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Drache - vom Eise befreit

Es war einmal ein kleiner Drache, der unvorsichtigerweise mal ein grünes Marsmännchen auf der Erde treffen wollte, sie trafen sich an einem See, schwammen eine Runde und begannen sich gegenseitig die Geschichte ihrer Welten zu erzählen - das dauerte und dauerte ...
Mittlerweile wurde es Winter und der See fror zu, ohne dass die beiden Erzähler das bemerkten, der Drache wedelte mit seinem Kamm und seinen Flügeln, dem Marsmännchen standen die Haare zu Berge, ob der Ereignisse und Gewohnheiten auf der Erde. Und langsam, langsam wuchs eine dicke Eisschicht über die beiden, aber das machte ihnen gar nichts aus, - sie waren ja keine Menschen und Tiere oder Pflanzen, die Luft brauchten.
Aber dann, endlich müde vom Erzählen bekamen sie plötzlich Hunger und bemerkten, dass sie von einer festen, harten, teilweise durchsichtigen Schicht eingeschlossen waren, die sie überhaupt nicht kannten, die aber kalt war. Sie konnten weder nach oben noch nach unten, sie sassen fest. Scheibenkleister, da würde der kleine Drache Stress bekommen.

nach Mitternacht gehts weiter:

Da erinnerte sich der kleine Drache daran, dass er ja ein richtiger Drache war und blies vorsichtig seinen Feueratem gegen die Eisdecke, diese begann langsam, ganz langsam zu tauen und er konnte den Kopf herausstrecken und langsam auch einen Flügel befreien. Da wollte der Drache sich ganz gewaltig die Backen aufblasen, um nicht nur seine Flügel und seinen Kopf zu befreien sondern auch seinen Bauch und seine Beine, aber glücklicherweise drehte er vorher noch den Kopf und sah seinen Freund im Eise grünlich schimmern, die einzelnen Haare nach allen Seiten abstehend. Und sofort zog er seinen Atem wieder ein ...
er wollte ihn ja nicht verbrennen und Marsbewohner sind nun mal nicht an Drachenfeuer gewöhnt. Da mußten die beiden Freunde sich was anderes einfallen lassen - aber nein, sie bemerkten plötzlich, dass sie sich langsam wieder bewegen konnten. Was war geschehen - die Sonne war herausgekommen und leckte mit ihrem weit entfernten Feueratem am Eis und nun müssen die beiden nur Geduld haben, bis sie mit ihrem sanften Wärmestrahl ihre Arbeit getan hat und es endlich wieder Frühling wird.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schwätzen sie noch heute.




Wenn ihr Lust und Zeit habt, dann schaut auch mal das Foto von Chris nochmal an, das ich aufgrund seiner Komposition genial und spannend finde und daher vorgeschlagen habe:

Kommentare 9

  • Tobias Städtler 15. Januar 2008, 23:10

    Den Drachen hast Du wunderbar entdeckt und in gleißendem, auf das Eis treffenden Feueratem der Sonne schön festgehalten. Ich kann ihn gut erkennen. Du hast nicht nur genügend Phantasie, um dies zu entdecken, sondern Dir fällt auch noch eine passende Geschichte dazu ein, die ich sehr gern gelesen habe!
    LG Tobias
  • Renate Friedrichsen 15. Januar 2008, 20:01

    Eine tolle Geschichte zu deinem Foto, freue mich auf hoffentlich noch mehr dieser Art.
    LG Renate
  • bri-cecile 15. Januar 2008, 10:56

    Super Geschichte und ein eisig schönes Foto!!
    Ich liebe Drachen und ich wusste schon immer, dass die Marsmännchen ganz putzig aussehen..!!!
    Zur Not könnte ich mit einem Fön aushelfen..:-)))!?!
    LG bri-cecile
  • Werner Bartsch 15. Januar 2008, 10:28

    schönes märchen mit beweisfoto !
    lg. werner
  • Jochen B. Schulz 15. Januar 2008, 10:04

    Alles zusammen einfach gelungen
    ++++ !!!
    Gruß JBS
  • Lidschlag 15. Januar 2008, 9:48

    :)) Eine schöne Geschichte und ein gutes Bild.
    Metamorphose auch mal anders: Etwas aus der Natur wird zum Bild und das Bild wird zu einer Geschichte.

  • Kalmia 15. Januar 2008, 9:08

    Poesie pur.
    Ein Genuss!!!
    LG, Karin
  • Andreas Boeckh 15. Januar 2008, 8:37

    Eine Poetin bist Du also auch noch.
    Das Bild gefällt mir sehr, weil es ein unauffälliges Detail wunderbar in Szene setzt. Der Schnitt ist sehr gut gelungen.
    Gruß
    Abdreas
  • ullifotografie 15. Januar 2008, 6:52

    Die Geschichte ist genauso schön u. phantasievoll wie Dein Foto.
    LG
    Ulrich