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Bratislava von Agora Bilddiskussion intensiv

Bratislava


Von 

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3.12.2012 um 18:30 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv


Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Beschreibe, warum Du das Foto genau so aufgenommen hast. Welche Idee steht dahinter?

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 3.12.2012 um 18:31 Uhr

Der Fotograf schreibt:

2007 fuhr ich im Taxi durch Bratislava und war überrascht, wie heruntergekommen die Stadt in den Aussenbezirken noch war.

Dieses Bild subsummiert meine Gefühle, die ich bei dieser Fahrt hatte. Die Kälte, die vernachlässigten Fassaden und die Annonymität.



Detlef Rüping, 3.12.2012 um 20:21 Uhr

Ebenso präzise, wie der Autor seine Intention darlegt, gibt das Foto die verbalisierten Inhalte wieder: Blaue Tonung für Kälte. Grafitti an schmuddeliger Fassade für den Grad der Verwahrlosung eines ganzen Stadtteils. Vorbeihastende Personen ohne klar erkennbare Gesichter als anonyme Lastenträger. Die Last besteht darin, in diesem Milieu den Alltag meistern zu müssen. Der Bildaufbau verstärkt den Eindruck, dass hier einiges aus den Fugen geraten ist. Die mittige Anordnung der Fenster wird konterkariert durch die horizontale Drittelung des Bildes und die randnahe Positionierung der Personen. Die Horizontalen des Bürgersteigs, des Sockelabsatzes und des Fensters driften auseinander. Auch die Senkrechten - wen wundert´s - sind nicht im Lot. Diese Welt ist nicht im Lot. Inhalt und Form entsprechen einander, also: ein gutes Foto - meinem Empfinden nach. Zu wünschen wäre nur noch, die Aussagen kämen auch ohne den Begleittext klar beim Betrachter an.



To Mars, 3.12.2012 um 20:27 Uhr

Dieses Bild darf man meiner Meinung nach gut und gerne in die Kategorie "persönliche Erinnerungen" einordnen.

So wie es präsentiert wird, als einzelstehendes Bild ist es für mich nicht gelungen. Der Bildtitel sagt aus, dass das Bild vermutlich in Bratislava gemacht wurde. Durch die persönliche Anmerkung des Fotografen erkennt man die Intension, warum dieses Bild für ihn/sie besonders ist. - persönliche Erinnerung und Gefühle. Es hätte aber eigentlich fast in jeder Stadt gemacht worden sein können, in der einfach noch ein altes Haus steht ...

Neutral betrachtet und ohne die Erklärung ist es ein Schnappschuss mit mangelnder Qualität. An den Reflexionen (links neben dem Fenster) kann man vermuten, dass es durch eine Scheibe geschossen wurde. Zur Bildgestaltung ... Ich hätte das Fenster oben nicht schief angeschnitten und unten auch mehr Gehsteig mit aufs Bild getan.

Natürlich kann ein Bild Kunst sein, wenn es unscharf ist bzw. Bewegungsunschärfe hat oder ähnliches ... Aber genauso kann ein total scharfes Bild eben auch mal kein Meisterwerk sein.

Insgesamt spricht mich das Bild nicht an. Mit der Erklärung kann ich die Gefühle nachvollziehen, aber ich finde es trotzdem nicht gut ...



Henrika Tröster, 3.12.2012 um 20:52 Uhr

Bin bei diesem Foto sehr unschlüssig
"Die Kälte, die vernachlässigten Fassaden und die Anonymität." schreibt der Autor. Ja, das kann ich in diesem Foto alles durchaus finden. Andererseits könnte diese Aufnahme genauso gut bei uns in Deutschland entstanden sein, da ist mir von allem zu wenig. Keine zersprungenen Scheiben, ich sehe keine wirklich baufällige Fassade und die Personen mit der Einkaufstüte könnten auch auf dem Heimweg vom Weihnachtsshopping sein. Naja, und Graffitis sieht man heute wirklich überall

Die kühle Farbgebung finde ich durchaus gelungen, könnte mir aber auch eine sw-Umsetzung gut vorstellen. Die Bewegungsunschärfe der Personen soll wahrscheinlich die "Anonymität" unterstreichen, geht auch in Ordnung, könnte aber genauso gut für Hektik im Alltag stehen. Die Jalousien unterstreichen die Anonymität, auch gut. Was ich allerdings gar nicht gelungen finde, das ist der Schnitt. Der obere Bildrand ist in meinen Augen misslungen, da hätte ich etwas mehr Fassade über dem Fenster gelassen. So ist es weder noch Ähnliches gilt für die untere Bildkante.

