Lokaljournalismus mit a6000: Objektive?

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a.bg a.bg neu Beitrag 1 von 15
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Hallo zusammen

Mehr oder minder regelmäßig schreibe ich Artikel für eine kleine Lokalzeitung - mit den üblichen Restriktionen: finanziell also klar ein Hobby und ich möchte für diesen Zweck daher nicht >1.000 EUR ausgeben. Logischerweise sind Bilder aber auch dort wichtig, die Anforderungen an die Bildqualität allerdings gering. Hauptsache bunt. So ganz will ich mich auf dieses sehr niedrige Niveau allerdings nicht einlassen, auch wenn das dem Verlag (notgedrungen) ziemlich egal ist.

Bisher hab ich vor allem die kompakte Sony RX100-M2 im Einsatz gehabt - Vorteile: extrem leise, gutes Rauschverhalten, recht lichtstark, unauffällig. Selbst Theateraufführungen konnte ich damit schon brauchbar ablichten ohne zu stören.

Nun bin ich praktisch geschenkt an eine Sony a6000 mit 16-50 Kit-Objektiv gekommen. Und frage mich, ob/welche(s) Objektive ich sinnvoll dazu holen könnte. Typischerweise schreibe ich über alles, was in der Region passiert, ausgenommen Sport (das machen die Sportvereine selbst). Typischerweise also Portrait-Aufnahmen für die Berichterstattung (keine Kunstwerke mit längerer Vorbereitung - 2-3 Minuten Dauer für das Foto ist Maximum - nicht selten werde ich gefragt, wieso ich überhaupt mehr als eine Aufnahme mache...) in meist bescheidenen Lichtverhältnissen, Versammlungen (indoor, auch wenn das wegen Corona derzeit nicht viel ist) und Außenaufnahmen in mäßiger Distanz (mal ein Foto im Schwimmbad, ein Haus/Geschäft, ein Garten - keine Landschaftsfotografie).

Das Kit-Objektiv ist recht lichtschwach und in Verbindung mit dem im Vergleich zur RX100-M2 nicht so guten Rauschverhalten der a6000 schon etwas unbefriedigend. Bei guten Lichtverhältnissen hingegen würde die Linse mir von der Qualität her reichen - wenn's etwas dunkler wird, ist es für den Druck in der Zeitung und Online-Nutzung gerade noch ok; genauer hinsehen darf man halt wirklich nicht.

Hat jemand die a6000 (oder ggf. Folgemodelle, wobei der Stabi natürlich zu berücksichtigen wäre) für ähnliche Zwecke im Einsatz und kann mir verraten, mit welcher/welchen Linsen?
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 2 von 15
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Als ich noch für die Presse im Lokalbereich unterwegs war hatte ich primär drei Objektive an APS-C Kameras (EOS 20D etc.) im Einsatz
27-70/2,8 - Hauptsächlich Reportagen indoor/outdoor
70-200/2,8 - Hauptsächlich Sport (ab und An Reportagen) outdoor
85/1,8 - Hauptsächlich Sport indoor

Am Ende hin sogar zwei Kameras. Eine mit 24-70/2,8 und eine mit 70-200/2,8. Dann konnte ich schnell ohne "Objektivschrauben" wechseln.

Da ich kein Freund von Weitwinkel bin, hat mir das 24-70/2,8 für Reportagen gereicht. Wenn ich wusste das ich Weitwinkel benötige hab ich ein 17-35/2,8-4 noch für Notfälle gehabt. (z.B. Weihnachtsmärkte) Evt. wäre da ein 18-50/2,8 etc. als "Standardzoom" eine Alternative wenn man weniger als 24mm nutzen will.
a.bg a.bg neu Beitrag 3 von 15
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Danke für die Rückmeldung. Ich hatte auch schon daran gedacht, ein Standard-Zoom für Vollformat (2x-70mm) zu nehmen und die fehlende Weitwinkel-Fähigkeit in Kauf zu nehmen. Sind dann halt schon ziemliche Brocken, da nur für Vollformat erhältlich (z.B. Tamron A036SF 28-75 mm F/2.8 Di III RXD mit ca. 660 EUR für erschwingliches Geld aber leider ohne integrierten Stabi). Stimmungsbilder mit scharfen Details sind ohnehin nicht so gefragt - die Leute wollen sich in der Zeitung wiedererkennen... Interessant zu hören, dass das für den Anwendungszweck durchaus brauchbar sein kann.
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 4 von 15
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Bei mir waren es ganz konkret das Tamron 28-75/2,8 SP (ohne Bildstabi) und das EF 70-200/2,8 L IS.
Beim 28-75/2,8 habe ich den Bildstabi eigentlich nicht vermisst da ich wegen der Bewegung der Motive eh meist auf 1/100 oder 1/120 Verschlusszeit geachtet habe. (das neu ist wohl das 24-70/2,8 / Bei Canon hat das Objektiv einen Stabi, die Sonyvariante hat keinen)
Beim 70-200 war der Stabi jedoch häufiger genutzt und ich wollte ihn nicht missen. (nicht immer hat das Licht für 1/320 oder kürzer gereicht)
D. Wedemeyer D. Wedemeyer Beitrag 5 von 15
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Bei den beschriebenen Anforderungen würde ich auf günstige Festbrennweiten setzen, ein 24er und ein 50er wären an APS-C eine ideale Paarung (z.B. Samyang AF 24/2,8 und Sony 50/1,8 OSS). Wahrscheinlich wirst du im Einsatz nur recht selten das Objektiv wechseln müssen und kannst so trotz relativer Lichtstärke handlich und kompakt unterwegs sein. Wenn du doch mal mehr Weitwinkel brauchst, hast du ja das Kit-Objektiv.
Möglicherweise wäre auch ein Sigma 30/1,4 als Ergänzung zum Kit eine gute Lösung, schau doch einfach mal bei deinen bisherigen Bildern, in welchem Brennweitenbereich du am häufigsten arbeitest.
Für Indoor-Aufnahmen kann auch ein externer Blitz wertvolle Dienste leisten, gerade wenn wenig Zeit zur Verfügung steht. Indirekt geblitzt bekommt man häufig trotzdem eine gute Ausleuchtung hin.
2wheel 2wheel Beitrag 6 von 15
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https://www.amazon.de/Sony-SAL-35F18-Fe ... 89&sr=1-20

