Wir haben sie: Die humanste Regierung aller Zeiten!!!

Wir haben sie: Die humanste Regierung aller Zeiten!!!

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H. Hoebusch


kostenloses Benutzerkonto, Buchholz (Nordheide)

Wir haben sie: Die humanste Regierung aller Zeiten!!!

Als das wohl größte Übel unserer Gesellschaft
hat sich eine allgemeine Wertverschiebung erwiesen;
eine dramatische Wende weg von Familienzusammenhalt und Nächstenliebe -
hin zu blindem und großteils überflüssigen Konsum.
Die traurigen Folgen dieser Entwicklung:
Immer mehr Menschen vereinsamen,
was nicht zuletzt auch weitreichende
und kostspielige gesundheitliche Konsequenzen hat.
Durch diese Fehlentwicklung ist auch die Geburtenrate weiterhin rückläufig -
mit den allgemein bekannten Folgen.
Um so begrüßenswerter ist daher jener Regierungsbeschluss,
der uns ein Bündel von Sofortmaßnahmen gegen diese Misere beschert hat.
Leider stoßen diese Maßnahmen dank mangelhafter Aufklärung
immer noch auf Ablehnung weiter Kreise der Bevölkerung.
Da wäre z. B. das so genannte “Nichtraucherschutzgesetz“.
Während sich nach wie vor noch so mancher “Geist, der stets verneint“
über eine weitere “Bevormundung durch den Staat“
in anmaßend negativ-destruktiver Weise äußert,
trägt es schon im Stillen die ersten Früchte.
Wie im obigen Bild eindeutig zu erkennen ist,
führt es Menschen zusammen, die sonst
- schon bedingt durch die beachtlichen Ausmaße bundesdeutscher Hauptbahnhöfe -
einander wahrscheinlich nie begegnet währen.
Hier entstehen ständig neue und fruchtbare Kontakte -
jene Kontakte, die unsere Zeit so bitter nötig hat ...
Jene schlicht strukturierten Antikörper werden sich
wahrscheinlich demnächst wieder zu neuerlichen Quark-Attacken
aufschwingen und bitterlich die angebliche Bevorzugung
des gemeinen Homo Marlborus bejammern.
Dabei hat er es doch meiner Meinung nach redlich verdient.
Er beschert diesem, unseren Lande freiwillig über 14 Milliarden zusätzlicher Steuereinnahmen.
Ferner entlastet er durch seine geringere Lebenserwartung die Rentenkasse.
Damit sollte eigentlich auch dem Letzten klar sein,
dass der Homo Marlborus ein überaus sozial eingestelltes Wesen ist
und stets bereit, selbstlos weitreichende Opfer für diese Gesellschaft zu bringen.
Er hat statt der üblichen bregenverarmten Kollektiv-Schelte undankbarer,
unterbelichteter, verkommener, widerlich niederträchtiger Neidhammel
unserer aller uneingeschränkte Hochachtung verdient.

Kommentare 8

  • Hoewi Ben Wischhafen 18. März 2008, 18:36

    Die schöne neue Welt - Da solltest du mal erst die Freiluftraucherzimmer in bundesdeutschen Krankenhäusern sehen - meistens auf dem Wirtschaftshof, direkt neben den Müllcontainern! So nahe sind sich Arzt, Patient, klinisches Personal und die Mitarbeiter der Verwaltung sonst eher selten - es ergeben sich somit also ganz neue Möglichkeiten, um auf dem kleinen Dienstweg zu kommunizieren!
    LG, Hoewi
  • Marvin Hilpert 16. März 2008, 21:15

    genau so isses!
    Gut dargestellt!!!!!!!
    lg
  • H. Sophia 16. März 2008, 13:06

    Der Beginn der New-Ghetto-Bewegung..
  • H. Hoebusch 16. März 2008, 10:51

    Ich danke Euch für Eure Anmerkungen!
    @ Ralf:
    Schön, dass Du Dir das Essen im Restaurant noch leisten kannst. Die Zahl derjenigen, die das nicht mehr können, soll ja auch rapide steigen. *fg*
    So, jetzt aber Spaß bei Seite:
    Zitat Wikipedia:
    “Durch die Verringerung der Lebenserwartung hat das Rauchen einen deutlich entlastenden Effekt auf das Rentensystem. Weiterhin sinkt aufgrund der geringeren Lebenserwartung von Rauchern der Kostenaufwand, den diese voraussichtlich für das Gesundheitswesen durch teure Behandlung von altersbedingten Erkrankungen und vor allem für die Pflegeversicherung im Alter durch zunehmend dementen Zustand verursachen. Die Studie „The Health Care Costs of Smoking“ sagt dazu: „Falls alle Raucher aufhören würden zu rauchen, würden die Gesundheitskosten zuerst niedriger sein, aber nach 15 Jahren würden sie höher sein als in der Gegenwart.“ Andere Studien kommen jedoch zu dem gegenteiligen Ergebnis.“

