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Was ist neu?
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Gerd Petzold


Pro Mitglied, Islisberg

Vaters Bienen

Nun, auch das ist kein fotografisches Meisterwerk. - Aber ich hatte dann keine rechte Lust mehr, die Ausleuchtung noch zu optimieren (Aufhellblitz), nachdem die Bienen an diesem Tag nicht ganz so gut drauf waren. Das will heißen, sie mochten keinen Fotografen einen halben Meter vor dem Flugloch. Eine von ihnen hat mir das unmissverständlich mitgeteilt: Zuerst ein kurzer Flug um mich herum mit einem besonders lauten Brummen und direkt danach ein kleiner Pieks in mein rechtes Handgelenk.

Nun, was sieht man auf dem Bild, für jemanden, der praktisch nichts über Bienen weiß:

Zunächst kommen da ein paar Bienen nach Hause geflogen, teils mit gelben Packen an den Beinen. Das ist Blütenstaub, welcher wichtig für die Ernährung der Brut ist.
Der Nektar aus den Blüten wird jedoch mit dem Saugrüssel aufgenommen. Der kommt dann in eigene Zellen in der Bienenwaabe. Damit aus dem eher dünnflüssigen Nektar Honig wird, muss das überflüssige Wasser verdunstet werden. Für die nötige Durchlüftung des Baus sorgen Bienen am Eingang. Sie sitzen den ganzen Tag mit dem Kopf in Richtung Bau und schlagen mit den Flügeln. Wenn dann der Honig dickflüssig genug ist, dann werden die Honigzellen der Waabe mit Wachs verdeckelt. In diesem Zustand ist der Nahrungsvorrat konserviert.

Dann gibt es am Eingang des Baus noch Bienen, die als Soldaten tätig sind. Sie beschützen das Volk gegen freche Eindringlinge wie zum Beispiel fremde Bienen oder Wespen. Eine von ihnen hat mich wohl für einen Honigräuber gehalten.

Die Arbeitsteilung zwischen den Bienen ist strikt und hängt von ihrem Alter ab. Was fehlt noch? Es gibt natürlich Bienen, die Waaben bauen und welche, die die Königin pflegen. - Alle diese Bienen sind weibliche Arbeitsbienen!

Neben ihnen gibt es noch genau eine Königin pro Bienenvolk. Sie ist größer, lebt länger und ihre Aufgabe ist es, alle Eier für neue Bienen zu legen. Damit sich aus einem Bienenei eine neue Königin entwickeln kann, wird in der Wabe eine besondere Zelle angefertigt, die Weiselzelle.

Gibt es auch Männchen? Ja, die Drohnen. Sie sind wesentlich größer als die weiblichen Arbeitsbienen und entstehen aus unbefruchteten Bieneneiern. Ihre einzige Aufgabe ist es, die Königin zu begatten, damit sie befruchtete Eier legen kann, aus denen die Arbeitsbienen entstehen. Über den Winter gibt es keine Bienenbrut, da mit der Nahrung gespart werden muss und die Temperaturen zu gering sind. Da die faulen Drohnen dann nur unnütz die Vorräte auffressen, werden sie zum Herbst aus dem Bienenvolk herausgeworfen.

Noch ein Tipp am Rande:
Bienen sind eigentlich sehr friedfertig. Sie stechen nur, wenn sie bedroht oder gequetscht werden oder wenn man sich zu sehr Ihrer Wohnung nähert.
Nie weg rennen, die Bienen sind meist schneller. Insgesamt sind hastige Bewegungen in der Nähe von Bienen möglichst zu vermeiden. Sie provozieren und signalisieren einen Feind.

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