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Eagle Rise xx - Trauriges Ende eines Rennpferdelebens

Eagle Rise xx - Trauriges Ende eines Rennpferdelebens

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Sandra Scherning


Free Mitglied, Köln

Eagle Rise xx - Trauriges Ende eines Rennpferdelebens

24. August 2005, Köln (Grosse Europa-Meile - GR. II) - Eagle Rise xx (H. geb. 2000 v. Danehill - Evening Breeze) läuft selbst mit seiner einige hundert Meter zuvor erlittenen Schulterfraktur (vorne bzw. links) noch seinen Häschern davon...
Sein Reiter A. Suborics ist mit einem Schlüsselbeinbruch davongekommen...

Kommentare 14

  • Sandra Scherning 28. September 2005, 21:43

    @ Norbert
    > Ich akzeptiere deswegen lieber einen Sport mit einer gewissen Unfallgefahr,
    > als daß ich den Sport missen möchte.

    Norbert, Du rennst offene Türen ein ! ;-)
    Was ich einfach nur sagen will, ist, dass wir nunmal nicht verleugnen koennen, dass die Gefahr von unschoenen Verletzungen bei unserm Sport höher ist, als in anderen Sportarten.
    Und die Verletzungen sehn dann manchmal wirklich ziemlich übel ist. Hier, bei Eagle Rise sieht man ja nichts....
    Ich sage abner auch, dass man den Rennsport aber wegen der Unfaelle nicht verteufeln sollte, weil sie gemessen an der Anzahl de Starter doch sehr selten passieren.

    Trotzdem, mich schockt das jedesmal, wenn ich ein Pferd, so wie diesmal eben Eagle Rise, die Gerade herunterhumpeln sehen muss.
    Und ich bin froh, dass ich sowas so selten sehen muss...

    LG,
    Sandra
  • Norbert Rumstich 27. September 2005, 12:36

    @Antje
    Das ist wohl wahr, aber ein Thema, das ich bisher mal außen vor gelassen habe, weil es sich schnell unendlich ausdehnen könnte.

    Unfälle vor Publikum heizen führen immer wieder zu heißen Diskussionen. Aber die ganzen kleinen "Problemchen" in der Tierhaltung werden einfach hingenommen.

    Ich sag nur immer wieder der Freizeitreiter, der mit Übergewicht bei jedem Galoppsprung dem Pferd in den Rücken fällt, ist ein tägliches Problem für das Pferd. Aber das sieht ja niemand wirklich.

    LG Norbert
  • Antje Görtler 27. September 2005, 10:20

    Dieses Pferd, hatte wenigstens ein schönes Leben, ohne Langeweile und viel Bewegung. Wie viele "Hobbypferde" leiden unter Bewegungsmangel und Langeweile in Einzelhaft?! Nur eben stumm und nicht vor Publikum. Hier finden, meiner Meinung nach, die größten Quälereien statt. Unfälle beim Sport wird es immer geben, bei Hobbysportlern genauso wie bei Hochleistungssportlern.
    LG Antje
  • Norbert Rumstich 27. September 2005, 9:49

    @Sandra
    Du hast in teilweise recht, aber Deine Quintessenz kann ich nicht aktzeptieren. Leistungssport ist kein Kindergarten stimmt - und bei hoher Belastung ist die Unfallgefahr höher als beim Spazierenreiten, auch wenn dort immer wieder "dumme" Unfälle mit teilweise schlimmen Folgen passieren.

    Aber das Leben allgemein ist auch kein "Kindergarten", Arbeitsunfälle passieren in der Produktion und auf dem Bau oder im Bergwerk trotz aller Verhütungsvorschriften öfter als im Büro - denkt man Deinen Gedanken konsequent zu Ende, müßten alle Arbeiten abgeschafft werden, bei denen eine gewisse Unfallgefahr besteht - die Folgen wären fatal!

    Ich akzeptiere deswegen lieber einen Sport mit einer gewissen Unfallgefahr, als daß ich den Sport missen möchte.

    Was wir vom Rennsport, vom Springsport, von der Military haben? Was haben wir vopm Leben, warum leben wir überhaupt - es gibt Fragen, auif die es keine Antwort gibt. Warum reiten wir, warum hoppeln schlecht sitzende Reiter durch den Wald und fallen dem PFerd bei jedem Galoppsprung ins Kreuz und das mit viel Übergewicht... Das sind dann die echten Tierfreunde, weil danach die Pferdchen Möhrchen bekommen

    Früher war das Pferd Arbeitstier, die Bedingungen waren härter für Mensch und Pferd, über ein paar tote Tiere konnte / wollte man sich nicht aufregen. Heute ist es ein herrlicher Sport, bei dem die Pferd bestmöglich gepflegt werden und trotzdem einer gewissen Unfallgefahr unterliegen.

