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Wildlife ganz entspannt ;-)

Wildlife ganz entspannt ;-)

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Andreas Fritz


Free Mitglied, Lübeck

Wildlife ganz entspannt ;-)

Ich bin um 4 Uhr früh aufgestanden, um noch im Dunklen vor Ort zu sein. Hasen sind sind nämlich in der Dämmerung am aktivsten. Später am Tag sind sie nur schwer zu erwischen, da sie sich vor ihren Fressfeiden verstecken.

Nachdem ich schon mehrfach erfolglos mit dem Tarnzelt mein Glück versucht hatte, hoffte ich dieses mal auf eine Erfolg.
Ich wusste, dass die Hasen an dieser Stelle anzutreffen waren.
Also baute ich im dunkeln mein Zelt auf, und wartete. Die erste Stunde verging, ohne das etwas passierte.
Langsam ging die Sonne in meinem Rücken auf, und tauchte die Wiese in goldenes Licht. Aber es kamen keine Hasen.
Nach einer weiteren halben Stunde entdeckte ich hinter mir (!) einen Hasen im vollen Gegenlicht. Das sah zwar gut aus, mit dem Tau und den Pusteblumen, aber ich musste das Zelt umdrehen. Als ich anfing, den Hocker und das Stativ zu bewegen, und auch das Zelt schon halb gedreht war, hoppelte der Hase weg. Nicht aus Angst, sondern ganz gemütlich. Enttäuscht drehte ich mich wieder zurück.
Nach 2 Stunden hatte ich genug. Normalerweise sind die Hasen um diese Zeit schon da gewesen. Sollte ich das Zelt so dumm aufgestellt haben, dass er gar nicht erst aus dem Wald kommt? Noch eine viertel Stunde! Soviel Zeit gebe ich ihm noch. Ich wollte doch nicht das beste Licht verpassen, wenn die Hasen woanders sind. Zur Not könnte ich ja auch die Rehe aufsuchen. So langsam wuchsen in mir die Zweifel, ob das mit Tarnzelt so eine gute Idee war...

Nichts.

Ich beschloss, das Zelt zu verlassen, und auf der Wiese nebenan nachzusehen. Ich öffnete den Reisverschluss, und wuchtete mich aus dem Zelt heraus. Keine einfache Übung, angesichts der kleinen Öffnung ;-)
Erstmal strecken...
Mitten in der Bewegung hielt ich inne:

Der Hase kam genau in dem Moment aus dem Wald gehoppelt, als ich das Zelt verlassen hatte!

Ist das nicht verrückt?
Also schnell wieder in Zelt, und den Hasen angepeilt. Die Tür ließ ich offen. Dafür war jetzt keine Zeit! Er kam direkt auf mich zu! Sollte sich das Zelt doch noch bezahlt machen?
Es sollte. Immer näher kam der Hase heran, ohne dass er mich zu bemerken schien. Anfangs hatte ich noch den 1,4x Konverter am 300er, später habe ich ihn das abgenommen. Auch dieses Bild ist ohne entstanden. Übrigens ist mir jetzt klar, warum das 2,8/300er als eines der schärfsten Objektive von Canon gilt. Es ist ein Genuss, sich die Originaldateien in 100% Darstellung zu betrachten! Ausserdem ist das Bokeh wirklich gut. Dieses Bild ist bei Offenblende und ISO 100 entstanden. 1/1600s kam dabei heraus.
Nach einer viertel Stunde gemütlichen Fressens, hoppelte er weiter. Er schien mich die ganze Zeit nicht bemerkt zu haben. Ein tolles Erlebnis!

Ach so: Original Farben, original Beschnitt!
- Fortsetzung folgt -

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