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Tür

http://www.fotocommunity.de/blog/agora-bilddiskussion-intensiv

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Kommentare 56

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 3. Juli 2019, 11:01

    Hallo zusammen!
    benjabt. bedankt sich für die angeregte Diskussion!

    Agora geht nun erst einmal in die Sommerpause.
    Wir wünschen allen einen tollen Sommer und eine gute Zeit!
    LG!
    das Agora-Team!
  • Wolf Schroedax 2. Juli 2019, 21:39

    Ich glaube, der Redakteur hat eine Auszeit genommen, weil er das Buch >Für eine Philosophie der Fotografie< von Vilém Flusser in die Hand gekriegt hat, wozu ich ihm nur gratulieren kann... Denn ein bisschen mehr "Materialogie" und ein bisschen weniger Ontologie täte der Diskussion schon gut ....
  • elstp 1. Juli 2019, 13:41

    Ich glaube, unser Agora-Redakteur ist um diese Zeit im Urlaub. Des einen Freud ist des anderen Leid. Gedulden wir uns also. Gruß LILO
  • twelve_pictures 1. Juli 2019, 8:09

    Da mir AGORA die Zeit gibt, will ich noch einen anderen Gedanken und die Runde werfen.

    Was Frau Dr. Mettner anmerkt, hat seine Daseinsberechtigung, ist aber nicht in jedem Fall richtig sondern eher von ihrem Geschäftsinteresse geprägt. Sie will ihre Bücher und ihre Workshops verkaufen. 

    Wer sagt, dass Fotografen planlos mit der Kamera umherlaufen. Die FC bietet mir als User die Möglichkeiten, Bilder einzustellen, aber kaum die Möglichkeiten Projekte zu besprechen. Deshalb halte ich diese These hier an dieser Stelle zumindest für gewagt.

    Natürlich werden die Bilder, die wir machen, zunächst von Bildern im Kopf geprägt. Ganz besonders ist das der Fall, bei Fotografen, die ihr Ziel darin sehen, die Realität schön bunt und schön scharf wiederzugeben und sich am technisch einwandfreien Ergebnis orientieren und erfreuen. Da entstehen oft Bilder, die tausende andere an diesem Ort schon gemacht haben. Ich behaupte, dass das die Masse hier in der FC ist.

    Erst wenn ich es schaffe, Realität so aufzunehmen und von den „Bildern in meinem Kopf“ zu separieren, entsteht Kreativität und das besondere Bild.
    Von solchen Fotografen gibt es hier in der FC auch einige.

    Die zweite Seite einer Medaille ist aber der Bildbetrachter und der Bildkritiker. Auch er hat Bilder im Kopf, die ihn daran hindern, das Anliegen von künstlerisch-kreativen Fotografen zu erkennen. Bestes Beispiel hierfür ist das Voting der FC aber auch die Diskussion hier in der AGORA.

    Mittlerweile hat sich ja so etwas wie ein „harter Kern“ derer herausgebildet, die die Diskussion hier belebe.

    Schaue ich aber in deren Portfolio - meines eingeschlossen - sind Anspruch und eigene Realität auch nicht immer deckungsgleich aber zumindest häufig von bekannten Klischees (Bilder im Kopf) beeinflusst.
    • kmh 1. Juli 2019, 13:52

      Mach ruhig weiter. Mich stört die Antwort nicht. Ich mag es, wenn sich jemand so schön offenbart.
      vG Markus
    • elstp 1. Juli 2019, 17:19

      "Bessere Bilder ergeben bessere Diskussionen." Da bin ich anderer Ansicht:
      Die Kreativität, also etwas auf eine andere als die übliche Weise auszudrücken, oder besser auszudrücken zu versuchen, ist ein Schritt aus dem Vertrauten heraus. Das verlangt sowohl vom Schaffenden als auch vom Betrachter, etwas Neues auf seine Verwendbarkeit zu prüfen, und das ist nicht immer leicht, und vor allem, es gelingt auch nicht immer sofort. 
      Es ergibt sich daraus die Möglichkeit, mittels einer Diskussion zu einem besseren Bild zu kommen.