Für das, was der Autor mit dem Bild ausdrücken möchte, ist mir das insgesamt alles zu brav und "halbherzig"



lophoto, 3.12.2012 um 21:32 Uhr

ein paar kehrt vom einkaufen zurück
sie wollen nach hause

etwas häuserbemalung und ein älteres fenster,

eine szene wie sie in allen städten und wohl überall täglich vorkommt,
heruntergekommen, kälte, annoymität sehe ich hier nicht.
sie wurde eher künstlich durch die bearbeitung erzeugt.
auch sprechen die bäume im spiegel des fensters und der himmel von freier sicht auf der anderen strassenseite.

für mich ist es aber ein street der guten art
mit feiner dynamik, nur stellen sich bei mir nicht die emotionen des textinhalts ein.




elstp, 3.12.2012 um 21:54 Uhr

Tristesse pur, eingefangen von jemandem, der sich angesichts der Tristesse runtergezogen fühlt und das zum Ausdruck bringt. Hier würde ein Betrachter sich nicht hingezogen fühlen. Sicher ist es kein Zufall, dass dieses Raster, das das Fenster bildet, mit dem dunklen Rechteck unterhalb, dem Kellerfenster, auf den Betrachter zuzukommen scheint: das Fenster und die Gebäudewand kippen nach hinten weg, und man fühlt sich klein - klein gleich hilflos.

Dieses Bild ist abstoßend, eine sowohl durch die grafische Anordnung, als auch durch die Farbgebung und die Unschärfe erzeugte Wirkung - selbst wenn dieses Haus irgendwo anders in Europa stünde, wir bekommen keinen Reisebericht.

Unsere Aufmerksamkeit wird für einen Moment auf ein soziales Problem gelenkt, das wir nur ungern aufrufen: Es gibt offenbar Menschen, deren Prioritäten anders sein müssen als unsere, denen eine Verbesserung ihrer unmittelbaren Umgebung wichtiger sein muss als uns irgendwelche Klimakonferenzen oder ähnliches. Daher ist dies ein gutes Foto mit einer abstoßenden Darstellung der Botschaft - wobei ich unter ,gut die Wirkung der verwendeten Bildelemente und ihre Komposition auf mich verstehe.

Man könnte die subjektive Bedeutung von Armut für den Einzelnen sicher auch anders darstellen - hier eben so.



Matthias von Schramm, 4.12.2012 um 10:07 Uhr

das bild zeigt etwas, was man zunehmend in der fc vermisst. intuitive fotografie, eine solche die vornehmlich die atmosphäre erfasst. dabei hat der fotograf auf eine grafische wirkung geachtet. natürlich könnte dieses bild beinahe überall in den städten der welt aufgenommen worden sein. aber das spielt keine rolle. der eindruck des anreisenden ist trotzdem hervorragend transportiert. er hat diesen eindruck schnell aufgenommen ohne auf sightseeing modus zu schalten. das ist schon mal sehr löblich und ein verfolgen der intention und keine reduktion auf information oder hochglanz. in der bläulichen spiegelung in den fensterteilen spiegeln sich eigene kleine grafiken, abstrakte melancholische bilder die andeuten, so wie es auch das hauptmotiv des fotografen macht. so vermittelt mir dieses bild schon einen östlich kalten charakter, eben auch weil kein einziges zeichen an der wand lesbar ist (was nichts zu sagen hat und dann nur vermutungen nährt). aber es ist eher eine schwere melodie, welche ich zu diesem bild hören würde von östlichen komponisten vielleicht zu der geige eines gidon kremer.

Svet je smutný, ale krásny.



Herbert Rieger, 4.12.2012 um 12:09 Uhr

Eindrucksvolle Darstellung des Zustandes in einer Stadt. Den Grund dafür mag ich nicht kommentieren.
Das Bild finde ich sehr aussagekräftig.
Einziger Gedanke einer Änderung wäre es gewesen, mit der Aufnahme noch ca. 5 sec zu warten, bis der Mensch rechts von dem Fenster zum Bildrand wandert.
Es hätte m.E. noch trister gewirkt.



gabi44, 4.12.2012 um 15:33 Uhr

Ich schließe mich der Betrachtung und Beurteilung
von To Mars an; sehe es genau so. Ich habe solche
Fotos aus der ehemaligen DDR noch zu Hauf in meinem
Archiv. Das sind persönliche Erinnerungen. Wenn überhaupt, hätte es in eine Serie eingebunden sein
müssen. Als Einzelbild gibt es zu wenig her. Es ist ein
interessantes Street. Die Farbwahl betont das Marode,
was ich gut finde und daß das Foto nicht exact ausge-
richtet ist, mag ich auch.
lg gabi 44



Kommissar-Lohmann, 4.12.2012 um 18:59 Uhr

ja genau - abstossend ist es

in seiner Art..

es ist nämlich weit mehr als eine persönliche Erinnerung - es steht für einen sozialen Zustand, der sich mittlerweile um die halbe Welt zieht.

Es ist der Zustand der Moderne, der sich eben nicht durch Bildern von Freizeitparks und schönen Menschen (die man so knackscharf ablichtet, dass man jede Poren von Innen betrachten könnte) zeigt - sondern ..

es steht stellvertretend für die KÄLTE und die Anonymität, für die Furcht - die Flucht in die häusliche Zweisamkeit- Konsum als schwacher Trost



roswitha v.g., 4.12.2012 um 19:27 Uhr

zu den worten von @matthias von schramm und @kommissar-lohmann gibt es kaum etwas zu ergänzen! danke! vielleicht ist der schnitt nicht ganz optimal, aber dafür wird man ob des bildes und seiner gezeigten idee voll entschädigt!

die einleitenden worte des bildautors treffen es. wenn ein bild nicht durch den titel erst zu erzählen beginnt, dann ist das gute fotografie.

danke, dass wir das bild betrachten durften!
lg kerstin



Claudia Jenniges, 4.12.2012 um 20:24 Uhr

Die Insension des Autoren kann ich vielleicht nachvollziehen, erkenne dieses allerdings nicht im Bild.
Es könnte eine x beliebige Hausansicht sein, die in vielen Teilen Mitteleuropas zu sehen sein könnte.
Durch die Patina ist ein Verfall des Hauses für mich nicht deutlich, und auch das Fenster wirkt renouviert.
Armut, Verfall kommt für mich nicht rüber.