    Grüße Norbert
  • Sandra Scherning 26. September 2005, 22:45

    @ Jenny, Norbert und Sonja
    Ok, es stimmt schon, dass der Rennsport bei solchen Unfaellen immer in ein schlechtes Licht geraet.

    Aber ihr koennt mir nicht erzaehlen, dass das Risiko zu verungluecken beim gestreckten Galopp und bei dem Tempo der Rennpferde nicht hoeher ist, als bei anderen Pferdesportarten. Military und Maechtgkeitsspringen ausgenommen...

    Die Chance, dass sich ein Pferd beim Sturz den Ellenbogen bricht, wie das hier Eagle Rise passiert ist, ist sicher schon aufgrund des Tempos eines Rennpferde groesser...

    Ich habe Anfang der Saison 2004 in Koeln einen Wallach "Ice Dancer" verungluecken sehen. Extrem unschoen. :-(

    Aber zum Glueck bleiben ernsthafte Unfaelle ja selten. Das wird saicher um so deutlicher, wenn man die Zahl der Starter ins Verhaeltnis zu den verunglueckten Pferden setzt...

    Und Sonja, wenn Du fragst, wer etwas vom Rennsport hat und was die Pferde davon haben, musst Du zugeben, dass Du Dich dass aber auch beim Springen, Millitary, Distanzreiten, etc. auch fragen muestest, gelle ?

    Und zu Deiner Vermutung des Extremsports. Diese Pferde werden extra dafuer gezuechtet. Das ist dann ja schon etass anderes, als wenn Du fuer die Sportart normle Pferde nehmen wuerdest.
    Und abgesehen davon, in dem Ausmass, wie die international tatigen Springreiter ihre Pferde bei Turnieren in einer Saison einsetzen, ist der Springsport heutzutage auch keine Kindergarten mehr, nicht war ?

    LG
    Sandra
  • Norbert Rumstich 26. September 2005, 21:25

    @Jenny
    Schön, daß Du auch meiner Meinung bist. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, zu verunglücken - für Pferd und Reiter und für ganz "normale Menschen". In meinem engsten Bekanntenkreis ist ein erfolgreicher Military-Reiter mit einem routinerten Prerd "just for fun" über einen "sprung" von 40-50 cm Höhe gesprungen, das Pferd bekam die Stange zwischen die Beine, fiel, der Reiter unter dem Pferd mit komplizierten Becken- und Beinbrüchen - ca 6 Monate Krankenhaus mit mehreren Operationen.

    Bei Unfällen von Rennpferden muß man immer an Alba denken, der bei einer ganz normalen "Gesundheitsarbeit", also normaler Canter, wie man ihn auch mit einem Reitpferd auf dem Stoppelacker geht, wegrutscht und sich das Bein bricht und getötet werden mußte.

    Nur Unfälle im Rennen passieren vor dem Publikum und dann wird der Rennsport sofort zum "Extremsport" gestempelt, der abgeschafft werden muß. Bei aller Trauer um ein großes Rennpferd kann ich bei solchen Statements nur den Kopf schütteln - und das von Jemanden, der nach der Photogalerie auch noch ein Reiter ist.

    vlg Norbert
  • Jenny Werner 26. September 2005, 18:31

    @ Norbert:
    Ich finds auch schade, dass durch solch, wirklich seltene, Unfälle dieser Sport immer wieder ins falsche Licht gerät. Klar, jedes Pferd ist eins zu viel, aber fragen sich das die Leute auch in den anderen Pferdesportarten? Ein gewisses Risiko ist überall vorhanden, wäre Eagle Rise auf der Koppel galoppiert(was ja nun wirklich in seiner Natur liegt) und dort gestolpert/in ein Loch getreten, hätte es auch nicht viel mehr Hoffnung gegeben(ich erinnere an "Acatenango" der sich Angang des Jahres auf der Koppel verletzte und eingeschläfert werden musste).

    Zum Glück kann man sagen, dass die sonnigen Seiten des Sports eindeutig die schattigen überragen.