      Im übrigen nehme ich die Flut von Standard-Bildern sehr gerne in Kauf, ich persönlich sowieso, aber ich meine, nicht jeder möchte herausragen, aber viele möchten sich hier vergleichen, möchten mithalten können. 
      Das soll mit anderen Worten sagen, dass hier AUCH sehr tolle Bilder erscheinen!!!

      Gruß LILO
    • Matthias von Schramm 2. Juli 2019, 19:20

      Ich finde, wir sollten es nicht nötig haben auf die Fotos der Mitdiskutanten zu verweisen. Für mich tut dies nichts zur Sache.
    • HF25 2. Juli 2019, 22:16

      12_pictures, danke fuer deinen beitrag. so langsam wirds fuer mich hier interessant. ich ahne, was du mit der leerformel "projekte" meinen koenntest. das interessiert mich. was meinst du damit genau und was vermisst du? vielleicht gibts da schnittmengen mit dem, was ich und vielleicht auch noch andere vermissen und moeglichkeiten, dafuer eine loesung zu finden?    lg horst
  • elstp 22. Juni 2019, 17:54

    Kaum zu glauben, wenn man sich die location aus der Luft ansieht - oder? Was hat dieser Ort mit dem Fotografen gemacht?

    Was P. King NT mit der Luftaufnahme zeigt, bei Sonnenschein allerdings, kann beim Autor durch ein herannahendes Gewitter zu einer Kammer des Schreckens mutieren. 
    Auch das dokumentierende Foto von Gerhard Hucke, das ein Bild von Gebäuderesten zeigt, denen man höchstens unterstellen kann, dass ein restloses Entfernen zu teuer gewesen wäre, oder dass man mit der landschaftlichen Umgestaltung ein Stück Erinnerung an eine frühere Nutzung geschaffen hat, bildet eine Stimmung ab, und es benutzt diesen Ort dazu, der die Möglichkeit zu einem interessanten, gemütlichen Spaziergang zeigt.

    Unserem Bildautor liegt das fern; er nutzt das Licht dieses Tages, und er nutzt vor allem wohl die Möglichkeiten seiner Kamera, um mit seinem Bild seine sehr persönliche Darstellung zu zeigen, und um dem Betrachter dabei eine provokative Aufforderung zu einer Stellungnahme zu präsentieren.
    Er lädt nicht ein, durch die Tür zu gehen, weil er das selbst nicht tun würde. Er will, trotz seiner einführenden ambivalenten Worte, den Betrachter abschrecken. Aber er möchte von uns Betrachtern wissen, ob wir die Tür auch als unpassierbar ansehen sehen, oder was wir so machen würden.
    Er versucht also, sich aus einer eigentlich klaren Situation doch noch einen Ausweg zeigen zu lassen.

    Gruß LILO
  • lokalkolorit 22. Juni 2019, 14:44

    das bild ist durch übertriebene nachbearbeitung entgegen jedem natürlichen lichtverlauf so unzugänglich für mich, dass mich die rohdatei interessieren würde.
    vg von lk
  • felixfoto01 21. Juni 2019, 17:40