Grundsätzlich ohne die Zusatzanmerkung des Autoren finde ich das Foto durchaus ansprechend und kompositorisch ok.
Mensch geht (anonym durch Bewegungsunschärfe) durch sein Quartier.

Die Farbgebung wirkt auf mich etwas befremdend, ob nun nachträglich erwirkt oder durch nicht ausreichender Beachtung des Weißabgleichs verursacht.



Henrika Tröster, 5.12.2012 um 12:19 Uhr

@rudolfo
Nicht die Information über den Entstehungsort ist ausschlaggebend, sondern ich denke, die Tatsache, dass dieses Bild hier an dieser Stelle zur Diskussion freigegeben wird, fordert den Betrachter heraus, alles zu bewerten. Das ist ja der Sinn der Sache Mir ging es besonders bei diesem Bild so, dass ich mich recht früh dazu geäußert habe und später Einträge gelesen habe, die zwar von meiner Meinung etwas abgewichen sind, aber in meinen Augen dann durchaus auch nachvollziehbar waren. Ist nicht genau das auch ein Reiz? Darum beteilige ich mich gerne hier an den Bilddiskussionen. Bei unseren eigenen Fotos ist das ja oft nicht anders, man sieht in seinem eigenen Bild oft mehr als andere, umgekehrt genauso
Henrika



Klaus Baum, 5.12.2012 um 12:49 Uhr

an den fotografen:

eines verstehe ich in der erklärung zu deinem bild nicht: subsumiert heißt unterordnen. du meinst doch sicher: obiges bild fasst die vielzahl deiner empfindungen zusammen. das bild ist gleichsam die summe deiner empfindungen.

Das Verb subsumieren für unter einem Begriff / Thema zusammenfassen leitet sich nicht wie summieren von lat. summa ab, sondern aus lat. sub = unter und sumere (2. Part.: sumptum) = nehmen.

die bundesdeutsche presse subsumiert gern hart.IV-empfänger unter den begriff faulenzer.



. christine frick ., 5.12.2012 um 14:59 Uhr

Dass die Gegend wohl heruntergekommen ist mag wohl an den Wandmalereien liegen und dem kann ich dann schon zustimmen.Mir gefällt das wie das Paar da so anonym entlang geht.
Die Farben mag ich auch.
LG Chris



Wolf Schroedax, 6.12.2012 um 10:38 Uhr

Wo in Europa gibt es keine Graffitti ? Sie sagen nichts über den Zustand des Hauses aus, vor allem nicht über den inneren. Immerhin der Putz bröckelt nicht und wir sehen ein Doppelfenster. Gardinen ? Vorhänge ? Keine Blumen. Taks wie Duftmarken. Die größeren "Werke" sind wie überall schon ein bisschen stilistisches Imponiergehabe, aber bescheiden. Der weißblaue Beutel, den der Mann trägt, könnte Toilettenpapier sein. Immerhin ! Bliebe die Frage, ob durch das Kellerfenster die Kohlen in den Keller geschüttet oder geschaufelt werden müssen .... Um über die sozioökonomischen Verhältnisse der Stadt zu urteilen, reicht der Bildinhalt nicht aus. Aber er soll ja auch nur ein Gefühl wieder geben. Ob das Gefühl berechtigt ist, ob der Blick nicht trügt, weil man zu wenig weiß, kann möglich sein.
PS>Anonymität ::: Was ist zu erwarten, wenn man
im Taxi sitzt und die Bilder einer Stadt an einem vorbei rauschen ?



Leonardo62, 6.12.2012 um 16:58 Uhr

Das spielt durchaus das wieder was der Fotograf ausdrücken wollte. Ein etwas schärferer Hintergrund hätte aber ebenfalls gut zu der Aussage gepasst, es wirkt leicht verwackelt.

lg
Leon



Jürgen W2, 6.12.2012 um 19:14 Uhr

Ich war noch nie in Bratislava, aber in Tschechien abseits des Tourismus, im Februar - es war minus 20 Grad kalt, und die Leute holten sich Wodka in Plastiktüten und hängten diese aus dem Fenster der Hochhäuser, weil sie keinen Kühlschrank hatten.

So trist wie die Realität sieht dieses Bild nicht aus. Es ist irgendwie "schön". So sieht es überall aus, gerade in den lebendigen Stadtteilen von London, New York, Paris, Barcelona, Hamburg oder Amsterdam. Ich setelle mir das Leben dort ganz nett vor, solange man warm gekleidet ist, solange man freunde und Inspiration hat, und sobald man die kalte Straße verlässt und sich in ein warmes Café setzt.

Ein gutes Streetfoto. Ich mag die Dynamik durch die Bewegungsunschärfe. Das Bild transportiert für mich zwar wenig Tristesse und eigentlich gar nichts von Bratislava, aber es ist okay.

