unbeschreiblicher Duft

unbeschreiblicher Duft

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Ellen1


kostenloses Benutzerkonto, Schwäbisch Gmünd

unbeschreiblicher Duft

Das Veilchen


Ein Veilchen auf der Wiese stand
Gebückt in sich und unbekannt;
Es war ein herzig's Veilchen.
Da kam eine junge Schäferin,
Mit leichtem Schritt und munterm Sinn,
Daher, daher,
Die Wiese her, und sang.

"Ach!" denkt das Veilchen, "wär' ich nur
Die schönste Blume der Natur,
Ach, nur ein kleines Weilchen,
Bis mich das Liebchen abgepflückt
Und an dem Busen matt gedrückt!
Ach nur, ach nur
Ein Viertelstündchen lang!"

Ach! aber ach! das Mädchen kam
Und nicht in acht das Veilchen nahm,
Ertrat das arme Veilchen.
Es sank und starb und freut' sich noch:
"Und sterb' ich denn, so sterb' ich doch
Durch sie, durch sie,
Zu ihren Füßen doch."

Kommentare 1

  • Angelika El. 28. März 2016, 0:52


    Sooo schön, diese Märzveilchen und das Licht und die Spiegelung sind wunderbar - ebenso Deine gelungene Bearbeitung!

    LG! a.

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Ordner Blumen/ Pflanzen
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Exif

Kamera X-E1
Objektiv XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS
Blende 2.8
Belichtungszeit 1/12
Brennweite 18.0 mm
ISO 200