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Michael Wolta


Premium (World), Magdeburg

Steinkauz

Der Steinkauz (Athene noctua) ist eine kleine, kurzschwänzige Eulenart. Er ist mit einer Größe von ca. 22 cm und einer Flügelspannweite von 55 - 60 cm kleiner als eine Taube. Männchen (ca. 180 g) und Weibchen (ca. 200 g) sind annähernd gleich groß.

Das Verbreitungsgebiet des Steinkauzes erstreckt sich über Eurasien und Nordafrika. Er ist ein charakteristischer Bewohner der Baumsteppe mit spärlicher oder niedriger Vegetation und jagt bevorzugt auf dem Boden. Ein einmal gewähltes Revier besetzt er meist über mehrere Jahre und zum Teil sogar lebenslang.

Das Nahrungsspektrum ist sehr breit und reicht von Käfern, Regenwürmern und Grillen bis zu Mäusen, Kleinvögeln, Amphibien und Reptilien. In Mitteleuropa ist die Feldmaus das wichtigste Beutetier. Der Steinkauz ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Er jagt gewöhnlich jeweils ein bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang. Während der Nestlingszeit im Mai/Juni ist er wegen des erhöhten Beutebedarfs regelmäßig auch tagaktiv. Die Beute wird primär optisch wahrgenommen. Der Steinkauz reagiert aber auch auf akustische Reize wie etwa das Fiepen von Mäusen. Die Jagdmethode, die er anwendet, ist abhängig vom Vegetationstyp. Ist der Bewuchs niedrig, dann jagt er gewöhnlich direkt vom Boden aus oder von einer sehr niedrigen Ansitzwarte wie einem Stein oder Erdhügel. Entdeckt er beispielsweise einen Käfer oder eine Maus, dann nähert er sich seiner Beute meist zunächst mit einem kurzen Flug knapp über dem Boden und folgt ihr dann entweder in einem schnellen Lauf oder mit einigen Hüpfern. Regenwürmer werden fast immer direkt vom Boden aus erbeutet. Ist die Vegetation etwas höher, so dass der Steinkauz auf dem Boden nicht ungehindert laufen kann, spielt die Ansitzjagd eine größere Rolle. Auch Rüttel- und Gleitflüge kommen vor.

Der Steinkauz galt bereits im antiken Griechenland als Vogel der Weisheit und war Sinnbild der Göttin Athene. Darauf verweist auch der wissenschaftliche Name, der übersetzt „nächtliche Athene“ bedeutet. Deswegen bezieht sich die Redewendung Eulen nach Athen tragen auf den Steinkauz bzw. seine Abbildung auf antiken Drachme-Münzen. Im deutschen Sprachraum ist der Name „Steinkauz“ Hinweis darauf, dass diese Eulenart nicht nur in Baumhöhlen, sondern auch in Scheunen, Kapellen und Weinkellern aus Stein brütet. In Mitteleuropa gehen die Steinkauzbestände seit einigen Jahrzehnten stark zurück. Hauptursache dieses Rückgangs ist die Zerstörung von Lebensräumen, die dem Steinkauz geeignete Umweltbedingungen bieten (nach Wikipedia).

1972 war der Steinkauz Vogel des Jahres in Deutschland.

Das Foto habe ich am 30. Mai 2012 in Ungarn gemacht.
Der grüne Hintergrund ist der Rasen einer Pferdekoppel, der Ansitz ein Zaunpfahl der Koppel.

Ein herzliches Dankeschön an Sibra für den Galerievorschlag. Danke auch an alle Kommentatoren und anderen Besucher.

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Exif

Kamera D800
Objektiv 600 mm/4 VR
Blende 8
Belichtungszeit 1/400
Brennweite 600 mm
ISO 200

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