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Spuren

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Wie wenig nütze ich bin,
ich hebe den Finger und hinterlasse
nicht den kleinsten Strich
in der Luft.

Die Zeit verwischt mein Gesicht, sie hat schon begonnen.
Hinter meinen Schritten im Staub
wäscht Regen die Straße blank
wie eine Hausfrau.

Ich war hier.
Ich gehe vorüber ohne Spur.
Die Ulmen am Weg
winken mir zu wie ich komme,
grün blau goldener Gruß,
und vergessen mich,
eh ich vorbei bin.

Ich gehe vorüber-
aber ich lasse vielleicht
den kleinen Ton meiner Stimme,
mein Lachen und meine Tränen
und auch den Gruß der Bäume am Abend
auf einem Stückchen Papier.

Und im Vorbeigehn,
ganz absichtslos,
zünde ich die ein oder andere Laterne an
in den Herzen am Wegesrand.
(Hilde Domin)


Zum Vergleich noch eine andere Bearbeitung von Andreas Heumann und ein heller Hintergrund: https://www.artlimited.net/image/en/624048

Kommentare 37

  • hans-jakob 22. Februar 2019, 11:48

    Starke Aufnahme aus dieser Perspektive!!!
    LG hans-jakob
  • Michael Jo. 26. Mai 2018, 14:13

    ...... ;
    nur die im Sand verwischen,
    im Herzen (in Gedanken) bleiben sie lebendig !
    + + + ...

    LG nochmal, Michael
  • Dirk Purz 30. Juli 2017, 22:04

    Ganz großes kino
  • DorotheH 22. Juni 2017, 17:42

    Ein super starkes Foto !!!!
    LG Doro
  • schwarz.licht 18. Juni 2017, 12:15

    ...die Kontraste und die Spiegelung wirken sehr stark.
    Gruß Sascha
  • Dieter K 11. Juni 2017, 8:44

    Wow, eine wunderbare, zurückhaltende, fast magische Aufnahme!
  • Erhard Nielk 10. Mai 2017, 13:16

    ....nicht traurig sein.....dafür hinterlässt du hier sehr schöne spuren,
    uns zur freude. ...sehr schön die idee mit weisen worten. lg erhard
  • Maria Kaldewey 8. Mai 2017, 10:48

    Das ist eine Aufnahme, die mich über die Spuren nachdenken lässt, die wir einst hinterlasen werden. Eine wunderbar angelegte Aufnahme, die das Licht gut nutzt.

    Liebe Grüße, Maria.
  • Stefan Kierek 7. Mai 2017, 18:36

    Das sieht in sw so richtig gut aus!!!
    VG
    Stefan
  • Christoph Beranek 7. Mai 2017, 11:37

    Die Gezeiten formen immer wieder neue Strukturen, sind einem ständigen Wandel unterworfen. Werden und Vergehen, dieses Prinzip der Natur bestimmt auch unseren Lebensrhythmus. Eine faszinierende Aufnahme, die durch ihre Perspektive und Tonung eine eindringliche Wirkung erzeugt. Klasse !
    LG Christoph
  • TunnelBlick Tina 7. Mai 2017, 8:20

    Spuren, was ist das schon. Diese verschwinden irgendwann auch... Doch der Mensch will diese meistens festhalten, in Bildern, Fotos, Geschriebene.... Ein schönes Bild zum Nachdenken. VG Tina
  • Globe58 5. Mai 2017, 19:36

    Das wirkt aus diesem falchen Bilckwinkel vom Allerfeinsten!!!
    LG
    Globe
  • visionsandpictures 5. Mai 2017, 18:39

    Auf solche Fotos fahre ich total ab !!
    Ganz besonders toll ist die Kombination aus Licht und Linien, großartig
  • milchschäfer2 5. Mai 2017, 13:19

    mag obige Version lieber wegen der Dualität und das Seelicht kommt besser
    unabhängig vom Text : ° fliehen , was das Zeug hält °
    Gruß Andreas
  • Marina Luise 5. Mai 2017, 8:21

    Das hier ist 10 mal besser in der Tonung! Gut gewählt! Die Perspekive ist super - und diese Spuren wirken irgendwie beunruhigend - als würde sich gleich die Erde auftun!

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Ordner Philosophie
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Exif

Kamera Canon EOS 600D
Objektiv EF-S10-18mm f/4.5-5.6 IS STM
Blende 4.5
Belichtungszeit 1/30
Brennweite 10.0 mm
ISO 250

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