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Was ist neu?

Stephan Schobloch


Free Mitglied, München
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Über mich

Sehr lange und sehr gründlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich mit der Kunst bzw. der Fotografie erreichen will. Was ist mein Verständnis von Kunst an sich und was sind die Besonderheiten des Mediums Fotografie, die mich besonders interessieren.

Während die Formel 'Kunst = Natur - X' sicherlich nach wie vor ihre Gültigkeit besitzt, reicht sie nach meinem Verständnis nicht mehr aus, denn im Vordergund steht bei der modernen Kunst ein ergebnisoffener Kommunikationsprozess, der Künstler und Rezipienten miteinander verbindet und Informationen transportiert, die durch diesen Prozess unweigerlich verändert werden - niemals wird der Betrachter exakt die selben Assoziationen, Ideen und Konzepte mit einem Kunstwerk in Verbindung bringen wie der Künstler, der es schuf. Stattdessen kommen eigene Wertzuschreibungen des Rezipienten hinzu deren Richtung der Künstler durch die Verwendung bekannter Referenzen lenken aber nicht kontrollieren kann. Bestimmte Symbole legen bestimmte Assoziationen nahe, erzwingen sie aber nicht. Auch das Vorwissen des Betrachters über den Künstler und seine historische Verortung in Tradition und Beziehung zu anderen Künstlern kann den Rezeptionsprozess beeinflussen und ihm eine Richtung verleihen.

Dennoch bleibt die Rezeption eine eigenständige geistige Leistung, bei der gedanklich ein Prozess abläuft der dem des Schaffens sehr ähnlich ist. Während jedoch der Künstler seine Ideen und Konzepte in ein sinnlich erfahrbares Werk kondensiert bleibt die Rezeption unsichtbar, sie findet ihre Grenzen in dem Rezipierenden selbst und markiert somit den vorläufigen Endpunkt der Kommunikation.

Für mich selbst habe ich festgestellt, dass die Rezeption von Kunst ungewöhnlich inspirierend wirkt und mich zum Schaffen antreibt. Von Kunst umgeben, entsteht der Wunsch, selbst künstlerisch tätig zu werden, um sicher zu stellen, dass die Kommunikationskette ein weiteres Glied erhält und unmittelbar fortgeführt wird.

Aus diesem Grund möchte ich mit künstlerischen Mitteln den Kunstprozess erkunden. Ich möchte meine Aufmerksamkeit auf den Künstler richten, auf das Kunstwerk und letztlich auf den Rezipienten, dessen unabdingbar notwendige Teilhaberschaft an dem Phänomen Kunst ich sichtbar machen will. Meine bevorzugten Motive sind deswegen die Orte der Kunst und besonders die Menschen, die eben dort Kontakt zu den Künstlern suchen und sich mit den Chiffren der künslterischen Sprache auseinander setzen wollen. Diesen Vorgang der Kunstrezeption will ich in möglichst großer Unmittelbarkeit festhalten, weshalb mir die Fotografie als eines von mehreren geeigneten Medien als sehr naheliegend erscheint. Andererseits will ich den Blick nicht auf die Oberfläche, sondern auf die geistige Dimension der Kunstrezeption lenken, weshalb traditionelle Gestaltungsansätze nicht immer zielführend sein werden.

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