Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Über ein Taubenpaar unter dem Dach an einem Wintermorgen. Ein Triptychon

Über ein Taubenpaar unter dem Dach an einem Wintermorgen. Ein Triptychon

1.014 65

Über ein Taubenpaar unter dem Dach an einem Wintermorgen. Ein Triptychon

Jena, Dezember, 2014

Es war einmal ... ein Taubenpaar! Das lebte in einer altehrwürdigen Stadt unter dem Dach eines Hotels, in dem nicht nur ein schwarzer Bär sein Unwesen getrieben haben soll, sondern das einst - neben anderen honorigen Gästen - auch einen Herrn namens Junker Jörg beherbergte. Viele Jahrhunderte mag das inzwischen her sein. Der Großvater des Täuberichs, der zuvor hier lebte, und davor dessen Großvater und wiederum dessen Großvater usw., erzählte zu Lebzeiten gern aus der alten Zeit. Das Zimmer zum Hof muss dabei immer eine besondere Bedeutung gehabt haben. Es wird ihm nachgesagt, dass es darin spuke. Nie wird das Licht gelöscht und oft dringen eigenartige Geräusche nach außen.
Frau Täuberich hielt es nun vor lauter Neugier nicht mehr aus. Unter Aufbringung all ihres weiblichen Mutes schwang sie sich in einer dunklen Nacht - so leise sie konnte -, auf den Fenstersims - IHR MANN WOLLTE SIE NOCH DAVON ABBRINGEN - und schaute an einer Ecke vorsichtig zum Fenster hinein. Was ist ...?!?? Der Anblick ließ ihr fast das Gefieder erstarren. Sie konnte sich gerade noch fangen, um nicht abzustürzen, und flatterte kläglich und mit letzter Kraft zum Nest hinauf. Seither sitzt sie da, völlig verstört, vor lauter Angst nicht an sich halten könnend, und gurrt hin und wieder unverständliche Laute vor sich hin. Sie scheint verrückt geworden zu sein!

Ich war gerade in diesem Hotel! Dienstreise! Ich hatte das Nachbarzimmer ...

;-))
________________________________________________________________________________________________

http://www.symbolonline.de/index.php?title=Taube

Kommentare 65

  • erich w. 5. März 2015, 12:49

    dank des links weiß ichnun auch von der tiefenpsychologischen bedeutung der taube...
    und kann ihre bestürzung verstehen.
    lg. e.
  • Kerstin Stolzenburg 15. Februar 2015, 18:59

    @Michael: Ich glaube auch, dass es ganz oft so ist.
    Bei diesem Bild bin ich mir aber, was den Zufall angeht, nicht so sicher. Ich habe bei der Bearbeitung einmal nachgemessen: allein das Triptychon entstand, ohne beim Fotografieren darüber nachzudenken, haarscharf in dieser Einstellung. Das musste an dem Tag und an diesem Ort wohl so sein. ;-))
    LG. Kerstin
  • Kerstin Stolzenburg 15. Februar 2015, 18:53

    @Trude: Liebe Trude, leider muss ich gestehen, dass ich viel zu wenig weiß über Luthers Aufenthalte in Jena und die Übernachtungen ausgerechnet in diesem Hotel (Habe dort aber auch keine Hinweise darauf gefunden. Als Hoteleigentümer hätte ich schon längst DAS Lutherzimmer eingerichtet! ;-)). Das ist auch mal so eine Wissensbaustelle, die bearbeitet werden müsste ... :-).
    Zur Täuberin kann ich nichts sagen; habe sie seither nicht mehr besuchen können. ;-)
    Aber auf der Wartburg leben nur weiße Tauben:
    Phoenix
    Phoenix
    Kerstin Stolzenburg
    Danke Dir! :-)

    LG. Kerstin
  • Michael Zartner 13. Februar 2015, 21:04

    manchmal fallen einem solche Bilder einfach in den Schoß. Die besten Bilder sind dann wohl die, mit denen man nicht rechnet. Naja, ganz so einfach ist es dann aber auch nicht. Man muss solche Bilder ja auch sehen können. Und man muss zufällig seine Kamera dabei haben ;-)
    Sehr gut!

