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100 Jahre Kriegsrhetorik

100 Jahre Kriegsrhetorik

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Ansgar Piel


Free Mitglied, Hamburg in die Provinz gezogen

100 Jahre Kriegsrhetorik

Collage aus einem Bild eines Soldatengrabes aus dem 1. Weltkrieg auf dem Ohlsdorfer Friedhof und der Grafik *Verhängnis* von A. Paul Weber.

Erstmalig hochgeladen am 18.02.2003, dem 60. Jahrestag der Sportpalastrede von Joseph Goebbels:

Es ist verständlich, daß wir bei den großangelegten Tarnungs- und Bluffmanövern des bolschewistischen Regimes das Kriegspotential der Sowjetunion nicht richtig eingeschätzt haben. Erst jetzt offenbart es sich in seiner ganzen wilden Größe. Dementsprechend ist auch der Kampf, den unsere Soldaten zu bestehen haben, über alle menschlichen Vorstellungen hinaus hart, schwer und gefährlich. Er erfordert die Aufbietung unserer ganzen nationalen Kraft. Hier ist eine Bedrohung des Reiches und des europäischen Kontinents gegeben, die alle bisherigen Gefahren des Abendlandes weit in den Schatten stellt. Würden wir in diesem Kampf versagen, so verspielten wir damit überhaupt unsere geschichtliche Mission. Alles, was wir bisher aufgebaut und geleistet haben, verblaßt angesichts der gigantischen Aufgabe, die hier der deutschen Wehrmacht unmittelbar und dem deutschen Volke mittelbar gestellt ist. Ich wende mich in meinen Ausführungen zuerst an die Weltöffentlichkeit und proklamiere ihr gegenüber drei Thesen unseres Kampfes gegen die bolschewistische Gefahr im Osten. Die erste dieser Thesen lautet: Wäre die deutsche Wehrmacht nicht in der Lage, die Gefahr aus dem Osten zu brechen, so wäre damit das Reich und in kurzer Folge ganz Europa dem Bolschewismus verfallen.

http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/sportpalastrede/

George Bush am 30.01.2002:

Staaten wie diese und ihre terroristischen Verbündeten bilden eine Achse des Bösen, und zielen darauf ab, den Weltfrieden zu bedrohen. Diese Länder stellen eine ernste und wachsende Gefahr dar (...) Und alle Länder sollten wissen: Amerika wird tun, was für die Sicherheit des Landes nötig ist. Wir werden besonnen sein, aber die Zeit steht nicht auf unserer Seite. Ich werde nicht die Ereignisse abwarten, während sich die Gefahren zusammenbrauen. (...) Die USA werden es den gefährlichsten Regimen der Welt nicht erlauben, uns mit den zerstörerischsten Waffen der Welt zu bedrohen.

Wenn wir jetzt aufhören würden, Terrorlager intakt ließen und Terrorstaaten nicht überprüften, würden wir uns in falscher und vorübergehender Sicherheit wiegen. Die Geschichte hat Amerika und seine Verbündeten aufgerufen zu handeln, und es ist unsere Verantwortung und unser Privileg, den Kampf der Freiheit zu kämpfen. (...)

http://rhein-zeitung.de/on/02/01/30/topnews/bush2.html

Kommentare 3

  • Jim Zimmermann 27. Oktober 2003, 21:43

    allenfalls in der verkaufsstrategie des weißen hauses. die benutzen ihre unbestrittenen verdienste bei der beseitigung des faschismus (vor bald 60 jahren) als feigenblatt für ihre imperialen verbrechen seit korea und vietnam. so würde ich den scheinbaren "gegensatz" der zitate verstehen.
  • Thomas Hahmann 27. Februar 2003, 22:51

    >> Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende
  • Ansgar Piel 21. Februar 2003, 10:11

    Bisherige Anmerkungen:

    Fritz Gessler, 18.02.2003 um 22:05 Uhr
    am schönsten die gräber der am
    heldentod gestorbenen


    Christoph Kleimeier, 19.2.2003 um 8:54 Uhr
    Ansgar, Du bringst es auf den Punkt!
    Aber solange es die Kriegstreiber gibt, werden Unschuldige weiter sterben und leiden...

    Liebe Grüße
    Christoph



    Harald Meyer, 19.2.2003 um 21:50 Uhr
    Sehr gut gelungen.
    Gruß Harald