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Was ist neu?

Robert Bauer


World Mitglied, Bad Homburg (davor 45 Jahre Stuttgart)

BEIHNAHE ...

BEINAHE … wären sie umgefallen, die Frankfurter Banktürme. Oder auch nicht. Denn es kommt wie immer auf die Perspektive an.

Kommentare 1

  • Robert Bauer 19. April 2013, 21:02

    Aus der Perspektive des Fotografen jedenfalls lässt sich dieser Eindruck nicht bestätigen. Das Gegenteil ist eher der Fall. Nach längerer Restaurationszeit strahlt sie wieder wie eh und jeh – die DEUTSCHE BANK. Auch im übertragenen Sinne gibt das Bild die Antwort darauf, wie wir mit der Bankenproblematik am besten umgehen sollten. Fair natürlich, was denn sonst. Oder ??

    Also: Ich erklär’s Euch, Ihr müsst nur die Augen aufmachen und (ggf.) die Scheuklappen ablegen, die ansonsten an den Stammtischen getragen werden. Was nicht heißen soll, dass ich jetzt eine flammende Rede zugunsten der Finanzindustrie halten möchte. Das liegt mir nämlich fern.

    1) Auf das Fundament und die Statik kommt es an. Sonst fallen nicht nur die beiden blauen Türme, sondern alle Bankgebäude um, auch das kleine mit dem großen S. Und das sollten wir unbedingt verhindern. Warum?

    2) Ganz einfach: Aus ganz eigennützigen Gründen. Denn so rund 90 % der Bausubstanz, die das Ganze zusammenhält, gehört – wirtschaftlich betrachtet – uns. Es ist unser Geld, was hier gebunkert ist.

    3) Allerdings nicht im Sinne von Onkel Dagoberts Geldspeicher, in dem das Management jeden Tag ein „heißes Talerbad“ nehmen kann. Denn Kreditinstitute funktionieren bekanntlich anders. Nicht zuletzt basiert das Prinzip auf Vertrauen. Die Banken müssen darauf achten, dass sie das wieder bekommen, was sie einmal ausgeliehen haben. Auch vom Staat, vom deutschen genauso wie vom griechischen oder vom US-Schatzamt. Wie gesagt: Es ist nämlich unser Geld. Wenn wir hierauf nicht mehr vertrauen dürfen, ist das der Anfang von der Rückkehr zur Naturalwirtschaft.

    4) Das Bild zeigt aber noch mehr. Und auch das kann man leicht erkennen, wenn man genauer hinschaut. Was meine ich damit?

    5) Selbst im Hochsommer können dunkle Wolken am Himmel aufziehen. Und die betreffen nicht nur die da oben, die im „Elfenbeinturm“ sitzen und ggf. im Dunst den Überblick verlieren können. Nein, nass werden wir ggf. immer alle, wenn kein „Rettungsschirm“ aufgespannt wird. So erging’s auch mir, als ich mit der Kamera unterwegs war.

    6) Nicht zuletzt sollten wir akzeptieren, dass es in der Finanzindustrie wie im ganz normalen Leben Große und Kleine gibt. Beide haben ihre Existenzberechtigung und durchaus unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Allerdings nicht völlig unabhängig voneinander. Im Neudeutschen spricht man hier von contagion risk, von der Ansteckungsgefahr. Genau so wie die griechische Krankheit sich ganz schnell in Italien, Spanien, Irland und im sonstigen Europa ausbreiten kann, können die Roten von den Blauen angesteckt werden. Wer es nicht glauben will, darf sich gerne an den Ort stellen, wo ich das Bild aufgenommen habe. Denn wenn die blauen Türme umfallen sollten, bleibt das rote Gebäude auch nicht unverschont.

    Was lernen wir daraus? Eigentlich nix Neues. Oder doch? Wenn das bei dem Einen oder Anderen der Fall sein würde, hat das Bild zumindest seinen Zweck erfüllt. Es sagt wirklich mehr als tausend Worte.

    :-)