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Wien und der Tod Teil 7

Wien und der Tod Teil 7

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Sam Vincent


Free Mitglied, Wien

Wien und der Tod Teil 7

Der Tod im Wienerlied

Der Tod ist in Wien allgegenwärtig. Interessanterweise gerade dort, wo man ihn am wenigsten erwartet. Er tritt etwa auf, wenn beim Heurigen die Wellen der Gemütlichkeit und Weinseligkeit am höchsten schlagen. Nicht grausam, nicht furchterregend, sondern als geradezu selbstverständliche Tatsache, als Freund. Das war immer so und wird wohl auch immer so bleiben. „Erst wann’s aus wird sein, mit aner Musi und an Wein...“ ist eine Erinnerung an den Tod, die sich singt wie geschmiert. An diese Tradition knüpfen auch moderne Heurigenmusiker wie Neuwirths Extremschrammeln an. Und meinen es nicht wie im scherzhaft gemeinten „Verkauft’s mei G’wand, i fahr in Himmel“, aber durchaus im Sinn des Fiakerlieds: „Und kummt’s amol zum O’fahrn, und wir i dann begrab’n, dann spannt’s ma meine Rapp’n ein und führt’s mi übern Grab’n...“
So beweist der Wiener, dass er auch im Tod Stil hat. Nicht umsonst heißt es:
Der Kenner stirbt im Mai.

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