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Michaels Fotowelt


Pro Mitglied, Eschweiler

Villa Gentzrode

1840 wurde das Wustrauer Luch erstanden und Gentzrode gegründet. 1855 erwarb der Tuchmacher, Kaufmann und Torfstichbesitzer Johann Christian Gentz (* 26. Juli 1794; † 4. Oktober 1867) die „Kahlen Berge“ nördlich der Kernstadt von Neuruppin. Dort baute er zusammen mit seinem Sohn Ludwig Alexander Gentz (* 14. April 1826; † 31. Dezember 1888) einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb auf.

Der Kornspeicher in Gentzrode wurde 1861 nach Entwürfen von Carl von Diebitsch erbaut.

Nach dem Umzug der Familie auf das Gut plante Alexander Gentz eine komplette Umgestaltung: einen Park mit Schloss und ein Mausoleum.

Das Herrenhaus in Gentzrode wurde 1876/77 nach Entwürfen von Martin Gropius und Heino Schmieden im Stil des orientalisierenden Historismus erbaut. Der Park wurde von Gustav Meyer gestaltet.

Dass die Baukosten die von Gentz veranschlagten erheblich überstiegen, trug zum Ruin der Firma Johann Christian Gentz bei. Sie ging 1880 in Konkurs.

1898-1934

Gentzrode wurde 1898 für rund 1/5 der Bausumme an die Herren Albert Ebell und Oberamtmann Troll verkauft, die aber wohl nie die Absicht hatten, das Gut längerfristig zu nutzen. Sie verkauften das Inventar und nach nur zehn Monaten im Juli 1882 auch das Gut selber.

Neuer Eigentümer wurde A. Wernicke, Maschinenfabikant – insbesondere für Zuckerfabriken – aus Halle, der dort vermutlich Zuckerrüben anbauen wollte. Die schlechte Bodenqualität ließ ihn diesen Plan aber schnell aufgeben. Nach nur fünf Jahren tauschte er es gegen das in Posen gelegene Gut Konooko ein.

Dadurch wurde Paul Hoepffner neuer Eigentümer, der es wiederum nach nur gut einem Jahr im Juni 1888 an den früheren bremischen Konsul in Argentinien, F. W. Nordenholz veräußerte.

1934 - heute

1934 kam das Gelände in den Besitz der Wehrmacht und wurde als Schießplatz und Munitionslager genutzt, 1945 übernahm es die Rote Armee, die diverse Gebäude hinzufügte und das Anwesen bis 1992 nutzte. Zwischen den inzwischen denkmalgeschützten Häusern entstanden ein Kino, zwei Plattenbauten, zwei Kasernen, ein Heizhaus, eine Kindertagesstätte, eine Sauna und ein Lebensmittelladen für bis zu 5.000 Menschen.

Nach dem Abzug der Roten Armee verfielen die Gebäude zunächst, bevor Hans-Werner Angendohr, Unternehmer aus Werder, die komplette Liegenschaft mit rund 500 Hektar[1] Land kaufte. Den Plan, hier ein Hotel zu errichten, gaben Angendohr und sein Partner Gert Friedrich von Preußen aufgrund der Hoteldichte um Neuruppin wieder auf.

Es bestehen Planungen, das Gutshaus für Ausstellungen und Veranstaltungen zu nutzen und auf dem Gelände eine Ferienanlage zu errichten. Allerdings ist seit dem Erwerb im Jahr 2000 durch die Eigentümer keinerlei bauliche Erhaltungsmaßnahme vorgenommen worden, so dass die Gebäude sich in einem ruinösen Zustand befinden. Um das Baudenkmal vor dem vollständigen Verfall zu retten, wurde die Untere Denkmalschutzbehörde von Bürgern und Vereinen im Jahr 2008 aufgefordert, gemäß dem Brandenburgischen Denkmalschutzgesetz tätig zu werden.

Quelle : Wiki

Auf Fototour im Osten mit Hupfdohle

Kommentare 6

  • Herbert Talinski 12. Februar 2009, 15:52

    Historisches gut in Scene gesetzt und mit Wissenswertem gepaart, so kann man den Sinn von Fotografie auch sehen!
    Sehr gelungen Deine Bilder, werde noch öfters bei Dir verweilen und vielleicht sogar nacheifern, wobei der Schwerpunkt bei mir auf Fotografie liegt und nicht in der Bearbeitung.
    Schöne Grüße
    Herbert
  • Hupfdohle 9. Februar 2009, 19:26

    coole bea, transportiert am besten die Stimmung rüber
    ;-*
  • Norbert Gericke 9. Februar 2009, 17:12

    hallo michael,
    interessantes foto und die info dazu ist genauso interessant.
    liebe grüsse
    norbert
  • J-La 9. Februar 2009, 15:43

    Prima Motiv, wird durch die BEA zum Gemälde.
    Mir gefällt es.
    Gruß Jürgen
  • Agustin Rueda 9. Februar 2009, 14:21

    Una preciosidad.
    Saludos.
  • F.J. Pineda 9. Februar 2009, 11:46

    magnifica imagen color y tratamiento enhorabuena, me la quedo como favorita.
    saludos