Unten hätte ich entweder noch knapper geschnitten oder mehr ins Bild gepackt, so jedenfalls mag ich den Schnitt unten nicht.



Clara Hase, 6.12.2012 um 22:38 Uhr

es gibt sie, diese orte an denen man sich unwohl fühlt
es gibt sie aber überall auf der welt -
bei entsprechendem licht würde man sagen - anrührig -
hier aber bestimmt die dunkelheit und die farbe auch noch so etwas wie kälte - die hochgeschlagenen kragen
das gehen entlang der rauen mauern.

die fenster geben mir gar nichts - nichts vom ort
die eigenen gedanken, das wissen um den ort hat dem autor sicher einiges mitgegeben um so zu empfinden.

dass das kellerloch so stockduster ist stört mich
die unscharfen jungs nicht - auch sind eher an wade ober oberhalb des knies angeschnitten - das sie gehen sieht man ja an der unschärfe.

für eine reportage mag es gehen - in einer sonstigen ausstellung wäre es zu beliebig



armer ritter, 7.12.2012 um 7:02 Uhr

Mich erinnert das Bild stark an meine Jugend in Dortmund und den look der Arbeiterwohnungen dort.
Farblich ist es sehr gelungen, der Wischeffekt genau richtig eingesetzt und an sich finde ich es eher optimistisch, das junge Paar dort zusehen.
Es sieht halt an vieleln Orten so triste aus...
mich berührt es und ich guck gerne 2-3 mal hin



Niccolo Dossarca ( oder auch u.a. JürgenStrötgen oder js ode, 7.12.2012 um 11:20 Uhr

eine m.e. ganz fantastische stimmungskomposition.
das einizige, was mich ein klein-wenig stört, das ist, daß der bildautor den namen der stadt im titel und in seiner bildvorstellungsanmerkung preisgibt. stätten wie diese finden sich allerorten; gerade bei dieser bildgestaltung wäre daher für mich auch die (verbale) ungewissheit des entstehungsortes angezeigt. sonst eröffnet sich den betrachtern zu leicht der fluchtweg in das abhak-'ach-so-bratislava' ...
ciao js-47



Art ist, 7.12.2012 um 16:05 Uhr

...,TOP,KLAssE PHoTO...!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gruß ! Edgar



RE-Photos, 7.12.2012 um 20:33 Uhr

Ich mag das Bild..... irgendwie.
Es ist oft so, dass man posititives nicht begründen kann, aber das Negative super beschrieben bekommt.
Dieses Bild erzeugt bei mir Emotionen. Mir ist es egal, ob das Bild nun in Bratislava, Moskau oder auch in Düsseldorf gemacht worden ist. Ein einzelnes Fenster an einer so breiten Hausrfront (zumindest lässt mich die Weite der Fotografie das vermuten) schließt nicht unbedingt auf sozialen Wohlstand. Das Fenster ist nicht einladend, es wirkt trist. Die beiden Menschen, verwackelt im Vordergrund, vermittelt dagegen wieder Leben und Dynamik.Technisch hätte ich das Bild auch gerade richten lassen in der Nachbearbeitung, aber den Schnitt selber finde ich gut gelungen.

Fazit: Es löst nicht die Emotionen und Gedanken aus, die der Fotograf beabsichtigt hat. Aber bei mir löst es welche aus und lässt mich länger als nur eine Sekunde drauf schauen.



elstp, 7.12.2012 um 21:21 Uhr


Mir scheint, auch der schräge Schnitt ist gewollt: Die Oberkante des Sockels ist parallel zum Bildrand und der obere und der untere Bildrand ergeben optisch einen Winkel, zeigt der vielleicht die Fahrtrichtung?



Clara Hase, 8.12.2012 um 23:42 Uhr

elstp - du hastmeist gute einfühlsame anmerkungen
das jetzt scheint mir doch zu gesucht



Matthias von Schramm, 9.12.2012 um 11:28 Uhr


Clara Hase, 6.12.2012 um 22:38 Uhr


für eine reportage mag es gehen - in einer sonstigen ausstellung wäre es zu beliebig





das ist ja mal eine interessante einstellung. ha ha you made my day.



Henrika Tröster, 9.12.2012 um 11:29 Uhr

Der Meinung von Snap Judgement war ich anfangs auch aber je häufiger ich das Foto sehe, desto mehr komme ich zu der Meinung, dass diese "nachlässige" Bildbearbeitung genau die Intention des Autors unterstreicht. Ob das wirklich so beabsichtigt war, weiß ich allerdings nicht aber das ist mir persönlich letztlich egal.
Passt ein gut gestaltetes, mit Photoshop ö.ä. sauber nachgearbeitetes Foto aus einer DSLR-Kamera wirklich in diese Gegend oder sagt ein "aus der Tasche heraus" fotografiertes Bild einer Handykamera da nicht viel mehr aus?



Der Jürgen, 9.12.2012 um 11:43 Uhr

ich unterstütze mattias´ auffassung über die atmosphärische fotografie und ich vermisse sie ebenfalls sehr hier. gleichzeitig mag ich jedoch auch deren seltenheit, werden doch viele genres mit einer undifferenzierten bilderflut zum teil auch stark strapaziert.
dieses bild sticht wohltuend aus der fülle antiseptischer "werke" hier in der fc heraus.