    Lg Michael
  • Trude S. 28. Januar 2015, 19:59

    Mir fällt sofort in der Geschichte der Junker Jörg auf und das hat mich dann ganz besonders beschäftigt.
    Möglicherweise stand er seinerzeit schon dort unter Beobachtung und war der Grund für heimliche bis unheimliche Umtriebe der Konservativen die sich in anderen Zimmern mit bösen Absichten beschäftigten.
    Immerhin ist ihm dort nichts geschehen, gottlob !! :-))
    Und die verschreckte Täuberin wird sich auch wieder erholt haben, die Braven und Harmlosen überleben lt. TV doch immer !!! In diesem Fall ist sie irgendwann Richtung Wartburg aufgebrochen.
    Ein toll passendes Foto hast Du der Geschichte verpasst, ich hatte Spaß daran :-)
    LG Trude

  • Kerstin Stolzenburg 21. Januar 2015, 13:59

    @Gert: Genau! ;-) Klingt ja süß! ;-))
    Gruß. Kerstin
  • Gert Rehn 21. Januar 2015, 13:53



    noch was: Taubenpärchen auf sächsisch: Daumbärchen ;-)

    Lg Gert
  • Kerstin Stolzenburg 21. Januar 2015, 8:33

    @Gert: Lieber Gert, hab vielen Dank! Habe es berichtigt. Zuviel 'Ich' sollte nicht sein! ;-))
    Hast Recht, wenn man immer griesgrämig herumläuft, wenn etwas nicht so ist, wie man es sich vorstellt, schadet man letztlich nur sich selbst.
    LG. Kerstin
  • Gert Rehn 21. Januar 2015, 7:51

    Bloß gut, dass Du solch poetischen Blick hast und Dir dies Märchen einfällt. So kommt man besser durchs Leben. Ansonsten kann man sich in bestimmten Hotels vor lauter Tristesse erschießen, was auch gemacht wird.
    Bitte dies korrigieren, liebe Kerstin: "Ich war gerade ich in diesem Hotel! ". ;-)
    LG Gert
  • Kerstin Stolzenburg 19. Januar 2015, 11:27

    @Hanne! ;-)) Na ja, sieht doch ziemlich trüb aus ...
    Sonntag: Am Schreibtisch! ;-))
    LG. Kerstin
  • Kerstin Stolzenburg 19. Januar 2015, 11:24

    @Arnold: Danke! Die Lichtgestaltung hatte ich dem Gast im Nachbarzimmer zu verdanken! Ich hatte da eigentlich gar keinen Einfluss. ;-)
    Gruß. Kerstin
  • Hanne L. 18. Januar 2015, 17:28

    :-)) ich bin gespannt ...
    Genieße den Sonntag!
    Herzliche Grüße, Hanne
  • Arnold. Meyer 18. Januar 2015, 12:46

    spannende Bildgestaltung und sehr gute Lichtgestaltung.
    lg Arnold
  • Kerstin Stolzenburg 18. Januar 2015, 8:49

    @-ansichtssache-: Danny, ganz herzlichen Dank! Man kann ja selber gar nicht so recht einschätzen, wie das amateurhafte Geschreibe ankommt. ;-) Aber Du hast ganz Recht, das Bild könnte gut auch ohne eine dazugedichtete Geschichte auskommen; es erzählt selbst genug ... Die Sache mit dem Happy-End verhält sich vielleicht so wie die Sache mit dem Glück. Das 'große' Glück gibt es vermutlich ebensowenig wie 'das' Happy-End! Aber es gibt viele kleine Glücksmomente - wie vielleicht viele kleine Happy-Ends. Und die muss man als solche sehen und annehmen, um glücklich zu sein.
    LG. Kerstin
  • -ansichtssache- 16. Januar 2015, 11:18

    das Leben kennt oftmals kein Happy-End......und deine Geschichte ist fesselnd, faszinierend und lässt einem einen leichten Schauer über den Rücken laufen.
    Aber auch ohne die Geschichte hat die Dreiteilung etwas, mit Betriebsamkeit links, grauer Ödnis in der Mitte und geheimnisvollem Licht rechts. Das Leben kennt viele Facetten.....
    lg Danny

Informationen

Sektion
Ordner Philosophie
Views 1.014
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Exif

Kamera FinePix S5000
Objektiv ---
Blende 4
Belichtungszeit 1/320
Brennweite 9.4 mm
ISO 160

Öffentliche Favoriten