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miss lilly


Free Mitglied, Lohmar

unseen

das foto ist eines von dreien zum thema "selbstinszenierung als stereotyp"
meine (zugegebener maßen etwas unmotivierte geschriebene) gestaltungsabsicht:
Das erste Foto soll einen stereotypen obdachlosen Drogensüchtigen darstellen, die Rolle des Betrachters nimmt die Gesellschaft ein. Dass der Süchtige gleichzeitig obdachlos ist, ist in den Köpfen der meisten eng miteinander verknüpft. Der Betrachter befindet sich auf der anderen Seite der Gleise, betrachtet den Süchtigen also bloß aus der Entfernung, ohne Ambitionen, sich ihm zu nähern. Durch die Entfernung wird die Rolle in Relation zur Bildfläche kleiner, was die Relevanz für die Gesellschaft deutlich macht. Das Bild soll Kritik an diesem Zustand sein: Sehen Menschen in der Fußgängerzone einen Obdachlosen, schauen sie schnellstmöglich wieder weg, selbst wenn etwas gegeben wird, wird Blickkontakt um jedem Preis vermieden. Tiefergehende Nöte wie die Sucht werden erst bei genauerem Hinsehen deutlich, in der Realität sind die meisten dann schon längst weitergelaufen. Das Foto soll jedoch kein Mitleid erwecken oder emotional wirken, sondern ganz nüchtern darstellen: Es soll nicht direkt zum Handeln, sondern zum bewussten Wahrnehmen anregen.

spart nicht anregungen, kritik, verbesserungsvorschlägen, ich lern schließlich noch! freu mich immer, wenn jemand seinen senf dazugibt

Kommentare 5

  • Yuuki 28. November 2011, 22:04

    Vom Bildschnitt gefällt es mir recht gut. Auch das Licht ist gut gegeben. Wobei das helle Licht de Blick ein wenig wegzieht von der Bildaussage. Aber gut man kann argumentieren das er im Schatten der Gesellschaft sitzt.

    Ich denke du wolltest vielleicht deine Msg zusehr Bildgestalterisch und durchdacht durchsetzen.

    Aber es ist schön wenn man sich mit so einem Thema auseinandersetzt und Menschen etwas sagen will.

    Das Thema ist toll gewählt aber noch nicht ganz perfekt umgesetzt.

    lg yuuki
  • Yuuki 28. November 2011, 21:59

    Ich bin kein Experte aber das Spritzen an sich sieht nicht natürlich aus sondern überaus gestellt. 2. Ist zumindest in Wien die Drogenszene einen sozusagen eigene groupierung und nicht ein einzelner. 3. Warum nachstellen was vor der Haustür passiert. Bei uns gibt es eine Zugstation karlsplatz da rennen sie alle sam authentisch herum. Und ein Foto mit nem Tele überreissen die nicht.
    Das mit der Entfernung finde ich gut umgesetzt aber wie gesagt man sieht kaum was er macht.

    Insgesamt hast du dein Bild gut beschrieben was du umsetzen wolltest. Die Frage ist ob es nicht authentischer geht.Und durch den weiten Blick könnte es auch ein Kuli sein den er da hat. Ich muss sagen mir wird bei Spritzen von Haus aus schlecht :D Aber das Bild konnte ich lange betrachten.

    Bzw wie der oben schreibende anderen Leute vorbeigehen. Ich denke so eine Szene zu stellen ist schwer.

  • Markus Merz 28. November 2011, 21:18

    Ich gehe nicht in einer Bahnunterführung spazieren.
    Wenn man diese Leute (absichtlich) übersieht dann ist das in einer Fussgängerzone o.ä.. Ich stelle mir jetzt vor das der Obdachlose in einer belebten Einkaufsstrasse sitzt und scharf ist, währenddessen die Leute mit ihren Einkaufstaschen drumherum in Eile sind und alle Unscharf. Dann wäre Bewegung im Bild aber der Focus läge auf dem Obdachlosen.
  • miss lilly 28. November 2011, 21:13

    aber gibt das nicht genau wieder, wie wir die menschen übersehen? und ihre nöte? wie kann man das besser darstellen?
  • Markus Merz 28. November 2011, 21:10

    Die Bahntrasse ist mir zu dominant. Man erkennt den Menschen erst auf den zweiten Blick und auf den dritten Blick sieht man erst die Spritze.

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Kamera Canon EOS 1000D
Objektiv Canon EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS
Blende 4
Belichtungszeit 0.5
Brennweite 27.0 mm
ISO 200