Matthias von Schramm, 9.12.2012 um 12:19 Uhr

danke jürgen, der hinweis auf eine durchaus angenehme seltenheit ist wohltuend.


GünterG1, 9.12.2012 um 15:54 Uhr

Stimmung ist sicherlich etwas, das bei jedem Einzelnen anders zustande kommt.
Auslöser sind die Wahrnehmungen, mögen sie visueller, audiophiler oder sonstiger Art sein.
Am liebsten ist mir selber die Kombination aus Sicht- und Hörbaren, sprich Bild oder Film auf der einen und Klang auf der anderen.
Bei diesem Bild dachte ich sofort an Tom Waits (z.B. Alice) und die in beidem liegende Melancholie.

Das Bild gefällt mir sehr gut, weil es diese Stimmung erzeugen kann.
Und - wie bereits einige angemerkt haben - ist es vom Ort unabhängig.
.



Detlef Rüping, 9.12.2012 um 16:41 Uhr

Als ich eingangs von der Einheit von Inhalt und Form sprach, meinte ich genau das, was Henrika und Jürgen gerade ähnlich ausgedrückt haben. Bewusst "nachlässige" Bildbearbeitung als Mittel gegen "antiseptische" Wirkung ist den dargestellten Inhalten und der Intention des Autors geschuldet.


Der Jürgen, 10.12.2012 um 7:36 Uhr

@snap: es fällt mir schwer, der argumentation eines mitglieds zu folgen, dessen account lediglich ein name aber nicht ein foto schmückt.


outergate, 10.12.2012 um 8:36 Uhr

vorab zur idee, ein zur diskussion gestelltes foto mit einem begleittext des autoren zu versehen: wie bei meinem jüngst eingestellten foto sehe ich auch hier die schwierigkeit, dass man schon mit der kleinsten konnotation eine interpretationsrichtung vorgibt, die der diskussion eher schadet als hilft. gerade dieses bild eröffnet ohne hilfstext viele verschiedene möglichkeiten zum einstieg ins sujet, so dass die vermutlich ungewollte verkürzung "beiläufige melancholie in bratislava" eine unvoreingenommene betrachtung schon sehr einschränkt.

dass sich die präsentation von der antiseptischen flut sonstiger wohltuend abhebt, kann ich indes für mich so nicht bestätigen. das liegt weniger an der präsentation an sich, die ich für gelungen und in sich schlüssig halte. vielmehr wird mir die wirkung mit einem zu offensichtlichen einsatz von stilmitteln (korn, rauschen, bewegungsunschärfe) erreicht. die subtile aussage ergibt sich erst durch diese bearbeitung - und ist so gesehen kaum weniger antiseptisch als andere.



Matthias von Schramm, 10.12.2012 um 8:43 Uhr

ich habe jedenfalls nichts von dem geschrieben, was mir dieser snaptroll zu unterstellen versucht.


Henrika Tröster, 10.12.2012 um 10:15 Uhr

@ snap
Man sollte immer das Gehirn einschalten, bevor man wild drauf los schreibt :-D
Zu deiner Frage, ja, ich habe schon mal mit einem smartphone fotografiert, aber nur, wenn ich unterwegs etwas gesehen habe, was ich mir einfach merken wollte. ;-D
Ich bin ein bekennender "facebook-Verächter", das ist für mich niedriges Niveau und dem Ausdruck "cool" bin ich altersmäßig auch langsam entwachsen. Was ich aber gelernt habe, man sollte andere Meinungen auch zulassen und akzeptieren können, man nennt das landläufig "Toleranz" ;-).





Niccolo Dossarca ( oder auch u.a. JürgenStrötgen oder js ode, 10.12.2012 um 15:08 Uhr

frage mich, geht es hier noch um das vorgestellte agora-bildwerk ...
m.E. sollte agora bilddiskussion intensiv entscheiden, aeusserungen von fake-accounts hier grundsaetzlich zu unterbinden rsp sofort zu loeschen
ciao js



