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Was ist neu?
Sieger Köder: FASSUNG

Sieger Köder: FASSUNG

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Robert Bauer


World Mitglied, Bad Homburg (davor 45 Jahre Stuttgart)

Sieger Köder: FASSUNG

Eine prachtvolle Szene! Vor der vergoldeten Apsis der Hagia Sophia, der - später erbauten - byzantinischen Kirche zur Heiligen Weisheit, sind die Väter des Konzils von Konstantinopel zu feierlicher Sitzung versammelt. In ihrer Mitte ein Buchthron: auf purpurnem Tuch ein kostbarer Buchständer mit einem geöffneten Buch. Hier steht das Bekenntnis der Kirche zum Heiligen Geist: »…und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der aus dem Vater hervorgeht.« Die Vertreter der römischen Kirche halten ihren Zusatz, das Filioque - »und dem Sohne« - schon in Händen.

KIrchenfester an der Nordwand der katholischen Heilig Geist-Kirche in Ellwangen.

Die vollständige Beschreibung des Inhalts ist unten angehängt.

Kirchenfenster von Sieger Köder, Heilig Geist-Kirche, Ellwangen
Kirchenfenster von Sieger Köder, Heilig Geist-Kirche, Ellwangen
Robert Bauer
Sieger Köder: AUFBRUCH
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Robert Bauer
Sieger Köder: VOLLENDUNG - Der Geist der Liebe
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Robert Bauer

Kommentare 2

  • Daniel Streit 22. Juli 2018, 13:59

    Etwas bedrückt wirken die Menschen auf mich, so als ob sie unglücklich wären. LG Daniel
  • Robert Bauer 21. Juli 2018, 17:56

    Das Konzil von Konstantinopel (381) hat das in Nikaia (325) formulierte Glaubensbekenntnis der Kirche neu festgelegt. Es lehrt über den Heiligen Geist: »Ich glaube an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der aus dem Vater hervorgeht. Der in der westlichen Kirche gebräuchliche Zusatz »und dem Sohne« — lateinisch Filioque — wurde auf dem Konzil von Florenz (1438/39) auch von der Ostkirche gebilligt.

    Eine prachtvolle Szene! Vor der vergoldeten Apsis der Hagia Sophia, der — später erbauten — byzantinischen Kirche zur Heiligen Weisheit, sind die Väter des Konzils von Konstantinopel zu feierlicher Sitzung versammelt. In ihrer Mitte ein Buchthron: auf purpurnem Tuch ein kostbarer Buchständer mit einem geöffneten Buch. Hier steht das Bekenntnis der Kirche zum Heiligen Geist: »…und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der aus dem Vater hervorgeht.« Die Vertreter der römischen Kirche halten ihren Zusatz, das Filioque — »und dem Sohne« — schon in Händen. Es ist das Bekenntnis zu dem »einen Gott«, der sich in drei Personen offenbart. Von den Bischöfen der ganzen Kirche feierlich bekannt; von den Mönchen gefeiert, von den Predigern verkündet, von den Gelehrten immer neu bedacht und gedeutet. Ein Glaube, der auch bezweifelt, bekämpft und abgelehnt wurde. Ein Glaube, in dessen Namen Menschen verfolgt, gequält und verbrannt wurden. Die Feierlichkeit ist nicht nur wunderschön prächtig, sie kann auch bedrohlich prächtig sein.

    Hoch in der goldenen Apsis die Hand Gottes, darunter die Sedes Sapientiae — der Thron der Weisheit. Maria hält ihren Sohn auf dem Schoß. Doch ist es nicht das Bild der Mutter mit dem Kind, sondern das Kind als der göttliche Lehrer mit der Buchrolle in der Linken und segnend erhobener Rechten thront auf dem Schoß der Mutter. Die geoffenbarte göttliche Wahrheit wird von der Kirche ins Bekenntnis des Glaubens gefasst. Sie steigt aus der Hand des Vaters vom Thron der Weisheit herab in das geisterfüllte Wort des Glaubens, das von der Breite der Kirche gehört und gesprochen wird.

    Es ist die zeitlos scheinende, prächtige Seite der Wirklichkeit des Geistes. Sie ist nötig, damit die Wahrheit in Worte gefasst und weitergegeben werden kann. Doch seine Lebendigkeit entfaltet sich erst im Vollzug dessen, was der Mund ausspricht. Wird er nicht aus dem goldenen Gehäuse des Buchstabens entbunden, bleibt alles in der Kälte und Starrheit, die dem Wesen des Geistes widerspricht; denn er ist der, der lebendig macht.

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Kamera Canon EOS 6D Mark II
Objektiv Canon EF 24-105mm f/4L IS
Blende 6.3
Belichtungszeit 1/80
Brennweite 40.0 mm
ISO 1000

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