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Was ist neu?
Der Eiserne Kanzler (reload)

Der Eiserne Kanzler (reload)

1.874 2

Gerd Böh


World Mitglied, Hamburg

Der Eiserne Kanzler (reload)

140 mm - Blende 3,5 - 1/500 Sekunde - ISO 50
von ziemlich weit weg aufgenommen im Januar 2006
(jetzt oben nicht mehr so eng beschnitten)

Das Bismack-Denkmal von 1906.

Auch hier die Frage: Ist er jetzt gerade?
Das war die Kritik beim letzten Bild:

Otto von Bismarck Denkmal - 100 Jahre alt
Otto von Bismarck Denkmal - 100 Jahre alt
Gerd Böh


Eine neure Aufnahme:
Der olle Bismarck
Der olle Bismarck
Gerd Böh


Die beiden gehörten übrigens zeitmäßig
zusammen:
Herr Lehmann
Herr Lehmann
Gerd Böh



Vor 140 Jahren: Attentat auf Otto von Bismarck

"Als der Ministerpräsident Graf Bismarck heute Nachmittag (...), von dem Vortrage bei Seiner Majestät (...) zurückkehrend, in der Mitte der Linden-Allee entlang ging, hörte er (...) zweimal hinter sich schießen", heißt es im Berliner Extrablatt der "Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" vom 7. Mai 1866. "Der Ministerpräsident sprang auf den Verbrecher los, der zum dritten Mal schoss und abermals verfehlte." Bevor Otto von Bismarck den Mann entwaffnen kann, gelingt es diesem, zwei weitere Schüsse abzugeben. Der Ministerpräsident wird zwar getroffen, aber nur leicht verletzt. Er hat gerade eine Erkältung überstanden und sich deshalb sehr warm angezogen. Die dicke Kleidung ist versengt und durchlöchert, doch die Kugeln sind von den Rippen abgeprallt. "Gottes Hand ist dazwischen gewesen", staunt Bismarcks Leibarzt, als der Graf ihm eine nahezu unversehrte Brust präsentiert.

Der Attentäter Ferdinand Cohen-Blind wird verhaftet. Der 22-Jährige ist der Stiefsohn des badischen Revolutionärs Karl Blind, der nach der Revolution von 1848 mit seiner Familie nach London emigrierte. Ferdinand wuchs in der Emigrantenszene auf, in der auch Karl Marx und Friedrich Engels verkehren. Ferdinand wird als Kind oft gehört haben, wie preußische Truppen während der Revolutionsjahre in Baden und Württemberg wüteten. Er kehrt mit Anfang 20 auf den Kontinent zurück, um in Hohenheim bei Stuttgart Forstwirtschaft zu studieren. Er ist beliebt und außerordentlich intelligent. Seine Lehrer halten viel von ihm. Doch Cohen-Blind wird zum Attentäter: Er kauft sich eine Pistole, steigt in den Zug nach Berlin und zielt auf Bismarck.

Wenige Stunden nach dem Anschlag durchtrennt er sich im Gefängnis die Kehle. In seinem Abschiedsbrief hat er seine Tat begründet: "Bismarck ist ganz entschieden ein Verräter an Deutschland." Mit dieser Ansicht steht der junge Mann nicht allein. Bismarck gilt vor allem bei den Liberalen als skrupelloser Gewaltpolitiker. Denn deren Mehrheit im preußischen Abgeordnetenhaus hatte er nach seiner Berufung zum Ministerpräsidenten 1862 mit diktatorischen Maßnahmen zu brechen versucht. So wurden etwa liberale Beamte entlassen und Zeitungen verboten. Selbst vielen Konservativen ist Bismarck ein Dorn im Auge, weil er seit Jahren erkennbar auf einen Krieg mit Österreich zusteuert.