cube51, 10.12.2012 um 16:39 Uhr

Die Intention der/des Fotografin /en einen tristen Abschnitt einer Stadt zur Hilfe zu nehmen um Anonymität und soziale Kälte darzustellen ist vom Betrachter durchaus nachvollziehbar.
Mir gefällt die Bildaufteilung und Gestaltung gut.
Die Tonung passt. Die Unschärfe, die die Personen in der Anonymität verschwinden lässt, ist in Ordnung. Das Fenster ist nicht mehr zeitgemäß aber im Takt und die Fassade ist etwas verwittert.
Die Tags, eine Art kreativer Unterschrift und Reviermarkierung runden die erzielte Bildwirkung ab.
Andererseits ist das Foto nur eine Momentaufnahme und ein kleiner Bildausschnitt. (der von jedem Einzelnen im Kopf durch Assoziationen vervollständigt wird)
Vielleicht ist es das einzige Haus in der Straße, welches als letztes demnächst auch saniert wird und ein junges Paar hat es wegen des Wetters etwas eilig in die Wohnung nebenan zu kommen.
Wie dem auch sei behaglich sieht es nicht aus und damit spricht das Bild eine eigene Sprache auch ohne Text. Das allein ist meiner Meinung nach schon viel wert.
Die Tags und die verwitterte Fassade mit dem Verfall gleich zu setzen oder als heruntergekommen zu bezeichnen ist für meinen Geschmack doch etwas übertrieben.
Graffiti und unbehagliche Kälte findet man auch auf dem neu gestalteten Potsdamer Platz in Berlin.
Was mich an dem Bild außerdem interessiert ist die Entstehungsgeschichte.
Das Bild wurde aus einem fahrenden Taxi gemacht? Wohl eher schwer!
Die Szene so schnell zu erfassen, blitzschnell die Kamera zücken, die in den drei Sekunden zurückgelegten 30m berücksichtigend, den Gedanken eines Street-Fotos reifen zu lassen und so abzulichten? Mmm?
Vielleicht doch ein Schnappschuss der später eine passende Geschichte bekommt, um so den Gesamteindruck einer Taxifahrt zu unterstreichen?
Oder ein kurzer Zwischenstopp am Kiosk auf der gegenüberliegenden Seite der Straße, animiert durch die Graffiti, die irgendwie doch zum Stadtbild mehr oder weniger großer Ortschaften gehören. Knipse raus und ab. Oh ein wenig verwischt und dunkel. Na ja, hat was.
Der/die Fotograf/in wird es wissen.
Wenn es die Aufgabestellung gab, ein sozialkritisches Foto zum Stadtleben in Bratislava zu erstellen ist es gut gelungen. Wenn nicht hat es immer noch genug Aussage, um dieses leichte Unbehagen zu transportieren.
Gruß Cube



roswitha v.g., 10.12.2012 um 17:17 Uhr

@snap ???
"sei versichert, dass meine Fotos in einer ganz anderen Liga spielen, als deine kläglichen Selbstverwirklichungsversuche. Aber lass bitte diese persönlichen Seitenhiebe hier. Damit leistest du nur unsachlicher Diskussion Vorschub."

da kann man nur auf eines hoffen, dass so jemand hier ganz schnell (wieder) die lust am "selbstverwirklichen" verliert und sich in seine "liga" trollt!

in diesem sinne
"tschüß"

@outergate - du musst ja den begleittext nicht vorab lesen, ich mach das in der regel, wenn überhaupt erst im nachhinein. was hast du eigentlich gegen "korn, bildrauschen und bewegungsunschärfe"?? immerhin gestaltungsmittel, die nicht mit nachträglichem zurechtschneiden vergleichbar sind. für mich also legitim, da wo es passt und die bildaussage verstärkt.

könnte ja durchaus auch bei der aufnahme passiert sein. und ich weiß auch nicht, was man gegen aufnahmen mit einem smartphone einzuwenden hat, wenn es sich denn hier um eine solche aufnahme handeln sollte...

und wer hier "facebook" abwerten möchte, was die fotografie anbetrifft, der hat entweder keine ahnung von fotografie oder redet gern viel, wenn der tag lang ist, sagt aber nichts von wert!

wie bereits erwähnt ganz oben, dieses bild transportiert ne menge und hebt sich deshalb aus den bildern der letzten zeit sehr positiv hervor!

lg kerstin



Der Jürgen, 10.12.2012 um 19:34 Uhr

@snap: ein leerer account mit verweis auf die eigenen erfolge? TOLL!
fragen habe ich keine an dich. wonach sollte ich auch fragen? ich möchte dich mit meinem kläglichen geschwätz nicht länger behelligen. viel spaß in deiner eigenen liga.



Wolf Schroedax, 10.12.2012 um 21:26 Uhr

Die Szene wird ja noch eine Weile bleiben ::: Der Nikolaus ist schon durch, aber demnächst kommen zwei Halbwüchsige und tragen einen Tannenbaum vorbei. Einer fasst ihn an der biegsamen Spitze der andere am den harzigen untersten Zweigen. Der Baum wippt und seine Spitze entgleitet der Hand des Jungen. - Es beginnt zu schneien. Im Fenster erschient ein sechsarmiger Kronleuchter. Drei Birnen leuchten. Von einer Frau wird der Vorhang energisch zugezogen und ein kleines Mädchen läuft andächtig vorbei. Es hat einen Stock in der Hand, an dem ein flackernder Lampion baumelt ...
Wie heißt es dann ? - Es ist wie es ist !



Hans Martin Fürssattel, 10.12.2012 um 23:34 Uhr

Egal wo das Bild aufgenommen ist ob perfekt oder nicht. Es hat eine gewisse Wirkung auf den Betrachter. Ich halte inne beim ansehen sehe die andere Seite des Wohlstands,sehe einen Menschen der wohl dazugehört, mit dem ich nicht tauschen möchte. Die unvollkommenheit des Bildes verstärkt den tristen Eindruck noch. Wenn der Fotograf das erreichen wollte ist es ihm gelungen.



lophoto, 11.12.2012 um 11:01 Uhr

kommt noch ein neues foto in diesem jahr?


outergate, 11.12.2012 um 13:19 Uhr

@kerstin: warum glaubst du, ich hätte etwas gegen korn und rauschen?
oder gegen aufnahmen mit einem smartphone?



