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..und hoch geht´s...

..und hoch geht´s...

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Kai Töpfer


Pro Mitglied, Koblenz

..und hoch geht´s...

....über die Steckleiter zum Einsatzort.

Die Steckleiter ist die bei der Feuerwehr am meisten verwendete Leiter, da sie am dynamischsten eingesetzt werden kann. Je nach Zweck und benötigter Höhe können mehrere Leiterteile ineinander gesteckt werden.

Die Steckleiter ist eine Anstellleiter, d. h. sie benötigt ein feststehendes Objekt, an das sie in einem 65–75° Winkel angelehnt werden kann (z. B. Hauswand, Baum). Es ist auch möglich, sie als Leiterbock zu verwenden, sie darf dann aber nicht bestiegen werden, sondern nur noch z. B. als Schlauchbrücke verwendet werden. Weiterhin kann ein Leiterteil auch als Behelfstrage oder zur Rettung von im Eis eingebrochenen Personen verwendet werden.

Auf den Feuerwehrfahrzeugen sind zwei oder vier Steckleiterteile untergebracht.

Folgende Längen ergeben sich bei Steckleitern nach Norm (siehe unten):

Leiterlänge /Arbeitshöhe
1 Leiterteil 2,70 m ca. 2,10 m
2 Leiterteile 4,60 m ca. 3,70 m
3 Leiterteile 6,50 m ca. 5,00 m
4 Leiterteile 8,40 m ca. 7,20 m

So kann mit 4 Leiterteilen das 2. OG erreicht werden.

Die Differenz zwischen der Leiterlänge mehrerer Teile und der Summe der Länge der Einzelteile ergibt sich aus der Überschneidung der Teile beim Zusammenstecken. Dabei gilt: 2,70 m + 1,90 m = 4,60 m; 4,60 m + 1,90 m = 6,50 m; 6,50 m + 1,90 m = 8,40 m

Mehr als vier Steckleiterteile dürfen nicht zusammengesteckt werden. Zur Menschenrettung ist in Notfällen auch schon eine fünfteilige Steckleiter eingesetzt worden; dieses liegt jedoch ausschließlich in der Verantwortung des Einsatzleiters (§1 UVV).

Es werden so genannte A-Teile und B-Teile unterschieden: Die A-Teile haben auch am Leiterfuß Sprossen, so dass sie nicht auf ein Leiterteil gesteckt werden können. Ein A-Teil ist also immer das unterste Leiterteil. Bei B-Teilen fehlen die untersten drei Sprossen, dadurch kann ein weiteres Teil angesteckt werden. Eine Zeit lang war es üblich, statt eines A-Teils ein B-Teil zu verwenden, in das ein kurzes Stück mit drei Sprossen eingesteckt wurde. Nach einigen Unfällen ist man davon wieder abgekommen. Außerdem gibt es noch ein Verbindungsteil, um zwei Leiterteile zu einer so genannten Bockleiter zu verbinden, dann darf die Leiter aber nicht mehr bestiegen werden (siehe oben).

Den Halt beim Zusammenstecken erhält die Leiter durch Verbindungen aus Stahlblech, die innen bzw. außen an den Holmen befestigt sind, die die Enden des jeweils anderen Leiterendes fest aufnehmen. Zusätzlich werden die zusammengesteckten Teile mittels eines Federbolzens verriegelt.

Steckleitern gibt es aus Leichtmetall oder Holz. Die Holme der hölzernen Steckleiter bestehen aus Fichten-, Kiefern- oder Lärchenholz, die Sprossen, die in den Holmen verleimt sind, werden aus Esche gefertigt. Zusätzliche Stabilität erhält die Steckleiter durch zusätzliche Sprossenanker.

Im Einsatz wird die Steckleiter im Regelfall von drei oder vier Feuerwehrleuten vorgenommen.


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Canon 1D Mark II,EF 35-350 L USM
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http://www.kt-einsatzfotografie.de

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