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Warum so nachdenklich?

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Warum so nachdenklich?

Gorillachef - festgehalten im Leipziger Zoo.

Die Verbreitungsgebiete in Afrika, des Westlichen und der Östlichen Gorillas sind heute fast 900 km voneinander entfernt. Dies kam vermutlich dadurch zustande, dass ein ehemals zusammenhängendes Gebiet irgendwann gespalten wurde, wahrscheinlich während der Eiszeiten, als der Regenwald durch Klimaveränderungen auf kleine Flächen zurückgedrängt wurde. Die Savanne, die sich dazwischen ausbreitete, kam für Gorillas als Lebensraum nicht in Frage. Später, als sich der Regenwald wieder über die gesamten Tropen Afrikas ausbreitete, konnten die Gorillas nur noch bis zu den heutigen Flüssen Ubangi und Kongo vordringen.
Da die Westlichen und Östlichen Gorillas schon seit langer Zeit getrennt sind, haben sie sich getrennt weiter entwickelt. Sie unterscheiden sich heute sowohl äußerlich als auch in ihren Erbanlagen deutlich voneinander.
Im westlichen Bereich leben nach jüngsten Schätzungen noch etwa 100 000, im östlichen eventuell nur noch ca. 3000 Tiere. Die letzteren sind stark bedroht, deshalb bemüht sich die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe besonders um den Schutz dieser Gorillas.

Handys sammeln hilft den Gorillas!

Kleine, praktische Handys mit vielen Funktionen brauchen leistungsstarke elektronische Bauelemente. Diese enthalten das Element Tantal, einen Stoff, der aus dem Erz Coltan gewonnen wird. Coltan wird unter anderem im Ost-Kongo geschürft, mitten im Lebensraum der Grauergorillas. So hängt die zunehmende Nachfrage nach Handys hier in Europa direkt mit der Bedrohung dieser Gorillas zusammen.
Die meisten Menschen haben keine Ahnung, dass es den Gorillas schadet, wenn man immer wieder neue Handy-Modelle anschafft. Die Anbieter stimuliert ihre Kunden auch dazu: Schließt man einen Vertrag ab, erhält man gratis ein neues Handy dazu. So kommt es, dass etwa in den Niederlanden bereits zweimal so viele Mobiltelefone im Umlauf sind, wie es dort Einwohner gibt. Viele davon werden allerdings gar nicht wirklich benutzt, sondern führen ein Schattendarsein in der Küchenschublade oder dem Nachtkästchen... Schade, denn Handys können recycelt werden!
Der niederländische Affenpark Apenheul ist stolz auf seine große, sozial gut funktionierende Gorillagruppe. Wir sehen unsere Tiere als Botschafter ihrer Artgenossen in der Natur, und das Informieren der Besucher über die Tiere und über Naturschutz gehören zu den Hautpaufgaben des Parks. Viermal täglich erzählen die Gorilla-Pfleger während der Fütterungen von den Gorillas in Apenheul und ihrer Pflege, aber natürlich auch von den Problemen, mit denen wilde Gorillas zu kämpfen haben. Oft ist es für Zoos nicht einfach, den Besuchern Hinweise zu geben, wie sie sich bei Problemen, die weit weg liegen, engagieren können. Natürlich kann man um Geldspenden bitten - aber sehr wichtig ist es auch, einen direkten Bezug zwischen unserem Konsumverhalten und Naturschutzaspekten herzustellen.
In der Saison 2006 berichten wir bei den Gorilla-Fütterungen über die Coltan-Problematik. Mit einem kleinen Film werden die desaströsen Folgen des Abbaus im Kongo oft noch zusätzlich unterstrichen. Und wir sammeln alte, nicht mehr gebrauchte Mobiltelefone. Apenheul hat Kontakt zu mehreren Wiederverwertungsfirmen aufgenommen. Leider kennen wir keine Betriebe, die das Coltan selbst aufarbeiten können; stattdessen werden die Handys auf Gebrauchsfähigkeit getestet, gegebenenfalls repariert und second-hand weiterverkauft. Der größte Wachstumsmarkt für Handys liegt seit Jahren in Osteuropa und Afrika, wo das Festnetz oft sehr unzureichend ist. Dort kann ein ausgedientes Handy ein zweites Leben beginnen. Dadurch müssen weniger neue Handys produziert werden, und die Coltan-Nachfrage wird - zumindest ein kleines bisschen - eingedämmt.
Ein guter Nebeneffekt ist, dass die Wiederverwertungsbetriebe uns ca. 3,50 Euro pro Handy zukommen lassen. Dieses Geld geht an Apenheuls Naturschutzfonds APCT (Apenheul Primate Conservation Trust), der Naturschutzprojekte für Affen in den Tropen unterstützt.