Art ist, 11.12.2012 um 14:27 Uhr

...,BOAH,wat is denn hier los !!!!!
Schluckt ihr morgens euer Müsli,verdaut es und lasst es danach,verbal,nach dem Betrachten dieses Photos,heraus !????
Schade eigentlich,daß das Auge nur an´s Hirn gekoppelt und nicht am Herzen liegt !
Steckt eure Energien in´s Existentell...!
Ich glaube und denk ,daß hilft uns und unserer Welt weiter.....
Freunde,wenn auch nicht alle.......
ich wünsche allen,einen guten aber vor allem einen gesunden TAG !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Edgar




Hans Martin Fürssattel, 11.12.2012 um 16:14 Uhr

Euer ganzes Gestreite müßte eigenlich gelöscht werden,Das hat hier nichts zu suchen. Wie die kleinen Kinder, fürchterlich!!


schallundrauch73, 11.12.2012 um 16:30 Uhr

Während der Taxifahrt fotografiert. Ein flüchtiger Moment, zumindest für Dich. Für die dort lebenden bleibt erstmal alles eine geraume Zeit so trist, wie du es empfunden hast. Das finde ich, transportiert das Bild gut, den flüchtigen Moment durch Unschärfe, durch die Anschnitte der Personen und die leichte Schräge im Bild.
Auch die Anonymität wird durch die gewählten Mittel bestens vermittelt.
Die Tristesse/Heruntergekommenheit, die du empfindest, vermag das Bild für mich nicht so überzeugend rüberzubringen. Der von dir gewählte Blauton und die Sättigung bringen für mich nicht die Kühle/Tistesse rüber. Dafür wirkt die Farbe für mich zu quietschig, obwohl du mit der Idee, Kühle entspricht Blau, nicht falsch liegst. Vielleicht wäre eher SW oder eine entsättigtere Version stimmiger.
Unterm Strich für mich aber ein interessantes Bild, dass ich mir länger anschauen kann.

VG



Axel Seidensticker, 11.12.2012 um 16:39 Uhr

Ich habe mich jetzt zum dritten Mal bei der FC angemeldet.......dieses Mal nur um mitzuteilen, dass die agora mehrheitlich aus einem Verein von Onanisten und Selbstverliebten besteht........... da kann als Fotograf/Bildautor kommen wer will, es sind immer dieselben und manchmal auch Neue wie dieser Herr (?) snap judgements ohne Profil (!)....es wird alles niedergemacht.........ein jämmerliches Bild einer Gemeinde, die eigentlich einen Mut machenden, verstärkenden, aber auch kritischen Input auf den oder die, die ihr Foto hier zu Diskussion stellen, ausüben soll. Pfui!!!


Axel Seidensticker, 11.12.2012 um 16:41 Uhr

Damit keiner sagt, ich sei auch profillos, stelle ich gleich wenigstens ein Bild ein


schallundrauch73, 11.12.2012 um 16:50 Uhr

@Axel
nicht persönlich nehmen, denn der Bildautor nimmt es auch nicht persönlich und kann unsachliche Aussagen von konstruktiver Kritik unterscheiden; unterstelle ich jetzt mal. Wenn das der Fall sein sollte, hat er jedenfalls was von der Diskussion und kann sicherlich noch zusätzlich über einige Anmerkungen schmunzeln.



schallundrauch73, 11.12.2012 um 16:58 Uhr

übergeordnete Bewertungsmaßstäbe. Das klingt so objektiv und allgemeingültig. Die stehen bestimmt in einem Handbuch für "richtige" Fotografie....


Axel Seidensticker, 11.12.2012 um 16:58 Uhr

@ snap.....meine Güte, Gelabere ist noch lange keine Kritik....und Kritik um ihrer selbst Willen ist Onanie und sonst nix, mein Herrr


Axel Seidensticker, 11.12.2012 um 17:17 Uhr

Menschen, wie dieser Herr snap sollen ihre geliebte Anonymität doch bitte bei facebook oder anderen juvenilen Medien ausleben, doch bitte nicht in der fc!!


Linus Marx, 11.12.2012 um 17:18 Uhr

Lieber Fotograf:-)

Das Bild könnte auch folgenden Titel tragen: Irgendwo in Deutschland/Europa oder sogar der reichen Schweiz. In Berlin gibt es selbst in reicheren Gegenden Häuser, die herruntergekommener sind, bis hin zur Baufälligkeit auch im Westen! Große Armut einer ganzen Region ist für eine leicht unschöne Fassade nicht die Voraussetzung. Ohne den Erklärungstext hätte ich es für ein Bild gehalten, dass ein Gefühl von Leere, Melancholie oder einfach eine unschöne Stimmung wiedergibt, ohne sich mir wirklich zu erschließen.

Ich denke wie andere hier auch, als persönliche Erinnerung ok, aber von der Bildaussage her für mich eher langweilig. Zu wenig die Form gewahrt, und auch durch Stilbruch/Formlosigkeit fällt es nicht positiv auf. Formaler Bildaufbau ist oft für die Bildaussage nicht wichtig, aber gerade bei nicht so ansprechenden Fotos kann es helfen, den Betrachter doch einige Zeit im Bild zu halten.

Bewegungsdynamik bei Menschen wirkt für mich dann besonders, wenn die Beine ganz zu sehen sind, hier wurden sie abgeschnitten.

