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Hieronymus - Kopvoeter

Hieronymus - Kopvoeter

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Gabriele K.


Free Mitglied, der Kälte

Hieronymus - Kopvoeter

Hat er nicht Ähnlichkeit mit Savonarola?
Habe ich eines der Boschschen Geheimnisse gelüftet?

Kommentare 13

  • Zoé C. 12. November 2006, 21:25

    ja... es ist schon merkwürdig.
    bis dahin geht auf jeden fall der weg...
    und wenn ich da bin, dann ist mit mir gleichzeitig auch das ziel weg...
    ich habe somit nichts vom ziel... bemerke es nicht...
    ergo kann es mir egal sein. *Z*
  • Gabriele K. 12. November 2006, 13:52

    Der Weg ist das Ziel - bis zum Tod. Dann ist der Weg am Ende. Zumindest in der uns bekannten und vertrauten Form.
  • Zoé C. 12. November 2006, 13:35

    na gut, gabriele, dann schließt sich der kreis...
    da für mich strikt der schöne satz gilt... 'der weg ist das ziel'...
    muss mich logischerweise das ziel ja nicht interessieren...
    ich kann durchaus nach vollkommenheit streben ...
    ohne so vermessen zu sein, sie ...auch erreichen zu wollen...
    das bewirkt bei mir zumind. 'zufriedenheit' auf einem mir angemessenem niveau...
    *Z*
  • Gabriele K. 12. November 2006, 11:59

    Er ist vollkommen, weil er unser Ziel, unsere Vollendung ist.

    Maßstäbe sind individuell, auch wenn sie übernommen werden.
  • Zoé C. 12. November 2006, 8:23

    wieso ist der tod 'vollkommen'?
    weil er 'endgültig' zu sein scheint?
    aus menschlicher sicht...
    WER legt den maßstab für absolute vollkommenheit fest?
    WIE sehen die kriterien aus?
    und... nein... an 'gesunde schönheit' allein dachte ich nicht...
    auch die will ja gepflegt... erhalten sein...
    das alles ist mir lästig und würde wegfallen, wenn wir keinen körper hätten...
    also auch ein problem von faulheit,,, bequemlichkeit... *Z*
  • Gabriele K. 8. November 2006, 23:19

    Vollkommen ist nur der Tod. Danach streben wir sowieso alle von Geburt an. Zwangsläufig.

    Ergebenheit? Ich würds prosaischen Realitätssinn nennen. Denn woran könne man Vorteile erkennen, gäbe es keine Nachteile? Erst der Vergleich schafft die Fakten.

    Du denkst, nur gesunde Schönheit kann bereichern? Womit wir allerdings wieder beim Vergleich wären.
  • Zoé C. 7. November 2006, 6:45

    ohne nachteile keine vorteile?
    für mich eine sehr befremdliche ergebenheit, gabriele...
    sollten wir nicht immer nach vollkommenheit streben?
    in welcher weise aber sollte dieser hässliche, äußerst anfällige,
    vorsintflutlich konstruierte körper schon wesentlich bereichern?
    bei jeder auch allerkleinsten aktion produziert er rückstände...
    und der glaube an die gerechte genügsamkeit ist berechtigt...
    weil er sich... zu recht... nur an eigenen bedürfnissen misst...
    wer nur kleine nägel in seine lebenswand schlagen möchte,
    braucht dazu keinen riesigen vorschlaghammer...
    ein solcher wäre eher hinderlich... *Z*
  • Gabriele K. 6. November 2006, 8:23

    Ohne Nachteile keine Vorteile - Gehirn mit FLügeln und nix weiter stelle ich mir nicht sonderlich bereichernd vor. Schon Descartes sagte vom Verstand, er sei das am gerechtesten verteilte Gut; jeder meine er habe genug davon.