Constanze Melicharek
Apenheul
P.O. Box 97
7313 HK Apeldoorn
Niederlande

Wenn Sie auch alte, ungebrauchte Handys haben, spenden Sie sie doch für diese Aktion! Innerhalb von Deutschland können Sie Porto sparen, indem Sie die Geräte an Iris Weiche schicken, die dann alle eingegangenen Handys in Apenheul abgeben wird. Ihre Adresse:

Iris Weiche
Am Weilersbach 26
72070 Tübingen
I.Weiche@t-online.de

Text aus der Homepage:
http://www.berggorilla.de/deutsch/frame.html
Alle Fotos aus dem Zoo:
http://horst-zwerenz.magix.net/meine-alben/!/oa/2994295/

Kameramodell Canon EOS 400D DIGITAL
Aufnahmedatum/-zeit 22.04.2007 16:39:47
Aufnahmemodus Verschlusszeitenautomatik
Tv (Verschlusszeit) 1/320
Av (Blendenzahl) 5.0
Messmodus Mehrfeldmessung
Belichtungskorrektur 0
Digitale Belichtungskorrektur +0.4
Filmempfindlichkeit (ISO) 400
Objektiv EF100-400mm f/4.5-5.6L IS USM
Brennweite 190.0 mm
Bildqualität Superfein

Kommentare 28

  • Zwecke 6. November 2007, 20:26

    @an alle: herzlichen dank für eure netten anmerkungen.

    @marco: recht haste.
    @norbert: dein boss sieht aber auch alles andere aus als gemüdlich :-) tolle aufnahme.
    @sabrina: du kennst gorgo besser als ich, man sieht deinen bildern die tieliebe an :-)
    @stefan: ich versuche es, drei handys habe ich schon geopfert.:-)
    @jörg: das ist ein guter entschluss.
    für mein erstes handy habe ich noch 375 dm bezahlt und habe es 7 jahre behalten.
    @annelie: der text ist nicht von mir:-)

    lg horst
  • Winfried Mossa 4. November 2007, 19:52

    Ein Text den sich die Handyfanatiker gut durchlesen sollten.
    Den grimmigen Herren hast Du sehr gut portraitiert.
    LG Winfried
  • Annelie S. 4. November 2007, 11:57

    Ein eindrucksvolles Gorillabild und eine Bildunterschrift mit tieferer Bedeutung, die sich erschließt nach der Lektüre deines informativen und aufrüttelnden Textes.
    VG
    Annelie
  • Hanne L. 3. November 2007, 20:00

    Sehr ausdrucksstarkes Portrait. Was mag er denken ...
    Liebe Grüße an euch, Hanne
  • Udo Christmann 3. November 2007, 17:49

    Gutes Bild mit sehr interessanten Textbeitrag.
    lg Udo
  • Kees Koomans 3. November 2007, 14:33

    beeindruckend!
    gruss Kees
  • Helmut Johann Paseka 3. November 2007, 13:46

    . . ihm ist offensichtlich klar geworden . .dass er einmal ein Mensch sein wird . . und wenn das kein Grund ist . . nachdenklich zu sein . .
    ;-))
    LG Helmut
  • Hans-Peter Möller 3. November 2007, 12:47

    Vielleicht hält er auch nur Mittagsschlaf. Danke für die vielen Infos.
    Grüße aus Berlin
  • Gera E.Berg 3. November 2007, 11:09


    Ich mag die Tiere und dein Bild auch.
    Dir noch ein schönes Wochenende.

    LG Gera
  • Ilse Jentzsch 3. November 2007, 10:52

    Ich habe bisher immer alle alten Handys gespendet, nun weiß ich, daß ich damit sogar Gutes getan habe.
    Dein Portrait unseres nahen Verwandten ist in gewohnt guter Qualität!
    LG Ilse
  • Rainer Switala 3. November 2007, 9:20

    sehr interessant und lehrreich deine info
    stimmt nachdenklich schaut er in die welt
    gut getroffen
    gruß rainer
  • Trautel R. 3. November 2007, 8:46

    lange habe auch ich dort gestanden und den gorilla-boss betrachtet und festgehalten. ich müsste mal wieder auf der festplatte nach den leipziger zoomotiven suchen ... oder auch nicht, sehnsucht nach meinem lieblingszoo kommt dann auf.
    sehr interessant deine information. da habe ich für montag sogleich einen auftrag für dich, denn bei uns schlummern auch so einige handies in der schublade.
    lg trautel
  • Günter Mahrenholz 3. November 2007, 8:20

    Schöne Aufnahme und sehr beachtenswerte Informationen.

    VG Günter
  • Walter Trommet 3. November 2007, 1:44

    Super Aufnahme:-)
    mfg.Walter
  • Peter Smiarowski 3. November 2007, 0:06

    ein sehr sympatischer Kerl.
    lg Peter