    Bilder von verlassenen Orten reizen mich eher selten, und dieses motivierte mich eigentlich gar nicht darüber zu schreiben. So einfallslos empfand ich die Bildgestaltung dieses Fotos. Und dann blitzte der Lichtschein in zweierlei Hinsicht in die Agora, was mich dann motivierte, doch zu schreiben.
    Einerseits die Auseinandersetzung mit dem Ort, den hier manche Kommentatoren hier zeigten, beeindruckt mich. Besonders durch das Bild (von Gerhard Hucke), in dem nicht versucht wurde zusätzliches Drama durch übertriebene Bearbeitung zu erzeugen und damit den Betrachter zu manipulieren - sowie dem Beitrag von Juri Bogenheimer, der Dr. Martina Mettner zitiert - eine sehr geschätzte Kennerin der Fotografie und der Fotografen. Hier mit einem Zeugnis ihrer Kenntnis der Amateurfotografie (mit späterer Beweislegung durch undramatische Bilder durch P. King NT) - wie sehr Frau Dr. Mettner mit ihren Ausführungen Recht hat, zeigte dann der vehemente Versuch dagegen zu argumentieren, der jedoch aus meiner Sicht scheiterte. Suche die Kontrahenten, wenn Du Bestätigung brauchst...
    Die zusätzliche Bearbeitung des Fotos unterstreicht die Worte von Frau Dr. Mettner quasi in rot. Köstlich.
    Jetzt verstehe ich auch, warum mich dieses Bild nicht einlud, darüber zu schreiben.
    • Matthias von Schramm 21. Juni 2019, 18:55

      Die Behauptung, ich würde mich von Frau Mettner angesprochen fühlen, wird durch Wiederholung aber auch nicht wahrer. In der Tat ist der Begriff Amateure dann erst von dem Zitierer ihres Zitats ergänzt worden.
    • Matthias von Schramm 21. Juni 2019, 19:03

      Ich behaupte mal, dass die Behauptung über eine unglaubliche Menge von Marodem eine maßlose Übertreibung ist - verglichen mit sehr vielen anderen nicht maroden Motiven.
    • Juri Bogenheimer 21. Juni 2019, 19:26

      Die anderen nicht maroden Motive kommen genauso so schlecht weg. Auch in der FC ist man doch mittlerweile so weit, das ein perfekt abgelichteter Eisvogel zum Gähnen anregt. Gilt auch für Libelle oder Model im Mohnfeld.
    • felixfoto01 21. Juni 2019, 20:51

      Juri, ja, eine Diskussion findet statt - aber leider nicht über das Bild, sondern über etwas Anderes, u.a. über das Verständnis eines Zitats bzw dessen Interpretation. Ich sehe mich argumentativ auf der Seite Mettners, und ja, bestimmte Motive sind einfach schon sehr oft fotografiert worden, und vor allem in der Art, wie sie bereits bekannt sind. Das ist sogar erklärbar - Simon Roberts, der britische Fotograf von "Motherland", zB, hat in seiner Abschlussarbeit darüber geforscht, wie Menschen fotografieren, nachdem sie Urlaubsprospekte ansahen. - Es ist wenig verwunderbar: die Leute fotografierten ziemlich genau, was sie in den Prospekten sahen. Und auch in der fc ist es zu beobachten, daher ähneln sich so viele Bilder - unabhängig von ihrem Genre. Genau darauf zielt Frau Dr. Mettner ab, und das ist es auch, was dieses Bild darstellt - für mich.
      Die Schwierigkeit ist immer, sich über die Bilder im Kopf hinwegzusetzen. Das gelingt nicht immer, aber manchmal. Und dann schafft man eben etwas, ... seltener gesehenes.
      Über die Bearbeitung eines Bildes zu versuchen, dass ein oft gesehenes Motiv zu einem Besonderen wird, ist aus meiner Sicht die Art, die am häufigsten scheitert. Wie auch bei diesem Bild.
  • Wolf Schroedax 17. Juni 2019, 23:17

    Die Laderampe, von der man blickt,  ist nicht höher als 1 m, schätze ich - kein Geheimnis. Die Fläche, auf die man blickt, ist befestigt, begrünt und durch eine recht neu aussehende (Beton)Kaimauer begrenzt, welche ein massives Geländer trägt. Hier ist spätestens Schluss mit der Verdunklungsfantasie. Über die jenseits der Mauer befindliche Senke (altes Hafenbecken) führt ein Steg. Wieder kein Wagnis. Frage an @PKingNT::: Ist in der Senke noch Wasser oder sind dort Kleingärten ? Liegen da Boote ?  Haben die Türflügel Irgend etwas mit dem Rest eines Fahrstuhls zu tun?
    • elstp 18. Juni 2019, 7:07