Eine guter Ansatz, aber so, auch mit dem schief angeschnittenen Fenster, fehlt mir die Fazination. Da schließe ich auch Fotos ein, die durch kritische Aussagen fazinieren, Fotos können gerade durch unschöne Motive auf Missstände aufmerksam machen.

Ich schreibe offen meine Meinung und hoffe, sie kommt als konstruktive Kritik an.

Ergänzung:
Es stimmt, wie weiter oben geschrieben, dass der unperfekte Aufbau die Aussage des Bildes untermauert (umtermauern kann/könnte). Und ja, es ist im Vorbeifahren geschossen, das ist die hohe Kunst - ich weiß wovon ich spreche, in schnellen Situation habe ich selbst schon viele Fehlversuche hinter mir. So ist das Bild für mich unfertig, irgendwie halb, gemessen am Erklärungstext des Fotografen.

Ich finde es ok, aber es fehlt mir mehr als nur der letzte kleine Kick.



Der Jürgen, 11.12.2012 um 17:49 Uhr

@snap: gerade agora sollte am allerwenigsten der ausuferung ins persönliche eine plattform bieten.
dennoch eine erwiderung: meine anmerkung auf einen leeren account betrachte ich nicht als den deinerseits diagnostizierten persönlichen seitenhieb. die abgleitung der diskussion ins persönliche hingegen verursachen m.m.n. vielmehr postings wie: "meine bilder spielen in einer anderen liga" und die attestierung "kläglicher selbstverwirklichungsversuche".
abgesehen von der überaus persönlichen, eigentlich schon beleidigenden attitüde, ist sowas, in anbetracht eines leeren accounts schon fast lächerlich.
ich persönlich mache mir, nachgerade besonders hier in der fc, gern ein "bild" von meinem mitdiskutanten. das ist bei dir leider nicht möglich.
schwadronieren über dies und das und jenes so ganz ohne eigene positionierung auch über die eigenen arbeiten, das geht für mich persönlich nicht über einen "leerverkauf" hinaus und sowas sollte nicht nur an der börse abgeschafft werden.
ein upload, lieber snap, zuviel der mühe? er dürfen gern auch zwei sein und agora ist wirklich nicht zwingend erforderlich. und dann noch die füße ein wenig stiller gehalten und alles läuft sofort viel geschmeidiger, ok?
beim autor möchte ich mich gern für soviel "off topic" entschuldigen, aber das wollte ich gern nochmal loswerden. danke :)



Wolf Schroedax, 11.12.2012 um 18:43 Uhr

... später am Abend wird der Vohang von einem flackernden bläuliche Licht erhellt, und wenn man genau hinhört, ist die dumpfe TV-Sprache zu vernehmen ....


bliXXa, 12.12.2012 um 10:09 Uhr

ich kann hier bratislava nicht erkennen.
das bild hätte überall entstanden sein können.
auch hier in deutschland.

es gibt 2 arten von bildern:
die bilder die beim fotografen erinnerungen bewahren,
und die, die beim betrachter gefühle erwecken.

dieses gehört für mich in die erste gruppe,
und somit in ein privates album.

peace! ;>



Wolf Schroedax, 12.12.2012 um 11:31 Uhr

@Ralf´---Pfeiffer ::: Und dann gibt es die Bilder, welche Erinnerungen und Assoziationen wecken ...
pace ! \\;-)



siegers roland, 12.12.2012 um 18:37 Uhr

WOW !
Dem ist nichts hinzu zu fügen
Roland



Agora Bilddiskussion intensiv, 12.12.2012 um 20:32 Uhr

Hier geht es weiter:
Anmutig von Agora Bilddiskussion intensiv
Anmutig
Von
12.12.12, 20:28
61 Anmerkungen


Thomas Bregulla schreibt:
Hallo Agora-Kommentierer,

vielen Dank für die vielen Anmerkungen und Eindrücke, die Ihr über mein Bild geäussert habt.
Die Anmerkungen zum Bild nehme ich an und werde sie in zukünftige Bilder mit einfliessen lassen.

"Wir" sind oft auf der Suche nach dem "Perfekten Bild" - da müssen Horizonte gerade gerückt sein, as Rauchen entfernt, Falten wegretouchiert... - mein Weg ist hier ein anderer: ich bin auf der Suche nach dem unperfekten Bild. Ein Bild, das meinem Eindruck entspricht. Daher empfinde ich immer wieder etwas, wenn ich dieses Bild ansehe. Es sind die Fehler, die Störungen an denen ich mich reiben kann. Dabei ist es mir auch egal, ob ich mit einem Smartphone, einer DSLR, Mittelformat oder wasauchimmer fotografiere. Das Bild soll meinem Eindruck entsprechen.

Ich hatte das Bild mit in die Auswahl meines Essays "Five to Nine" genommen, und es war eins der "Darlings" von denen ich mich trennen musste, damit der Faden der Geschichte nicht unterbrochen wird. Dennoch wollte ich dem Bild mehr Würdigung zuteil werden lassen. Es gibt unterschiedliche Meinungen und Wahrnehmungen zum Bild. Das finde ich gut, denn das zeigt dass man sich am Bild unterschiedlich reflektieren kann.

Vielen Dank für die Auseinandersetzung mit meinem Bild - Euer Feedback bringt mich weiter.






 
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