Verlassenheit  (mit Gedicht)

Verlassenheit (mit Gedicht)

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Martina I. Müller


Premium (World), Halle(Saale)

Verlassenheit (mit Gedicht)

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Alt, verbraucht, müde und matt,
von allen anderen verlassen,
so hängt am Baum das letzte Blatt
und hat sich in Geduld zu fassen.
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Könnte es denken oder träumen,
es dächte gerne sich zurück,
ins dichte Grün von seinen Bäumen
und in sein erlebtes Glück.
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In gute Aussicht aus den Höhen,
und in das Spielen mit dem Wind,
einsam zeigt das Bild sein Flehen,
während leis der Regen rinnt.
*
Die Jahre sehe ich enteilen,
die Kinder fern, allein fast schon.
Muss ich des Blattes Schicksal teilen,
dann zeigt sich hier mir die Vision.
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Denn die Gesellschaft ist entflochten,
ein jeder jagt dem Seinen nach
und denen, die für ihn gefochten,
gilt kein Gedanke, nur ein ACH.
;-/
************* MM *************

= Solange ICH das wichtigste Wort ist, ist SOZIAL ein Fremdwort =

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