      Fahrstuhl ist nicht sehr wahrscheinlich, wenn man die Stahlträger sieht, die aus der Wand herausragen. Laderampe schon eher. 
      Aber auf Hafenbecken komme ich jetzt noch nicht.
    • P. King NT 18. Juni 2019, 16:57

      ich glaube auch eher, dass es eine laderampe war. um sich ein bild von der örtlichkeit zu machen kann man bei google maps "garten der erinnerung" in duisburg suchen. oder hier gucken: https://www.fotocommunity.de/photo/unbenannt-1-p-king-nt/42583697
      ich habe sogar ein bild hier in der fc gesehen, das offenbar genau an derselben stelle gemacht wurde. ich finde es im moment nicht mehr.
      .
      nachtrag: ich hab's wiedergefunden: https://www.fotocommunity.de/photo/ins-gruene-gerhard-hucke/42342111
    • Matthias von Schramm 18. Juni 2019, 17:34

      okay das erklärt aber jetzt einiges von den möglichen Überlegungen des Autors. Dass dieses Gelände den Autor zu diesen Gedanken verführt, ist damit schon ein kleines Stück verständlicher.
    • Wolf Schroedax 19. Juni 2019, 6:43

      Und mir erklärt es, was eigentlich fotographiert worden ist, und dass P.KingNT  mit seinem Hinweis auf die Manipulation von Bildern und durch Bilder recht hat. Und dass ich manche Details falsch gesehen habe auf dem Bild. Rechts ist ein Weg, kein Beton   -  Aber::: Diese Tür trennt kein Innen mehr vom Außen. Ich schätze, sie steht für immer offen... Hindurchzugehen ist weder ein Wagnis noch ein Gewinn. Diesseits und jenseits befindet man sich in derselben Welt. ....
      Eine Tür als Denkmal ihrer selbst ....
  • elstp 17. Juni 2019, 18:23

    Der Autor lädt uns Betrachter ein, zu entscheiden - '...wer nicht wagt, der nicht gewinnt.'
    Das ist ganz schön schräg, wenn man sieht, dass sich hinter dieser weit geöffneten Tür ein Aufzugschacht befindet - aber keine Kabine!

    Wir befinden uns in einem Raum, von dem offenbar nicht mehr viel vorhanden ist, was man am Baumbewuchs im Inneren am oberen Bildrand erkennen kann. Aber immerhin stehen wir in sicherem Abstand zu der Schwelle, die zwar den Blick nach draußen frei gibt, aber nicht erkennbar macht, wie tief der nächste Schritt, der in die Tiefe, führen würde; auch nach oben findet der Blick keine Begrenzung. Die Abmessungen des Fahrstuhlschachts erahnt man an der rechten Seitenwand und an der Türöffnung in der gegenüberliegenden Außenwand. Möglicherweise wurde die tatsächlich mittels Schiebetoren verschlossen.
    Diese Tore sind nicht zu sehen, und es ist auch nicht erkennen, wie tief es von dort aus abwärts geht; nur, dass der Terrainunterschied hier ziemlich groß ist.

    Wo der Betrachter steht, hat auch der Bildautor gestanden, von dieser Seite aus hat er sich dieser Tür genähert. Er müsste   diesen Weg auch wieder zurück gegangen sein, (oder mit enormer Sprungkraft....).

    Meine Antwort auf seine Frage im Einführungstext bezieht sich darauf, worum es sich bei dem dunklen Land handelt, das man sieht: eine Baugrube, die nach dem Abriß des bisherigen Gebäudes noch nicht für weiteres vorbereitet ist, eine Grünfläche, einige nicht näher definierbare Häuser - und ein sauber befestigter Geh- oder Fahrweg.
    Ich würde den Blick, den das Bild erlaubt, daher als Blick zurück ansehen und den Ort der Aufnahme wieder verlassen.