    Ob die Sprache ein Schwert oder ein Samthandschuh ist, hängt im hohen Maße vom Empfänger ab. Ich kann noch so liebevoll oder scharfzüngig reden, wenn der Empfänger etwas anderes versteht, dann isses Essig mitter Absicht. Der Empfänger bestimmt die Botschaft.
  • Zoé C. 3. November 2006, 6:08

    sehr schön ist das... vom sinn her...
    ...
    es trifft in ganz besonderer weise eines meiner lieblingszitate ...
    'schade, dass wir einen körper haben'...!
    die füße sollte man auch noch ersetzen... durch flügel...!
    das herz wird 'nichtstofflich' mit im kopf platziert...
    *Z*
  • Gabriele K. 2. November 2006, 22:12

    Fehlt nicht das Herz?

    Nix zu danken, war nur eine kleine Kopierarbeit meiner Bemerkungen aus einer Diskussion über Herrn Kopvoeter.

    :- )
  • Vera Boldt 2. November 2006, 19:30

    Hallo Gabriele,
    danke für den Vortrag. Mir sagt er übrigens auch "Reduzierung" auf das Wesentliche. Die Füße stehen für mich stellvertretend für den Körper.
    Von Kopf bis Fuß ---- ist doch alles da;-)
    lgvera
  • Gabriele K. 2. November 2006, 16:25

    Der Kleine sollte bei seinem "Vater", durch dessen "Jüngstes Gericht" er stiefelt, wahrscheinlich auf die Unvollkommenheit des Menschen hinweisen. Das Weglassen von Körperteilen kennt man in der Kunst aber schon länger. Man vermutet, es solle furchterregend wirkten. Tat es eventuell auch. Ich bezweifele dies jedoch. Wir gehen da von einer Naivität früherer Menschen aus, die sie meiner Meinung nach nicht hatten.

    In der heutigen Kunst gibt es ihn, den Kopffüßler, immer noch. Bei Horst Antes z.B. Er sagt: " Im Kopf kann alles passieren, aber der Kopf schützt auch den Menschen. Es gibt offene, bewohnbare Köpfe. Der ganze Mensch ist im Kopf enthalten.
    Und es gibt einen leeren Kopf, der alles aufnehmen kann und wieder alles abgibt.
    Es handelt sich um das Leben mit meinem Kopf"


    Zeichnungen von kleinen Kindern sind auch oft Kopffüßler. Vielleicht ist der Kopffüßler die Geburt des Bildes vom Menschen. Sein Urbild.

    Auch bei malenden Geisteskranken kennt man Kopffüßler.

    Ist der Kopffüßler also das Metabild des Menschen?

    Man kann ihn auch als Symbol von Erkenntnissen über uns Menschen, z.B. der Neurobiologie, nehmen. Die Welt findet in unserem Kopf statt.Der Kopf in der sich unsere Realität abspielt, das Gehirn das uns die phänomenale Welt schafft. Und der gleiche Kopf der sich in der Wirklichkeit befindet, der transphänomenalen Welt, die außerhalb unseres Bewußtseins auch ohne uns und ohne daß wir sie wahrnehmen, existiert.

    Ist er die Reduzierung auf das Wesentliche? Der bewegte Geist? Der bewegte Beweger?
    Oder ein Symbol für die Erneuerung -- das Neue das aus dem Alten entsteht? „Und so lang du das nicht hast, dieses: Stirb und werde, bist du nur ein trüber Gast auf dieser dunklen Erde.“ (Herr Goethe)

    Als Savonarola im Boschgemälde hätte er eine vollkommen andere Bedeutung. Savonarola der Prediger der Verderbnis und der Höllenqualen für die die nicht seinem Bild vom guten Christenmenschen entsprachen. Der eine Kinderarmee aufstellte, die zuerst artig, adrett und freundlich bei den Bürgern Spenden sammelte um den Armen zu helfen und später zu einer Terroroganisation mutierte. Natürlich alles im Namen des Herrn. -- Kopf und Füße. Kein Herz.


    Was sagt er dir?
  • Vera Boldt 2. November 2006, 12:56

    Hab erstmal gegoogelt. Setz nicht immer soviel voraus;-) Er hat. Jedenfalls das gesicht, die Füße konnt ich nicht vergleichen. Hat es etwas zu bedeuten, daß hier der Körper fehlt?
    lgvera