https://www.amazon.de/Sony-SEL-20F28-We ... 89&sr=1-11

Da sollte alles dabei sein ...

https://www.amazon.de/Sony-SAL-50F18-Po ... 89&sr=1-10
Jürgen W2 Jürgen W2 Beitrag 7 von 15
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Also ich habe genau dieselbe Sony RX100 II, die du hast, und insgesamt fünf Vorgänger der A6x00, davon habe ich noch zwei NEX-7.

Ich denke, bei den allermeisten Bildern wirst du ohne Lupe quasi keinen Unterschied zwischen RX100 II und A6000 sehen, obwohl der Sensor der A6000 deutlich größer ist.

Da die RX100 II kleinbildäquivalent 28-100mm macht, also "Reportagebrennweite" bis "Portraitbrennweite", und am Teleende nicht besonders lichtstark ist, kommen meiner Meinung nach zur Ergänzung der RX100 II und des Kitobjektives der A6000 vor allem in Frage:

>> das Sony 10-18mm f/4 OSS ... Ultraweitwinkel (kleinbildäquivalent 15 bis 27mm, mit Stabi) ...

>> ein sehr lichtstarkes Standardobjektiv wie z.B. das Sigma 30mm f/1.4 oder das von @2wheel genannte Sony 35mm f/1.8 OSS ... zum Freistellen, für Nachtaufnahmen. Das Sigma ist eine halbe Blende offener, das Sony hat einen Stabi.

Das von @D.Wedemeyer genannte Samyang 24mm f/2.8 ist in deinem Fall eigentlich obsolet, denn das Kitzoom kann fast dasselbe, macht bei 24mm halt statt f/2.8 "nur" f/3.5, das ist ein zu geringer Unterschied.

Das von @2wheel in Beitrag 6 genannte Sony 50mm f/1.8 hat kein E-Bajonett, sondern A-Bajonett, funktioniert also nur mit Adapter. Da es jede Menge sehr guter kurzer Teleobjektive mit E-Mount gibt, kaufst du dir, falls du eins willst, besser eins von denen. Es kommen in Frage:

>> das Sony 50mm f/1.8 OSS, das @D.Wedemeyer in Beitrag 5 ansprach, ist sehr gut, ich habe seit Jahren eins davon

>> das Sony FE 50mm f/1.8 (funktioniert auch an den Vollformatbodies der A7- und A9-Serie) ist preiswert und optisch okay, hat aber anders als das gerade genannte keinen Stabilisator

>> das Sigma 56mm f/1.4

>> das Viltrox 56mm f/1.4

>> das Samyang 45mm f/1.8

>> das Samyang 50mm f/1.4

>> vielleicht auch ein etwas längeres Samyang 75mm f/1.8
a.bg a.bg neu Beitrag 8 von 15
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Danke an alle, die sich die Mühe gemacht haben, zu antworten!

Im Prinzip ist die Frage wohl, ob Zoom mit f2.8 plus ggf zusätzlich etwas im Weitwinkel und/oder f1.x Porträt oder gute Festbrennweiten 30/50 plus evtl Weitwinkel. Da Sport bei mir keine Rolle spielt, sind lange Brennweiten erstmal kein Thema.

