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Lysiosquillina sp. - Fangschreckenkrebs/Speerer

Lysiosquillina sp. - Fangschreckenkrebs/Speerer

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Holger Koch


Pro Mitglied, Eschborn

Lysiosquillina sp. - Fangschreckenkrebs/Speerer

Stomatopoden (Fangschreckenkrebse) sind eine kleine Gruppe mariner Krebsarten die sich in ca. 400 Arten unterteilen.
Vor ca. 400 Millionen Jahren trennte sich dies Gruppe von den anderen Krebsen.
Fangschreckenkrebse leben in vielen tropischen Gewässer in verschiedenen Tiefen.

Lysiosquillina sp. gehört zur funktionellen Gruppe der Speerer, er lebt in einer Höhle am Boden und ist Fotografen gegenüber nicht besonders Scheu.

Seine Fangbeine sind zu Speeren ausgebildet und am Endsegment (Dactylus) mit mehreren Dornen besetzt. Der Angriff erfolgt mit ausgestrecktem Dactyli und spiesst die Beute mit einer Bewegung die gerade einmal 3 Millisekunden dauert auf. Eine weitere Besonderheit sind die Augen. Alle Fangschreckenkrebse haben ein Paar gestielter Komplexaugen. Jedes Auge besteht aus ca. 10.000 Einzelaugen (Omatidien). Diese Augen sehen die Welt durch jeweils eine eigene Linse, was zu einem wesentlich schärferen Sehen und einer höheren Anzahl an wahrnehmbaren Einzelbildern führt (ein Mensch erkennt pro Sekunde 24 Bilder, Omatidienaugen bis zu 250 Bilder pro Sekunde). Außergewöhnlich ist, speziell bei Fangschreckenkrebsen, das funktionelle Zusammenwirken der Einzelaugen. Verschiedene Augenbereiche können denselben Punkt fixieren, jedes Auge ist in der Lage 3 Augengruppen zu bilden. Stomatopoden sind im Besitz eines der komplexesten Entfernungsmessyteme das in der Biologie bekannt ist. Dies bedeutet, das im besten Fall die Beute von 6 Augen fixiert wird und somit die Entfernungsbestimmung äußerst präzise ist. Andererseits ist es dem Krebs auch möglich die Beute mit einem Auge zu fixieren und mit dem anderen nach Feinden ausschau zu halten, denn bereits 3 Augengruppen sind ausreichend um eine exakte Entfernungmessung vorzunehmen.

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