    Gruß LILO
  • Wolf Schroedax 17. Juni 2019, 8:52

    Es ist m.E. eine Ladeluke.  Die Türflügel  hängen oben und unten in Schienen, in denen sie zusammen geschoben werden können, absolut einbruchsicher..  -  Hier gab es keinen Personen- sondern Warenverkehr.  Der Location ein Geheimnis anzudichten ist schon krass. Harry Potter was not here!
  • Juri Bogenheimer 16. Juni 2019, 16:42

    Marode und verfallen, ein klassisches Motiv europäischer Hobbyfotografen. Dazu habe ich einen schönen Satz (oder mehrere) von Dr. Martina Mettner (Quelle: Wie man ein grossartiger Fotograf wird) gelesen:
    "Das Pittoreske ist begrifflich nur das Malerische, meint aber auch das Verfallene - die abblätternde Farbe, das ruinenhafte Bauwerk, die rostende Maschinen. Wo immer etwas vor sich hin vergammelt, ist ein Fotograf nicht weit. Venedig! Kuba! Berlin! Wer nicht weiss was er fotografieren soll, fährt vorzugsweise an Orte, an denen schon Horden anderer Fotografen waren. Und das geht hinsichtlich Venedig, schon seit Jahrzenten so. Es ist bestimmt eine schöne Erfahrung für denjenigen, der es zum ersten mal fotografiert. Aber bitte nicht zeigen!" Zitat Ende.

    So empfinde ich es hier auch. Dem Reiz des maroden erlegen, fotografiert der Autor und denkt sich hinterher (oder vorher) eine Geschichte dazu aus.

    Wie gesagt, sollte man unbedingt mal gemacht haben, um auch diese Erfahrung zu machen. Danach lässt man das Marode liegen und begiebt sich in neue Welten.

    Ich kann mich der Geschichte des Autors nicht anschliessen, möchte ihm aber auch nicht den Spass nehmen.
    • see ...saw... seen 16. Juni 2019, 19:35

      Ich möchte Dir zu diesem Kommentar von Herzen applaudieren!
    • Matthias von Schramm 17. Juni 2019, 9:43

      Ich widerspreche dem, was die Autorin hier schreibt, weil sie sich selbst der Klischees bedient über Gebrauchtes welches nun einmal Spuren der Veränderung aufweist. Fotografiert wird das im Allgemeinen nicht, weil man nicht weiss, was man fotografieren soll, sondern weil nun einmal der Verfall ebenso ein Motiv anbietet, wie das Neue, Glatte, Schöne. Der Fotograf findet sich selbst im Verfall wieder, bzw. sieht in ihm hin und wieder mehr "Wirklichkeit" als in dem, was uns die Werbewelt suggerieren mag. Das zu solchen Bildern dann komische Geschichten erfolgen, angereichert mit den Befindlichkeitsfragen über ein davor und dahinter, empfinde ich allerdings ähnlich.

      Das was ich allerdings dann über den Fotografenerfolg auf Frau Dr. Mettmanns Seite finde, empfinde ich als sehr viel abschreckender.
    • Juri Bogenheimer 17. Juni 2019, 19:28

      Ich bin da nicht Deiner Meinung was die Motivation zum Fotografieren maroder Dinge angeht. Es ist vielmehr eine Einfallslosigkeit solche Bilder zu machen, als eine Auseinandersetzung mit dem Verfall. Deine gute Meinung ehrt Dich und gleichzeitig irrst Du Dich. Die wenigsten Amateure arbeiten an Projekten, bzw. die meisten ziehen mit der Kamera umher. Das kann man natürlich machen, aber was soll dabei rauskommen, wenn man kein Ziel und keinen Plan hat. 