    Nein, ich kann und will mich nicht auf die kontroverse Kosten-Diskussion einlassen. Zu widersprüchlich sind die veröffentlichten Zahlen. Sie reichen von sattem Gewinn durch die Tabaksteuer (bei 77%) bis zu 100 Milliarden volkswirtschaftlichem Schaden. (die Zahl stammt - wie sollte es anders sein - natürlich von unseren “Volksvertretern“.) (Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast :-)) Die Zahl der Unbekannten dürfte auch hier so groß sein, dass auch die “neutralste“ (... gibt es so etwas ;-) Statistik der Kaffeesatz-Leserei gleichkommt. Ich denke, das auch hier nur die Chaos-Theorie die einzig richtige ist ;-)
    Wichtiger ist mir anderes:
    Meiner flapsig-satirischen Betrachtung zum Trotze bedeutet jeder einzelne Krebsfall unendliches, umvorstellbares Leid, und man sollte jede Möglichkeit nutzen, diese Geisel zu besiegen. (z. B. auch die Liechtensteiner Kohle in die Krebsforschung stecken ;-)
    Andererseits wird hier wieder mal überwiegend an den Symptomen herumgepfuscht, statt mal die Ursachen mehr in Augenschein zu nehmen. Wieso trifft es den einen Gelegenheitsraucher, während der Kettenraucher nebenan 105 Jahre alt wird? So lange man mir nicht das Gegenteil beweist, glaube ich, dass die meisten Erkrankungen seelische Ursachen haben. Und die Seele sucht sich den angreifbarsten Punkt - beim Raucher halt vor allem Lunge und Rachenraum. (Zitat, welches ich nicht nachprüfen kann: “Lungenkrebs unter Rauchern war übrigens 1930 noch eine Seltenheit (4/100.000), obwohl 20% mehr geraucht wurde. Vergleich 1980: 72/100.000 Todesfällen.“) Rauchen ist eine Sucht - und Sucht ist Kompensation. Könnten die Krebsursachen nicht viel mehr mit der von mir angesprochenen “Wertverschiebung“ zu tun haben; mit der dramatischen Wende weg von Familienzusammenhalt und Nächstenliebe - hin zu blindem und großteils überflüssigen Konsum und der daraus resultierenden seelischen Armut und Vereinsamung?

    Ich lasse das jetzt mal so im Raum stehen - ohne Berücksichtigung weiterer Fakten wie höherer Lebenserwartung etc.. Habe ja sowieso kein Patentrezept zur spontanen positiven Veränderung unserer Gesellschaft :-(
  • Horst Hoch 16. März 2008, 9:38

    ja ja -schöne neue Welt !
  • Ralf Kesper 16. März 2008, 1:43

    Nun ja, die Raucher werden sich dran gewöhnen. In Skandinavien sind solche Bilder völlig alltäglich. Es gibt wichtigeres im Leben. Im überigen kann man über Entlastung der Rentenkassen und Steuereinnahmen durchaus geteilter Meinung sein, wenn man die Kosten für die Behandlung von Krebspatienten, egal ob durch passives -oder aktives Rauchen hervorgerufen, da gegenrechnet. Mir schmeckt das Essen im Restaurant jetzt jedenfalls besser.

    Das Bild ist aber gut gemacht.

    lg Ralf
  • † Ute Allendoerfer 15. März 2008, 23:23

    jo, so kann man es auch sehen. Geschmunzelt habe ich beim lesen, gestaunt habe ich bei einer Bahnfahrt über mich selber. Aber das sollte ich dann besser nicht in der Öffentlichkeit schreiben. LG Ute
    Zum Bild, jedenfalls trefflich erwischt.
  • Klaus Baum 15. März 2008, 22:44

    hier fehlt noch eine anmerkung. als ich so gegen 20 uhr auf dem heimweg an einem restaurant vorbeikam, standen dort davor eine gruppe von frauen, die sich angeregt unterhielten und rauchten. und ich dachte mir, wie fördert doch das rauchverbot in kneipen die gesellige kommunikation. :--))