekommen, interessante Geschichte
LG Monika



Petra Goethe, 18.07.2008 um 19:21 Uhr

Eine unglaubliche Geschichte sehr gut dokumentiert.
Grüessli Petra



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