Für Festbrennweiten braucht man halt Routine und Vertrauen in sein Können und sein Material - mit einem Zoom liegt man dagegen selten völlig daneben und Fotos machen wird entspannter. Naja, in Anbetracht der Tatsache, dass ich die rx100 quasi in der Hosentasche immer noch dabei haben kann und die verfügbaren 2x-70mm-Objektive ziemlich schwere Brocken sind, habe ich mal recht günstig ein Sigma 30 f1.4 geordert. Wenn ich mich damit wohl fühle, wird es wohl die Lösung mit Festbrennweiten; wenn nicht, dann eben Zoom (aber vielleicht nicht mit einer Alpha 6x00 - eine recht kompakte aps-c Kamera mit einem lichtstarken Vollformat-Zoom-Ziegelstein ist nicht so attraktiv für mich)

Und ja: dass die a-mount Objektive (SAL) nicht gehen, sondern die e-mount (SEL) passend wären, ist klar. Die Idee war aber auch dort erkennbar: Festbrennweiten.
roro ro roro ro Beitrag 9 von 15
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Ich fotografiere überwiegend mit Kleinbild und habe daher meinen APS-C Objektivbestand auf das Notwendige reduziert. Prämissen bei der Auswahl waren hohes optisches Niveau, Kompaktheit, OSS für Einsatz unterwegs.

Geblieben sind:
A6000
+ SEL35F18 (1.8/35 OSS)
+ SEL1670ZA (4/16-70 OSS)
Alles zusammen wiegt 850g und passt zusammen in das 200g Fototäschchen, das mit dem Kit kam.
Mein Päckchen für die unbeschwerte Fotografie kann überall mit hin und würde auch Deinen Bedarf umfassend abdecken.
pzinken pzinken Beitrag 10 von 15
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Das gleiche "Päckchen" habe ich auch. Für die angefragte Reportagetätigkeit würde ich eine etwas weitwinkligere Festbrennweite (35mm KB) wählen und für Innenaufnahmen auf jeden Fall einen Systemblitz dazu.
a.bg a.bg neu Beitrag 11 von 15
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das Sony 16/70 f4-Objektiv ist halt das einzige "klassische" für APS-C an e-Mount überhaupt auf dem Markt. Und (neben dem Kit-Objektiv) das einzige von Sony, was nur recht durchwachsene Bewertungen hat; vermutlich wegen einer grossen Serienstreuung, die von Sony toleriert wird. Für >700 EUR ein Glücksspiel: kann optisch top sein oder eher so ganz ok. f4 statt 2.8 kann man wohl durch den Stabi als kompensiert sehen, auch wenn das in Portrait-Brennweite ein Kompromiss ist - aber das sind Zooms ja irgendwie immer.

Mal schauen - erstmal probiere ich die Sigma 30mm Linse aus - wenn die nicht für mich taugt, werde ich sie ohne nennenswerten Verlust weiterverkaufen können und kann mir dann -so oder so- weitere Gedanke machen. Hinweise, welche Optionen wohl denkbar wären, hab ich ja jetzt.
Jürgen W2 Jürgen W2 Beitrag 12 von 15
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Zitat: a.bg 18.06.20, 10:57Zum zitierten Beitragdas Sony 16/70 f4-Objektiv ist halt das einzige "klassische" für APS-C an e-Mount überhaupt auf dem Markt ...
"... das einzige 'klassische' für APS-C an e-Mount überhaupt auf dem Markt" ... was meinst du damit?

Es gibt doch jede Menge APS-C-Zooms mit E-Mount von Sony:

16–50 mm f/3.5–5.6
16–55 mm f/2.8 G
16–70 mm f/4.0
18–55 mm f/3.5–5.6
18–105 mm f/4 G
18–110 mm f/4 G
18–135 mm f/3.5–5.6
18–200 mm f/3.5–6.3
18–200 mm f/3.5–6.3 LE
18–200 mm f/3.5-6.3 PZ
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 13 von 15
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Zitat: roro ro 17.06.20, 19:41Zum zitierten BeitragGeblieben sind:
A6000
+ SEL35F18 (1.8/35 OSS)
+ SEL1670ZA (4/16-70 OSS)
Alles zusammen wiegt 850g und passt zusammen in das 200g Fototäschchen, das mit dem Kit kam.
Mein Päckchen für die unbeschwerte Fotografie kann überall mit hin und würde auch Deinen Bedarf umfassend abdecken.
Also Butter bei die Fische, er will auf Veranstaltungen.
Dass sie es mit dem kleinen Festbrenner packen würde ist keine Frage, aber wie sieht es mit dem Zoom aus?

Schön wäre doch eigentlich mal ein beschreibender Vergleich zu den von Dir eigentlich genutzten Vollformatmodellen plus Standardzoom.

LG Michael
roro ro roro ro Beitrag 14 von 15
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Die Kamera hat er ja schon. Von daher nützt der Vergleich mit Kleinbild nicht unbedingt viel.

Eine Sony A7II (KB mit IBIS) in Verbindung mit dem Tamron 2.8/28-75 würde bei 1.200g und um die 1.500 Euro Investition die Aufgabe sicher gut erschlagen und hätte Indoor Vorteile.
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 15 von 15
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Zitat: roro ro 20.06.20, 17:50Zum zitierten BeitragDie Kamera hat er ja schon. Von daher nützt der Vergleich mit Kleinbild nicht unbedingt viel.Es geht aber immerhin um die Frage, ob sich der "Vollausbau" der a6000 (also inklusive Standardzoom) für den angestrebten Zweck überhaupt lohnt.
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