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Was ist neu?

Carsten Jensen


Pro Mitglied, Neumünster

Festmacher

Ich brauche hier bitte mal feedback! Normalerweise weiss ich ja, was ich tue. :)
Aber bei diesem Bild bin ich mir immer noch nicht sicher, ob das nun eigentlich ein Motiv ist, oder ob ich mir das nur einbilde ...


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http://www.cj-pictures.de
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Kommentare 33

  • Carsten Jensen 26. Juli 2006, 7:02

    Vielen Dank allen, die sich (teilweise sehr intensiv) mit diesem Bild auseinandergesetzt haben!
    Es war ein Schuß "aus dem Bauch heraus". Das gelbe Dingens in seiner tristen Umgebung war der Schlüsselreiz, der Schatten eine formale Zugabe.
    Ich finde es ausgesprochen interessant, wie unterschiedlich die Auffassungen der Betrachter sind, und es beruhigt mich gleichzeitig, dass allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz in der fc doch ernsthafte Auseinandersetzungen über Fotos möglich sind. :)
    cj
  • Werner Braun 26. Juli 2006, 0:42

    @Uli: Genau das Gegenteil war beabsichtigt. Ich verstehe nicht, warum Du Dir jetzt nicht zutraust, eine akzeptable Anmerkung zu schreiben.
    @Carsten: Ich bedaure, dass Dir nicht geholfen ist. Aber wenn Du meine Anmerkung jetzt liest und nicht später, dann erfährst Du auch jetzt und nicht später, was ich in Deinem Bild sehe. Ich kann auch gerne noch hinzufügen: "Selbstredend ist das ein Motiv!"
    Gelbe Trikots stehen mir übrigens nicht.
    @HCL X: "...WOW!!!..." hatte ich tatsächlich als alternative Anmerkung im Sinn. Mir war es nur gerade entfallen. Schade, dass es jetzt zu spät ist - aber trotzdem vielen Dank für die Gedächtnishilfe.
    @Kurt: Dass Rothko sich beim Malen mit geteilten Flächen auseinandergesetzt hat, das haben die feststellen können, die ihm dabei über die Schulter gesehen haben - und das ist auch noch heute bei Betrachtung seines Werks unübersehbar. Zu dieser Feststellung bedarf es weder eines interpretatorischen Ansatzes noch eines Kommentars des Künstlers. Rothko hat aber doch etliche Schriften zur Malerei hinterlassen, meist allerdings Briefe. Doch es gibt auch ein lange verschollen gewesenes Buch von ihm, "Die Wirklichkeit des Künstlers", das sich allerdings nicht auf sein eigenes Werk bezieht und auch nicht auf gelbe Festmacher. Manche lesen es dennoch - während man doch mit Herumspielen natürlich mehr erreicht. Alles klar - muss ich wohl zugeben :-)

    lg Werner
  • Rolf Endermann 25. Juli 2006, 21:25

    Ich kann nicht so argumentieren wie Herr Braun,aber ich finde,ohne den Schatten wäre es für mich kein Motiv,der Schatten bringt Spannung,Halt und Führung in das Bild,deswegen ist es für mich ein Motiv.
    Ciao ROLF
  • Fotonormalverbraucher 25. Juli 2006, 20:59


    ...WOW!!! ...der Herr Braun... *klatschklatschklatsch* :-))
  • Carsten Jensen 25. Juli 2006, 20:16

    @ Werner: Du bekommst heute mit Sicherheit das Gelbe Trikot für die ausführlichste und interessanteste Anmerkung in der gesamten fc! :))
    Vielen Dank für diesen theoretischen Exkurs!
    Auch wenn dein letzter Satz mir bei meinem "Problem" natürlich nicht weiterhilft ... :)
    Ich werde mir diese "Anmerkung" sehr gut weglegen und sie von Zeit zu Zeit wieder hervorholen, weil sie für mich mit das Interessanteste ist, was ich seit langem zu diesem Thema gelesen habe!
    cj
  • Ulli Pohl 25. Juli 2006, 18:53

    nach werner noch eine akzeptable anmerkung zu schreiben, ist fast unmöglich;-))
    ich werde mich kurz fassen:
    mir gefallen bildaufteilung, farbkontraste und ganz besonders der schattenwurf, der dem bild das gewisse etwas gibt!

