Stativ notwendig?

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Laimer Patrick Laimer Patrick Beitrag 1 von 11
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Ab welcher Verschlusszeit ist ein Stativ unbedingt notwendig um noch top Schärfe zu haben?
Herbert Schacke Herbert Schacke Beitrag 2 von 11
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Spätestens wenn dein Hände anfangen zu zittern...:-)
Nein, im Ernst.
Die Frage ist so einfach nicht zu beantworten und hängt vom Motiv, den Bedingungen und dem Können des Nutzers ab.
Der eine kann noch bei 1/30s auslösen ohne zu verreissen, ein anderer kann nicht unter 1/125s gehen.
Bei Makroaufnahmen z.b. sorgt die häufig extrem kurze Tiefenschärfe dafür das Freihand kaum noch was vernünftiges geht. Da hilft auch eine relativ schnelle Belichtungszeit nicht viel.
Wenn du versuchst schnelle Motive (kleine schwarze Hunde) einzufangen wird eine extrem kurze Belichtungszeit Pflicht
und ein Stativ eher zur Behinderung.
Ein weiterer Fakt ist das ein schweres System wie eine Kamera plus 2,8/70-200mm kaum noch ohne Hilfe ruhig zu halten ist.
Hier reicht aber häufig ein Einbein oder auch ein Schnurstativ.
Ein anderes Problem sind lange Brennweiten weil hier die Entfernung zum Motiv allein für Unruhe sorgt.
Besser du hast ein leichtes Reisestativ oder Einbein dabei als hinterher zu bröckeln weil die Foto unscharf sind...
sesamsamen sesamsamen   Beitrag 3 von 11
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gibt es da nicht so eine alte Faustformel ... verwacklungsfrei gehen Zeiten die kürzer (oder gleich) 1/Brennweite sind, zumindest bei KB ... hoffe ich irre mich nicht
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Michael L. aus K. Michael L. aus K.   Beitrag 4 von 11
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... bei KB hat man das so gesagt.
Und bei Digital, da musst du erst mal um den Crop-Faktor kürzer belichten, und dann noch mal kürzer, weil die Schärfeanforderungen enorm gestiegen sind (100%-Ansicht auf dem Monitor). Andererseits kosten ja auch ein paar Fehlvesuche heute nichts, da kann man dann wieder mehr riskieren und länger belichten.

Einfach selber ausprobieren.
DiePixelmixer DiePixelmixer   Beitrag 5 von 11
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Pauschal kann man das nicht beantworten, zuviele Faktoren spielen hier eine Rolle.

Ein 20mm Weitwinkel am FX-Sensor bekommt man mit eine 1/30 schon noch scharf, 300mm am DX-Sensor schreien schon nach einer 1/500 sek.

Du solltest in jedem Fall eine ruhige Hand haben und die Kamera beim Auslösen nicht verreißen. Das beste Mittel ist den Auslöser so vorsichtig zu betätigen, dass Dich die Kamera mit dem Auslösegeräusch überrascht.

Auch das Gewicht der Kamera mit Objektiv spielt eine Rolle, schwerere und kopflastige Geräte werden i.d.R. besser ruhig gehalten als leichte Gerätschaften.

Z.B. bekome ich mit dem leichten 70-200/2.8 bei 200 mm weniger scharfe Freihandfotos hin als mit dem 200-400/4.0 bei gleicher Brennweite.

Das Masse beruhigt ist ja auch kein Geheimnis, jeder Sportschütze wird Dir das bestätigen ;-)
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 6 von 11
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Herbert Schacke schrieb:

Zitat:Ein anderes Problem sind lange Brennweiten weil hier die
Entfernung zum Motiv allein für Unruhe sorgt.


Hmmm ... was soll das denn bedeuten? Inwiefern ist ein unendlich weit entferntes Motivdetail im WW-Objektiv ruhiger als bei einem Teleobjektiv, vom Verwackeln durchs Zittern mal abgesehen?