      Bezüglich Frau Dr. Mettmanns Seite, meines Wissens nach ist sie keine Fotografin.
    • Matthias von Schramm 18. Juni 2019, 11:23

      Bezogen auf dieses Bild mag es ja stimmen, dass hier eine recht oberflächliche Betrachtung obliegt. Dies haben ja die Mehrheit der Betrachter inklusive mir auch bestätigt. Auch ist es mit Sicherheit so, dass Projektdenken bei den meisten Amateuren nicht vorhanden ist, ist aber kein Widerspruch dazu, dass die Darstellung Horden von Hobbyfotografen würden sich maroden Dingen widmen einfach nicht stimmt. Vielleicht für Dich kaum vorstellbar, aber es gibt Menschen, die haben einen anderen Plan im Kopf wenn sie losziehen, als irgendwelche fotografischen Parolen über Sinn und Unsinn der Fotografie ansich nachzuquatschen. Du hast Frau Mettmann zitiert, die versucht Intentionen auf den simpelsten gemeinsamen Nenner herunterzubrechen und das ist Scharlatanerie ... deswegen ist kaum anzunehmen das sie komplexe Herangehensweisen versteht ... Deinen schulischen Vorstellungen stehen eben etwas mehr als nur der Irrtum gegenüber ... das ist ein Lernprozess bei dem ich Dir viel Erfolg wünsche.
  • Sag mal Micha 16. Juni 2019, 13:41

    So wie ich das Bild verstehe, ist die Tür symbolisch zu sehen, als Eingang (Aufbruch, Wechsel zu etwas Neuem auf künstlerischem Weg), ein Versuch, sich anderer zeitgenössischer Fotografie zu nähern, ohne diese kopieren zu wollen.
    Die Bildsprache dazu könnte etwas klarer und deutlicher sein, sie scheint noch zu sehr von Selbstzweifeln geprägt, das eigene Innere nach außen darzustellen. Ich weiß, dieser Anspruch ist schwierig, aber für mich sind die genannten Zeichen nachvollziehbar, dazu bekommt man absurde Kommentare, dass man sich schönere Gegenden suchen soll und so weiter, das ist so in "Fotogemeinschaften"... daher würde ich mir die Frage des fotografischen Wegs nicht von einer solchen beantworten lassen.
    Eine geöffnete Tür ist hier auch schon aus einem Fotowettbewerb für Türen mal so einfach willkürlich ausgeschlossen worden, woran zu erkennen war, wer kaputt ist...und wenn das ganze zu sehr an den Künstlernerven nagt, hast Du nicht so viel falsch gemacht.
    Die Entscheidung, was besser ist, fällt nicht in Duisburg oder Hamburg und schon gar nicht in der Agora der Fotocommunity, in der schon einfaches Sehen ein Problem ist.
  • max liet 16. Juni 2019, 8:24

    Finde ich erstaunlich, das hier immer die Rede von einer Tür ist. Ich sehe auf dem Bild keine Tür.  Ich hätte den Bildtitel 'Durchgang' angemessender gefunden.  Jetzt denke ich nicht mehr über das Foto nach, sondern über Bildtitel und ihre Wirkung.
    • elstp 16. Juni 2019, 9:42

      Ich sehe zwei nach innen (für den Betrachter) offenstehende Türflügel, und zwar mit den für Aufzüge charakteristischen Sehschlitzen. 
      Diese Türflügel sind nicht bis zu ihrer Kante zu sehen, das hat möglicherweise die Wirkung, den Betrachter näher an die Türöffnung zu führen. 
      Gruß LILO
  • Matthias von Schramm 15. Juni 2019, 12:57

    Ich hab mal grob den Ort erkundet, den dankenswerter und ortskundiger Weise P. King NT hier wiedererkannt hat. Solche Hafenumgebungen sind düster und man kann diesen Allgemeineindruck auch düster interpretieren, da habe ich grundlegend kein Problem damit, selbst wenn die aufgedrehten Regler mehr von innerer Emotion geleitet werden.

    Nicht gelungen ist für mich die Darstellung des Außen. Sie ist kaum erkennbar. Ihre Andeutungen von Bäumen, Gebäuden, Wegen, Geländern sind auf diesem engen und Kontrast interpretierten Raum ohne Leben. Lediglich Wolken könnten auf durchwachsenes Wetter hindeuten.

