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CFR - CFF

Während der 90er Jahre durchlebten die CFR den allgemeinen Transformationsschwierigkeiten des Landes nach der Wende von 1989 entsprechend eine schwierige Zeit, die auch mit einem nachhaltigen Imageverlust verbunden war. Nachdem grobe Einschnitte in die Verwaltungsstrukturen durchgeführt wurden, konnten die CFR langsam den ökonomischen Tiefpunkt der 90er Jahre überwinden.
Trotz der Einstellung mancher Lokalbahnen während der 90er Jahre verfügt Rumänien heute über eines der größten Eisenbahnnetze Europas. Auf doppelspurigen Strecken besteht Rechtsbetrieb und auf elektrifizierten Strecken wird mit Wechselstrom 25 kV/50 Hz gefahren.

Eine Besonderheit Rumäniens sind die Waldbahnen.

CAILE FERATE FORESTIRE – Die Waldbahnen Rumäniens

Die Waldeisenbahnen in den Karpaten besaßen noch vor etwa 70 Jahren ein Netz von etwa 10 000 km! In Rumänien gab es früher 161 und 1992 noch 17 betriebsfähige Strecken, davon allein drei Karpatenkamm-Überquerungen . Die Waldbahnen stellten ein ökonomisch und ökologisch fast optimales Verkehrsmittel dar. Neben einer ausreichenden Kapazität und Transportqualität fügten sich die Eisenbahnen ohne störende Eingriffe in die Natur ein. Für die Menschen in den armen und entlegenen Karpatenregionen war sie eine wichtige Beschäftigungs- und damit auch Einnahmequelle. Ebenso waren sie bedeutsame, oft auch die einzigen Verkehrsadern für die abgelegenen Ansiedlungen oben in den Bergen. Oft wurden die Waldbahnen direkt in die Staatsforstbetriebe eingegliedert. In Rumänien, wo es die meisten dieser Bahnen gab, ist heute nur noch die Waldbahn im Valea Vaserului (Wassertal) in Betrieb, und ist damit der letzte Zeuge dieser wundervollen Eisenbahnen, die mit ihrer Einbettung in die große Natur der Karpaten ein einmaliges Kulturdenkmal darstellen.
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