Leo
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 7 von 11
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LeoBausH schrieb:

Zitat:Herbert Schacke schrieb:

Zitat:Ein anderes Problem sind lange Brennweiten weil hier die
Entfernung zum Motiv allein für Unruhe sorgt.


Hmmm ... was soll das denn bedeuten? Inwiefern ist ein
unendlich weit entferntes Motivdetail im WW-Objektiv ruhiger
als bei einem Teleobjektiv, vom Verwackeln durchs Zittern mal
abgesehen?

Leo


Ich nehme an, Herbert meint Luftunruhe (flimmern), was man besonders bei Teleaufnahmen und extrem mit Ferngläsern und Teleskopen zu sehen bekommt.
Herbert Schacke Herbert Schacke Beitrag 8 von 11
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Nein es ist ganz einfach so, das bei einer langen Brennweite die Entfernung zum Motiv jede Bewegung am Objektiv extrem verstärkt. Blick mal z.b. bei einem 300mm Objektiv durch den Sucher und versuche einen weit entfernten Punkt anzupeilen. Ein millimeter das Objektiv verreissen machen da schon mal zentimeter am Motiv aus. Je länger die Brennweite um so stärker der Effekt.
Deshalb sollte man bei sehr lange Brennweiten auf ein Stativ nicht verzichten.
0x FF 0x FF   Beitrag 9 von 11
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Herbert Schacke schrieb:

Zitat:Nein es ist ganz einfach so, das bei einer langen Brennweite
die Entfernung zum Motiv jede Bewegung am Objektiv extrem
verstärkt. Blick mal z.b. bei einem 300mm Objektiv durch den
Sucher und versuche einen weit entfernten Punkt anzupeilen. Ein
millimeter das Objektiv verreissen machen da schon mal
zentimeter am Motiv aus. Je länger die Brennweite um so stärker
der Effekt.


Der Effekt ist unabhängig von Der Brennweite. Wenn Du die Kamera um eine Gradminute drehst, dann wandert der Mittelpunkt des Suchers in einer festen Entfernung immer um den gleichen Wert. Egal ob Supertele oder WW. Nur wird das Motiv bei einem Supertele natürlich entsprechend größer dargestellt, die Verschiebung des Punktes im Sucher (bzw. auf dem Sensor) ist höher.
Werner J. Meier Werner J. Meier Beitrag 10 von 11
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Das Stativ ist ein Werkzeug das Aufnahmen ermöglicht, welche ohne es nicht möglich wären. Es erlaubt eine fixe Positionierung der Kamera genau so wie die kontrollierte Veränderung der Aufnahmeposition. Somit ermöglicht es alles was ohne dies nicht gehen würde.

Ansonsten halte ich es für wichtig, wie man die Bewegung des Motivs einschätzt um in Kombination mit den Lichtverhältnissen die passende Belichtungszeit zu finden. Welche Zeiten man bei statischen Motiven mit bestimmten Objektiven halten kann, das sollte man nach einiger Zeit von selbst merken. Ist der Ausschuss zu gross, so überschätz man sich.

\Werner
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Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 11 von 11
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Werner J. Meier schrieb:

Zitat:Das Stativ ist ein Werkzeug das Aufnahmen ermöglicht, welche
ohne es nicht möglich wären. Es erlaubt eine fixe
Positionierung der Kamera genau so wie die kontrollierte
Veränderung der Aufnahmeposition. Somit ermöglicht es alles was
ohne dies nicht gehen würde.

Ansonsten halte ich es für wichtig, wie man die Bewegung des
Motivs einschätzt um in Kombination mit den Lichtverhältnissen
die passende Belichtungszeit zu finden. Welche Zeiten man bei
statischen Motiven mit bestimmten Objektiven halten kann, das
sollte man nach einiger Zeit von selbst merken. Ist der
Ausschuss zu gross, so überschätz man sich.

\Werner



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