Laut Cohen-Blinds Abschiedbrief ist Bismarck deshalb "die Hauptveranlassung zu dem bevorstehenden Krieg. Weder das preußische noch das österreichische Volk wollen ja Krieg, er wird rein von oben diktiert." Das Kalkül des Attentäters: Durch das Opfer zweier Leben – des eigenen und des Otto von Bismarcks - den Tod vieler tausend auf dem Schlachtfeld zu verhindern. Doch der so genannte Bruderkrieg kommt und Preußen siegt. Nach der Entscheidungsschlacht von Königgrätz am 3. Juli 1866, bei der über 50.000 Soldaten sterben, ändern die Bismarck-Kritiker plötzlich ihre Meinung. "Es ist wirklich erstaunlich, in welcher atemberaubender Schnelligkeit sich damals die verbissensten Bismarck-Gegner in Bewunderer des Mannes verwandelten", sagt Historiker Volker Ullrich. 1871 wird Bismarck als Reichsgründer umjubelt. Die Legendenbildung beginnt: Der "Eiserne Kanzler" wird zum Mythos. Als Ullrich 1998 in der Wochenzeitung "Die Zeit" die Frage stellt, ob es nicht an der Zeit wäre, auch dem Attentäter ein ehrendes Gedenken zu geben, wird er von Lesern wüst beschimpft. Rückblickend sagt Ullrich über Cohen-Blind: "Ich kann seine Motive nachvollziehen, obwohl ich sie natürlich nicht billigen kann."

zitiert von: http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2006/05/07.jhtml

»Ich seh' ihn scheiden ohne Schmerz / Ließ er auch Deutschland neu erstehen: / Er hatte für das Volk kein Herz / Und ließ die Freiheit betteln gehen.« Friedrich Stoltze, zum Abgang von Bismarck.


bisherige Anmerkungen:

Holger X. Bergmann, gestern um 19:06 Uhr

Oben ein wenig knapp geschnitten, ist mein erster Eindruck -
gerade und aufrecht steht er, da ist nichts dran zu rütteln.

Dafür hab' ich den Eindruck, meiner kippt leicht nach links ...



Was Du dazu schreibst, finde ich recht bemerkenswert -
Du sprichst vieles an, das ich schlichtweg nicht wußte.

Liebe Grüße - Holger

Gerd Böh, gestern um 20:54 Uhr
Hallo Holger,

hatte ich auch schon gedacht, er stößt ja mit
dem Kopf oben fast an. leider erst nach dem upload.
naja, nobody oder besser: nothing is perfect.

Findes es verdammt schwierig, das Ausrichten
von Objekten, wo du keine waagerechten oder
senkrechten Linien hast. Wenigstens das
scheint ja bei den letzten beiden Bildern
funktioniert zu haben.

Die Infos sind nur zitiert, aber wenn ich schon
'n Bild vom "Eisernen Kanzler" bringe, dann soll
man doch auch erfahren, warum er so genannt
wurde - ist ja schon 'ne Weile her :-))

Grüße, gerd

Jacky Kobelt, gestern um 23:24 Uhr
der sieht wirklich sehr grimmig aus - fein gemacht !

LG jacky

Alena Zeman, gestern um 23:50 Uhr
Kippen tut er sicher nicht, aber ich hätte oben noch ein wenig Platz gelassen. Bei dem super blauen Himmel wäre es kein Prblem noch ein Stück anzusetzen. Die andere Aufnahme gefällt mir auch, vielleicht sogar einen Tick besser.
LG Alena

Gerd Böh, heute um 8:54 Uhr
@ Alena: Die andere Aufnahme ist sicher besser
und bei dieser müsste ich ja gar nichts ankleben,
nur weniger abschneiden :-) vom Original (war so
auf das quadratische Format fixiert, dass ich die
Bildaufteilung nicht beachtet habe).

@ Jacky Kobelt: Danke für deinen Besuch.

Grüsse, gerd

Kommentare 2

  • Gerd Böh 28. Juli 2006, 11:27

    @ Holger: Muss ein Schatten sein,
    macht ihn aber nur noch grimmiger :-)
    Grüsse, gerd

    ps.: ist doch kein Schatten, die
    Stirnfalte gibt's wirklich
    BISMARK
    BISMARK
    Jana E

  • Holger X. 28. Juli 2006, 11:16


    Sieht ziemlich gerade aus !

    Auch ist diesmal nach oben hin genug Platz -
    was mich wundert,ist die ziemlich steile Falte
    auf seiner Stirn - die taucht auf all Deinen Auf-
    nahmen auf, vom Original kann ich mich daran
    gar nicht erinnern ...

    Liebe Grüße und schönes Wochenende - Holger

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