    lg uli
  • Werner Braun 25. Juli 2006, 15:53

    Ich bin mir nicht sicher, ob Deine Frage in dem Sinn verstanden sein will, ob die formalen Qualitäten ausreichen, um den Druck auf den Auslöser zu rechtfertigen - oder ob Du fragen willst, ob das Bild eine Botschaft (ndt: Message) befördert. Ich meine doch, da Du es ja fotografiert hast, muss es irgendeinen Reiz bei Dir ausgelöst haben. Für Dich wäre es doch wohl interessant, was dieser Reiz war. Denn auch wenn es bei anderen etwas bewegt, muss es ja nicht dasselbe sein. Einerseits glaube ich nicht, dass ein rein formaler Reiz ausreicht um ein Bild zu rechtfertigen. Auf der anderen Seite glaube ich auch nicht, dass es rein formale Reize gibt. Jede Außenform, jede Farbfläche hat auch eine Boschaft - und erst recht eine Kombination von mehreren Bildelementen; sie kann etwas ausdrücken, was mit den darbestellten realen Objekten gar nichts zu tun hat. Mark Rothko hat sich malerisch über Jahre hinweg ausführlich mit geteilten Flächen auseinandergesetzt - und in etwas anderer Form auch Piet Mondrian. Beide haben in ihrer Darstellung jeden realen Bezug verlassen - Fotografen haben es da schwerer: Aber mir scheint dennoch dass in der Fotografie, je trivialer das dargestellte Objekt ist, desto weniger das Objekt selbst gemeint sein kann. Denn gerade seine oberflächliche Trivialität verpflichtet es zum Träger einer übertragenen Bedeutung. Könnte es das nicht, dann wäre es tatsächlich nichts als trivial und die Aufnahme nicht wert. Aber wenn stimmt, was ich gerade geschrieben habe, gibt es das nicht, denn jedes Objekt hätte demnach eine Botschaft. Die Frage müsste also eher in die Richtung gehen, ob das auf dem Bild zu sehende Ensemble von Objekten zusammen eine Botschaft befördert, die auch tatsächlich etwas aussagt, die den Betrachter in irgendeiner Weise anrührt. Natürlich: die Botschaft hat keine Worte und ist auch nicht in Worten fassbar - denn wenn das möglich wäre, sollten wir wohl eher schreiben als fotografieren. Aber im Vertrauen darauf, dass andere Mitbetrachter die Schwingungen des Bildes (nicht esoterisch gemeint) ebenso empfinden wie man selbst - könnte man sich mit Worten dieser Botschaft wenigstens annähern. Das ist meines Erachtens die einzige Möglichkeit auf diskursivem Weg sich mit einem Bild als solches auseinanderzusetzen und es schließlich - über den Diskurs hinausgehend, alleine und nun wirklich jenseits der Worte - zu verstehen. Statt dessen aber schlagen wir uns mit technischen oder bestenfalls formalen Gesichtspunkten herum, die - wenn sie nicht aus der Botschaft des Bildes plausibel werden - keine Grundlage haben.
    Symbolisch sehen wir hier natürlich die Grenze zwischen zwei Elementen und als zentrales Objekt ein Ding, dass den Erdverbundenen, die sich über das (feindliche) Wasser bewegen, Stütze ist und Hilfe, in ihr angestammtes Element zurückzukehren. Aber dieser Ansatz stützte sich wieder auf die realen Objekte.
    Lasse ich das Bild nur für sich selbst auf mich wirken, dann erscheint mir eher eine Klammer, die zwei Bereiche verbindet. Die Verbindung ist eher punktuell und daher wohl durch die Kräfte, die den beiden Bereichen innewohnen, stets von der Trennung bedroht. Als Bedrohung erscheint wohl auch der lange Schatten, dessen Werfer dem unteren Bereich zuzurechnen ist. Doch hier scheint die Bedrohung nicht von physikalischen Kräften auszugehen, sondern bewusstseinsgelenkt zu sein. So die Situation, die nur eine ist von vielen möglichen. Aber erst an diesem Punkt der Betrachtung wird die Frage nach der Botschaft zwingend. Hier auch nur eine Möglichkeit: Wir könnten uns in die Lage der Klammer versetzen und und als jene Kraft verstehen, die bemüht ist, den Spannungen zwischen zwei starken Kräftegruppen standzuhalten, während dieses Bemühen von einer Seite ganz gezielt und punktuell angegriffen wird. Für solche Situationen finden sich garantiert Analogien im psychischen Bereich ebenso wie im sozialen und in vielen anderen Lebensbereichen. Wenn das Bild nun "trifft", dann tritt etwas in unser Bewusstsein, das wir möglicherweise als eine Wahrheit in Bezug auf unser Mensch-Sein erkennen, umso mehr, je häufiger die Analogien in verschiedenen Lebensbereichen erkennbar werden.
    Und an diesem Punkt könnten wir - rückschauend gleichsam, aber mit einer soliden Basis im Rücken - das formale Gefüge und den technischen Zustand des Bildes nun nämlich immer mit Bezug auf seine Botschaft - erwägen.
    Ob es ein Motiv ist, weiß ich nicht - ich habe nur versucht, die Diskussion ein wenig in die Richtung zu lenken, die das meiner Meinung nach zu Tage fördern könnte.

