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CRAZY FOR YOU Saison 2011 Freilichtspiele Tecklenburg

CRAZY FOR YOU Saison 2011 Freilichtspiele Tecklenburg

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Heiner Schäffer


World Mitglied, Tecklenburg

CRAZY FOR YOU Saison 2011 Freilichtspiele Tecklenburg

Witzig, pointenreich, charmant, flott, mitreißend, turbulent, farbenprächtig
Gershwin im Münsterland: Tecklenburg punktet mit einer packenden „Crazy for you“-Version


Erste Saison-Premiere auf Deutschlands größter Musical-Freilichtbühne: Und sie war grenzwertig. Aber das gilt allenfalls und nur für das Wetter, nicht die Produktion. Letztere ist grandios. Eine Show voller Witz und Charme, gewürzt mit turbulenten Verwechslungsszenen, flotter Musik und mitreißenden Tanzeinlagen. Gershwins „Crazy for you“ steht in diesem Jahr als Haupt-Inszenierung auf dem Spielplan der Tecklenburger Freilichtspiele. Was anfangs vielleicht wie eine Verlegenheitslösung aussah, weil es mit der Rechteerteilung für andere favorisierte Wunschstücke klemmte, entpuppt sich letztlich als Volltreffer. Teilweise aus dem Vollen geschöpft hatte, meteorologisch betrachtet, aber auch Petrus, oder wer immer für diese feuchte Suppe verantwortlich zu machen war. Heftige Schauer, die sich mit anhaltendem, ungemütlichen Nieselregen abwechselten, machten den kollektiv spielfreudigen Akteuren bei der Premiere am 25. Juni das Leben schwer. Aber die hielten tapfer durch, angespornt von den Beifallsstürmen des weitestgehend im Trockenen sitzenden Publikums. Und so wurde das Ganze doch noch zu einem runden, spritzigen und großartig unterhaltenden Musical-Feuerwerk.

Intendant Radulf Beuleke, im Hintergrund immer mit einer Hand am roten Knopf, brauchte die Notbremse nicht zu ziehen. Ein vorzeitiger Abbruch, samt und sonders während einer Premieren-Show, hätten er und die Seinen auch als eine Art Super-Gau empfunden, von den Besuchern ganz zu schweigen. Aber so weit musste es dann Gott sei Dank nicht kommen. Wenngleich: Der nasse-glitschige Bühnenboden machte den Künstlern doch arg zu schaffen und barg einiges an Risikopotential, insbesondere bei den schwungvollen und temporeichen Tanz- und Stepp-Einlagen. Apropos: Um diese entsprechend um- und in Szene setzen zu können, hatten die Verantwortlichen unter 300 Bewerbern die 20 besten Tap-Dancer auserkoren und damit, wie sich zeigte, eine hervorragende Wahl getroffen. Choreograf Danny Costello formte daraus ein unglaublich präzise und synchron agierendes Ensemble, dessen adäquate Performance der Vorlage alle Ehre machte und diese gleichzeitig auf innovative Art und Weise weiter entwickelte. Da glühen die Metallplättchen unter den Schuhen. Fred Astaire und Ginger Rogers hätte ihre helle Freude daran gehabt.

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