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Was ist neu?

Dennis Brendick


Basic Mitglied, Waltrop

Ost

"Entbindungslager" Waltrop-Holthausen
Instalation (Mahnmal) des Waltroper Künstlers Paul Reding


Die ersten schwangeren Zwangsarbeiterinnen aus Polen, Russland und der Ukraine treffen im "Entbindungslager Waltrop-Holthausen" ein. Die Einrichtung so genannter "Entbindungslager" wird Ende 1942 angeordnet, um die dort geborenen Kinder anhand "rassischer" Kriterien überprüfen und sie entsprechend ihrer Qualifizierung als "gut-" oder "schlechtrassisch" einteilen zu können.

Das Lager Waltrop-Holthausen wird wahrscheinlich auf Veranlassung des Landesarbeitsamtes Westfalen als zentrale Aufnahmestelle für Schwangere aus ganz Westfalen eingerichtet. Es ist vermutlich das größte Entbindungs- und Abtreibungslager im damaligen Deutschen Reich.
Während die Mütter als Arbeitskräfte eingesetzt werden sollen und nach ihrer Entbindung oder zwangsweisen Abtreibung wieder in den "Arbeitseinsatz" zurückgeschickt werden, sind ihre Kinder größtenteils unerwünscht. Mindestens ein Drittel der im Lager nachweisbaren Frauen wird daher zur Abtreibung eingewiesen. Die Bedingungen für die geborenen Kinder werden so gestaltet, dass ein großer Teil der Säuglinge vor Vollendung des ersten Lebensjahres stirbt. Über die Zahl der entweder direkt in Waltrop oder in der Folgezeit verhungerten oder an unzulänglicher Pflege gestorbenen Säuglinge und Kleinkinder liegen keine Angaben vor; es muss aber angenommen werden, dass mindestens die Hälfte der in Waltrop geborenen Kinder gestorben ist.

Quelle: www.lwl.org

Kommentare 1

  • Heinrich Flor 14. April 2014, 16:47

    Ein wichtiges Thema fotografisch gut festgehalten. Im nächsten Jahr wird in Bielefeld im Bauernhausmuseum ein Ausstellung zum Zwangsarbeiterlager auf dem Johannisberg stattfinden. In diesem Zusammenhang werden wir auch das Thema: "Entbindungsheim Holthausen" aufgreifen. LG. Heinrich Flor