    Wir wissen inzwischen, es gibt kein Innen und kein Außen. So hat der Autor zumindest eines hervorgehoben. Ob bewusst oder unbewusst - auch das kann man nicht erkennen. Die Gewächse, dieses Gestrüpp an der Mauer über der Tür korrespondiert mit den Graffitischriftzeichen auf der Wand rechts und auch auf der offenen Tür. Davon sieht man aber links leider zu wenig. Ich hätte es hier tatsächlich am interessantesten gefunden mich auf die besagte Korrespondenz zu konzentrieren, ansonsten sagt mir das Bild zu wenig, gibt mir zu wenig gedankliche Projektionsfläche. Die Gedanken des Autoren sind mir hier erst einmal relativ fremd.
    • P. King NT 15. Juni 2019, 13:29

      matthias, das ist ein ehemaliger hafen und jetziger freizeitpark. es ist dort nicht düsterer als an den hamburger landungsbrücken oder in der hafencity.
    • Matthias von Schramm 15. Juni 2019, 17:20

      Naja zwischen den Landungsbrücken und der Hafen City vergleiche zu ziehen, ist schon recht mutig.
  • MBodo 15. Juni 2019, 12:19

    Der Bereich vor der Tür und um die Tür herum, symbolisiert die Vergangenheit. Wird durch die Ranken und Schmierereien(vergangen, verfallen) gut betont. Hinter der Tür befindet sich die Gegenwart. Um in die Gegenwart zu gelangen, muss ich noch den hellen Schweller überschreiten, der mir symbolisch den Weg versperrt. Wenn das geschafft ist, wartet hinter der Tür der Weg durch die Gegenwart, der mich diagonal, aus dem Bild heraus, also von der Gegenwart in die Zukunft führt. Ich blicke von der Vergangenheit in die Gegenwart und strebe in eine unbekannte Zukunft.

    Vergangenheit... da befinde ich mich gerade(physikalisch natürlich Quatsch). Bin ich schon tot? Wenn ich nicht schon tot sein will oder bin, sollte ich also unbedingt durch diese Tür durch. Was ein schlechter Traum, aber ein gutes Bild.
    • Ester Greiner 15. Juni 2019, 12:36

      An so was Ähnliches habe ich auch erst gedacht. Allerdings fand ich den Weg ins *Licht* nicht! Ich hatte das erst so überlegt... ich komme aus der Dunkelheit und gehe wieder in die Dunkelheit... von der Hölle in die Hölle!  Der Vergleich Vergangenheit und Gegenwart ist zwar interessant... gleichzeitig frage ich mich, ob die Gegenwart genauso beschissen sein muss wie die Vergangenheit? Da gibt es für mich keinen erkennbaren Abschnitt...
    • MBodo 15. Juni 2019, 15:40

      Einen "Hoffnungsschimmer" sehe ich noch am Ende der Brücke, ganz rechts außen. Die Baumkronen scheinen dort heller zu werden und die Hausfassade auch.
    • Ester Greiner 15. Juni 2019, 16:37

      Moment... wir sind hier nicht ganz korrekt... Also, wir stehen in dem *Raum* vor der Türe. Das ist derzeit noch unsere Gegenwart! Wir schauen durch die Türe und das ist unsere Zukunft... also das was uns erwartet, wenn wir denn durch die Türe gehen *würden*… Wenn wir diesen Schritt tun, ist das dann unsere Gegenwart und dahinter unsere Vergangenheit. Das was Du jetzt mit dem Hoffnungsschimmer meinst, werte ich als fernere Zukunft... Wir hoffen, dass es am Ende der Brücke heller wird! Irgendwann wird die Zukunft Gegenwart und gleichzeitig auch Vergangenheit. Quasi... Heute ist morgen schon gestern!  Während man in der Gegenwart wandelt und auf die Zukunft hofft wird noch vieles passieren... Die Zukunft werden wir nie erleben, weil sie immer Gegenwart wird. Die Zukunft und die Vergangenheit erleben wir nur als Konstrukt unseres Verstandes. Ich hoffe, der Pudding, den ich gerade an die Wand genagelt habe hebt! :-D

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