    lg Werner
  • Fotonormalverbraucher 25. Juli 2006, 12:43

    ...ergänzend sei erwähnt, dass es selbstredend auf dem Boden liegend UND mit unscharfem Hintergrund abgelichtet sein sollte... müsste nicht mal voll drauf sein - angeschnitten ginge dann auch noch. :-)
  • A M V 25. Juli 2006, 12:25

    Ich denke Harry hat es auf den Punkt gebracht !
    LG, Aike
  • Renate Bonow 25. Juli 2006, 11:59

    bin schon sehr spät. nachdem ich alle beiträge gelesen habe, habe ich mal wieder viel gelernt. mir gefällt der von birgit, hcl, harry vertretene vorschlag am besten.
    lg renate
  • Klaus Raabe 25. Juli 2006, 10:53

    Auch für mich ist es 'überladen'. Das Wasser stört und das Bild läuft auch noch nach links und rechts aus. Vielleicht schließt ein quadratisches Format das Motiv ein und schafft mehr Ruhe.
    Herzlichst, Klaus
  • Harry de Rooij 25. Juli 2006, 10:45

    Ich hab die Diskussion gelesen und hoffe das mein Deutsch gut genug ist um meine Meinung zu geben.
    Meine Zeichenlehrer sagten immer zu uns: Beschränk dich auf das wesentliche. Also ZOOM EIN. Ich glaube das hier das Gelbe Ding an sich das interessanteste ist und auf den Rest könnte man verzichten. Ich zweifle über das Wasser, denn das ergibt eine interessante Farbkombination mit dem Gelb. Als ich das Foto sah, mit der Stadt auf dem Hintergrund dachte ich genau wie HCL: Liegend das Gelbe ding fotografieren.
    Gr.
    Harry
  • Helle MH 25. Juli 2006, 10:41

    Es wäre ja nicht möglich, aber ohne wasser wäre es viel besser für meinen begriff. Und sicher in farbe. Der grosse schaut den kleinen an, ob aufpassend oder eher bedrohlich, ist schwer zu sagen.

    g Helle
  • Günter Rolf 25. Juli 2006, 10:19

    ein motiv ist es schon
    und auf jeden fall hattest du die sonne im rücken.
    das ist schon fast lehrbuchmäßig ;-).

    günter
  • Birgit A. 25. Juli 2006, 10:16

    @Carsten,
    nö, hast Recht. Mit soviel Gedöns im HG taugt das auch nix. Dann müsste der Hintergrund schon komplett unscharf sein
    :) b.

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