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Brigitte Specht


World Mitglied, Berlin

" Tränenpalast " ( 7 )

... aufgenommen in der ehemaligen Übergangsstelle im Tränenpalast.

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Die Einreise nach Ost-Berlin erfolgte über den Bahnhof Friedrichstraße, nicht über den Tränenpalast. Im Gegensatz zu anderen Grenzübergangsstellen war dieser Grenzübergang für alle Nationalitäten geöffnet, also nicht nur für West-Berliner (die in der DDR nicht als Bürger der Bundesrepublik Deutschland angesehen wurden), sondern gleichzeitig auch für BRD-Bürger und Ausländer (sowohl sozialistisches als auch nichtsozialistisches Ausland). Kurioserweise konnten die „Bürger anderer Staaten“ – im Gegensatz zu „Bürgern aus Berlin (West)“ und „Bürgern der BRD“ – nach Ausreise, die bis spätestens 24:00 Uhr erfolgen musste, unmittelbar nach 0:00 Uhr wieder einreisen. So war der Tränenpalast für viele „Bürger anderer Staaten“ eine ständige Transitstelle, die um Mitternacht passiert werden musste.
Da diese Grenzübergangsstelle mitten auf Ost-Berliner Territorium lag, gab es keine direkten Kontrollen auf West-Berliner Seite. Nur die nächstgelegenen S- und U-Bahn-Stationen auf West-Berliner Gebiet wurden stichprobenartig bestreift, insbesondere durch westliche Zollbeamte, die nach größeren Mengen von im Intershop zoll- und steuerfrei erworbenen Spirituosen und Zigaretten fahndeten. Die DDR hatte hierdurch auch eine Möglichkeit, problemlos Ausländer in den Westen abzuschieben (z. B. Asylbewerber).


" Tränenpalast " ( 6 )
" Tränenpalast " ( 6 )
Brigitte Specht

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