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Reise ins ich 3

„Eine Reise ins Ich“ von Carsten Klein

Mit welchem „Rüstzeug“ werden junge Menschen von ihren Eltern in die Welt geschickt, die im Grunde auch keine Antwort mehr auf unser Leben haben? Mit was für Versprechungen werden Heranwachsende von den Erziehungsberechtigten abgespeist, die sich auch später für die Konsequenzen ihrer Aussagen nicht mehr verantwortlich fühlen?

„Eine Reise ins Ich“ ist eine Abhandlung einer Kindheit und Jugend in visueller Hinsicht. Die Fotoarbeit versucht innerliche Befindlichkeiten mit Hilfe von direkt gewählten Symbolen und ausgesuchten realen Räumlichkeiten darzustellen. Die Entschlüsselung der Aussage eines jeden Bildes befindet sich deshalb in der jeweiligen Bildsprache.


Die Themenwahl ist persönlich und eine Selbstreflexion, die dargestellten Motive aber sind symbolisch.
Die Pubertät markiert den Zeitpunkt des ersten Hinterfragens. Die Positionierung des eigenen Ichs rückt neuerdings ins Zentrum der emotionalen Beschäftigung und lässt offenbar nur 2 Optionen zu: die der Nachahmung und der Identifizierung oder der vermeintlich rebellischen Abgrenzung, der Revolution.

Die kalte Atmosphäre in den Bildern ist Ausdruck des Gefühls allein zu sein und den empfundenen Ungerechtigkeiten ohnmächtig gegenüber zu stehen. Sie symbolisiert die als bedrohlich verstandene Umwelt. Die Gefühle des Jugendlichen werden bildnerisch in Szene gesetzt. Es war mir dabei wichtig die Aussagen stark pointiert umzusetzen um die Dringlichkeit proportional der Empfindungen auszudrücken.

Die Großformatfotografie bietet eine tiefe Detailschärfe und fördert somit den objektiven Realismus in den Bildern, obwohl diese subjektive Aussagen beinhalten und surreal wirken. Dies dient dem höheren Wirklichkeitsanspruch bei der Visualisierung unsichtbarer, innerer Vorgänge und fördert dadurch die Aussage. Gleichzeitig irritiert sie den Betrachter und forciert ein genaueres Hinschauen.
Für die Wahl der Großformatkamera bei diesem Vorhaben spielte zusätzlich noch ein weiterer Faktor eine Rolle. Ich wollte den langwierigen Prozess der Fachkamera-Aufnahmen als Parabel zum Dargestellten erleben und mich z.B. der Kälte aussetzen.

Im Zwischenraum von Wahrnehmung und Kommunikation angesiedelt, ermöglicht die Fotografie die Aussagen direkter und anschaulicher zu formulieren. Die Symbole in den Bildern führen zu einem vor der Kommunikation stehendem Verstehen. Man ahnt das Richtige schon bevor man es versteht.


Die Arbeit umfasst 6 Bilder 75 cm x 95 cm, aufgezogen auf Dibond hinter UV-Schutzfolie

Kommentare 2

  • Immortale 5. Mai 2011, 0:33

    Mach dir nichts aus dummen sprüchen.
    kunst ist hier in dieser banalen fc-welt
    nur für wenige wirklich sehbar.
    die masse ist unsehend:)
  • Sonnja S. 4. Mai 2011, 22:23

    auf der Suche nach der sexuellen Identität?
    umgeben von Provisorien, im Selbstversuch befindlich, zögernd zaghaft
    lg Sonnja

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Kamera PerfectionV700
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