    Lgj
  • Norbert Rumstich 26. September 2005, 13:45

    @Sonja
    Natürlich ist es nicht schön, wenn ein Pferd verunglückt und trotz aller Rettungsversuche am Ende doch getötet werden muß.

    Aber der Galopp-Rennsport ist nun wahrlich keine "Extremsportart" und ich finde es immer wieder schade, daß im Zusammenhang mit Unfällen bei Galopprennen oder beim Leistungssport mit Pferden dieser immer wieder grundsätzlich in Frage gestellt wird.

    Gäbe es keine Pferderennen und keine Vollblüter, würden wir heute noch auf "Ackergäulen" reiten, hätten PFerde, die viel schneller krank werden, auf denen das Reiten nicht halb so viel Freude macht und die auch sont noch viele Vorteile NICHT hätten, die sie durch die Vollblüter bekommen haben.

    It is the pace which kills, sagten die Engländer und meinten damit nicht das wörtliche töten, sondern einfach die Tatsache, daß nur das schnelle Renntempo die Spreu vom Weizen trennt und eine gesunde Pferdezucht garantiert.

    Viele Grüße
    Norbert
  • Sandra Scherning 26. September 2005, 10:05

    @ Sonja : Eagle Rise ist Anfang der Zielgerade gestuerzt (und hat sich eine Ellbogenfrakzur zugezogen), hat sich dann wieder aufgerappelt und ist die 400 verbleibenden Meter noch zum Ziel galoppiert. Auf der Hufspitze... Kurz nach dem Ziel haben sie ihn dann eingefangen...

    Der Bursche war mein Lieblingspferd... Hat ziemlich wehgetan, ihn so die Gerade herunter laufen zu sehen... :-(

    bei www.galopponline.de heisst es dazu :
    " An der 400 Meter-Marke stürzt Eagle Rise und zieht sich eine Fraktur am Bein zu. Zunächst ist nicht klar, ob man den Danehill-Sohn, der im nächsten Jahr sein Deckhengstdebüt auf dem Fährhof geben sollte, retten kann. Der Gruppesieger und Champion-Zweijährige wird direkt in eine Klinik gebracht. Doch die Röntgen-Bilder zeigen schnell, dass es keine Hoffnung mehr gibt.

    In Fährhof sollte Eagle Rise, der als Sohn des weltweit erfolgreichsten Vererbers in diesem Jahr, Danehill, und Sohn einer Surumu-Stute erfolgreiche deutsche und internationale Linien verbindet, 2006 für eine Decktaxe von 4000 Euro eine zweite Karriere als Deckhengst beginnen. Wie nun auch bekannt wurde, sollte die Europa-Meile sein letzter Start überhaupt sein."

    LG
    Sandra
  • Sonja Steubesand 26. September 2005, 9:58

    Weiss jemand, wie das Unglück geschah?
    Ist das Pferd gestolpert und anschliessend gestürzt?
    Es ist immer traurig, über die SChattenseiten des Sports zu lesen. Und stets stellt man sich von Neuem die Frage: Brauchen wir solchen 'Extremsport'? Was haben wir davon? Vor allem: Was haben die Tiere davon?
    Traurige Grüsse,
    Sonja
  • Jenny Werner 26. September 2005, 8:24

    Eagle Rise musste aufgegeben werden. Nicht nur ein harter Schlag für die Zucht, sondern auch für das Herz...
  • Norbert Rumstich 25. September 2005, 19:03

    Wie in der Fachpresse zu lesen war, soll Eagle Rise für die Zucht gerettet werden. Es bleibt zu hoffen, daß es gelingt, denn Pferde kann man leider nicht für 4 Wochen ins Bett legen, bis die Knochen wieder zusammen gewachsen sind.

    Grüße Norbert
  • Antje Görtler 25. September 2005, 16:47

    Als ich die Aufnahme zunächst sah, gefiel mir das "Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach dem Lesen des Textes verging mir allerdings das Lachen. Zum Glück lassen sich Brüche heute teilweise gut heilen, die Karriere als Rennpferd wird aber wohl vorbei sein. Armes Pferdchen.
    Ach ja, das Foto ist richtig gut!
    LG Antje
  • Sonja Steubesand 25. September 2005, 9:48

    Ja, Pferde sind Fluchttiere... hier sieht man es wieder einmal sehr gut: Sie rennen bis sie tot umfallen - wenn man sie nicht vorher gestoppt bekommt.

    Liege ich richtig mit der traurigen Vermutung, dass das Pferd eingeschläfert wurde?

    LG
    Sonja