Farbausgabe Laptop zu warm

Diskutier doch mit!
Anmelden und kostenlos mitmachen.
Kostenlos mitmachen
Deine Daten sind bei
uns sicher!
Google Anzeigen Google Anzeigen
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 46 von 48
2 x bedankt
Beitrag verlinken
Auch wenn der Thread schon älter ist - und die TE eine wie auch immer ausgefallene Lösung für sich gefunden haben dürfte - ist das Thema doch aktueller denn je.

Dass ein Bild "zu warm" wahrgenommen wird, kann natürlich mehrere Ursachen haben:
- Falsch eingestellter Monitor
- Verschobenes Farbspektrum am Monitor, beispielsweise nach mehrjähriger/hunderten Stunden Nutzung
- Fehlerhafte Farbausgabe durch den PC/Grafikkarte
- Nicht angewendetes oder falsches Monitorprofil unter Windows
- Keine Farbprofilunterstützung durch das verwendete Bildbearbeitungsprogramm
- Sehgewohnheit (wenn zu lange mit einer zu kühlen Farbtemperatur geschaut wurde - z. B. 8000 Kelvin)


Wenn ein Color Management Display neu ist - und ab Werk vom Hersteller individuell kalibriert ausgeliefert wird - dann sollten die hinterlegten Farbprofile (Bildmodi) sRGB und Adobe RGB die entsprechenden Standards einhalten. Bei der BenQ-SW-Serie ist das laut meinen Messungen der Fall. Beispiel: Die Bilddatei liegt in sRGB vor, dann reicht es (IMO!), den Monitor auf das Preset "sRGB" zu stellen.

Das setzt aber das Wissen zunächst voraus, ob der PC überhaupt präzise Farben ausgibt.
Sollte also unklar sein, ob der PC präzise Farbsignale ausgibt, ist eine Kontrolle/Profilierung/Kalibrierung ratsam. Sie schafft Klarheit. Fehler (potentiell des Zuspielers) werden behoben.

Dafür halte ich einen Messsensor für zwingend erforderlich.

Mittels einer Hardwarekalibrierung/Profilierung wird eine 3D-LUT in den Speicher des Monitors geschrieben. Zu finden im zuvor angegebenen Preset wie "Benutzer 1" oder "User 2".
Ich erlebe es immer wieder in meinen Workshops, dass Nutzer anschließend weiterhin auf den Bildmodus "sRGB" klicken und verwundert sind, dass die Farben nach wie vor nicht stimmen - trotz Profilierung. Erst der Hinweis, dass sie den Bildmodus aktivieren sollen, wo das neue Profil gespeichert worden ist (also "Benutzer 1" oder "User 2") sorgt dafür, dass die Nutzer präzise Farben sehen.

Idealerweise unterstützen auch die genutzten Programme das verwendete Farbprofil, wie zum Beispiel Photoshop oder Lightroom. Sollte das nämlich nicht der Fall sein, werden (höchstwahrscheinlich) trotz Kalibrierung/Profilierung Falschfarben auf dem Display dargestellt.


Die Reihenfolge sollte also lauten:
1. Monitor kalibrieren/profilieren mit dem angeschlossen PC/Notebook
2. Programme nutzen, welche die (gewünschte) Farbprofile unterstützen
3. Während der Bildbearbeitung die Bilddateien (vom Quellfarbraum) in das gewünschte Farbprofil (Zielfarbraum) konvertieren - wie Adobe RGB oder sRGB - Mit Photoshop ganz einfach machbar unter "Profil zuweisen".


Experten nutzen den größtmöglichen Farbraum (z. B. Wide Color Gamut), den der Monitor darzustellen vermag, weil Photoshop innerhalb dessen "automatisch" die profilierten Dateien (zum Beispiel in sRGB) korrekt abbildet. Das ist praktisch, wenn regelmäßig unterschiedliche Arbeitsfarbräume verwendet werden.

Sollte ein Monitor hingegen nur sRGB als größtmöglichen Arbeitsfarbraum unterstützen, macht es keinen Sinn, darin Bilddateien in Adobe RGB zu bearbeiten, weil der Monitor das größere Farbspektrum schlichtweg nicht darstellen kann. Die Folge einer solchen Bildbearbeitung wären massive Falschfarben. Die Adobe-RGB-Dateien sollten in diesem Fall in sRGB konvertiert werden - ob perzeptiv oder farbmetrisch gilt es auszuprobieren. Photoshop bietet beide Möglichkeiten.
A.F. - Fotodesign A.F. - Fotodesign Beitrag 47 von 48
0 x bedankt
Beitrag verlinken
immer diese dreiste Benq-Werbung!!!
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 48 von 48
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Ich habe eigentlich nur die Absicht gehabt, die Ursache zu finden, warum ein Bild als zu warm empfunden wird, und zu beschreiben, wie dieser Umstand behoben werden kann.
Diskutier doch mit!
Anmelden und kostenlos mitmachen.
Kostenlos mitmachen
Deine Daten sind bei
uns sicher!
Nach
oben