Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Was ist neu?
Sieger Köder: AUFBRUCH

Sieger Köder: AUFBRUCH

86 3

Robert Bauer


World Mitglied, Bad Homburg (davor 45 Jahre Stuttgart)

Sieger Köder: AUFBRUCH

Papst Johannes XXIII. (1958-1963) und der französische Theologe, Naturwissenschaftler und Philosoph Teilhard de Chardin SJ (+ 1955) im Gespräch über das Verständnis der Welt und ihrer Zukunft. Der Papst schreibt die Anfangsworte seiner Enzyklika »Pacem in terris«

KIrchenfester an der Nordwand der katholischen Heilig Geist-Kirche in Ellwangen.

Die vollständige Beschreibung des Inhalts ist unten angehängt.

Kirchenfenster von Sieger Köder, Heilig Geist-Kirche, Ellwangen
Kirchenfenster von Sieger Köder, Heilig Geist-Kirche, Ellwangen
Robert Bauer
Sieger Köder: VOLLENDUNG - Der Geist der Liebe
Sieger Köder: VOLLENDUNG - Der Geist der Liebe
Robert Bauer
Sieger Köder: FASSUNG
Sieger Köder: FASSUNG
Robert Bauer

Kommentare 3

  • Ursula Elise 14. Juli 2018, 15:49

    Ich habe dein Foto favorisiert, um es immer wiederfinden zu können. Dieses Fensterdetail sehen ist schonmal eins, es dann erläutern, wie du es tust, übersteigt das hierorts Übliche. Vielen Dank dafür!
    Gruß Ursula
    • Robert Bauer 14. Juli 2018, 23:22

      Prima, freut mich sehr. Ich hätte noch sieben weitere Fenster anzubieten. Werde eine Auswahl treffen! :-))
  • Robert Bauer 14. Juli 2018, 8:39

    Papst Johannes XXIII. (1958-1963) und der französische Theologe, Naturwissenschaftler und Philosoph Teilhard de Chardin SJ (+ 1955) im Gespräch über das Verständnis der Welt und ihrer Zukunft. Der Papst schreibt die Anfangsworte seiner Enzyklika »Pacem in terris« — Friede auf Erden. Teilhard de Chardin hält einen Text aus seinem Werk »Der göttliche Bereich« in Händen: »Ich grüße dich, göttlicher Bereich, beladen mit schöpferischer Macht! Geistbewegtes Meer, Erde, geformt und belebt durch das fleischgewordene Wort! «

    Das Fenster des Vatikanischen Palastes ist weit nach außen geöffnet. Im offenen Fenster lehnt der Papst. Es ist Johannes XXIII., der durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962—1965), das er einberufen hat, aber nicht mehr abschließen konnte, das Gespräch der Kirche mit der Welt von heute neu in Gang bringen wollte. Er hat davon gesprochen, dass es an der Zeit sei, in der Kirche das Fenster zu öffnen. Er hat es geöffnet, um zu hören auf die Stimmen, die von außen kommen und um aus dem inneren Reichtum der Überlieferung der Kirche zu antworten. So hält er sein Gesicht in die linke Hand gestützt, als ob er aufmerksam horchte. Zugleich aber schreibt er mit der Rechten den Anfang seiner Enzyklika »Pacem in terris». Die Kirche tritt neu in das Gespräch mit der Welt ein. Das offene und gütige Gesicht des Papstes zeigt, dass es kein besserwisserisches, gelangweiltes, zur bloßen Formalität erstarrtes Hören ist, dem bald ein autoritatives Reden von oben herab folgen wird, sondern bereites Zugehen auf die anderen.

    Und was von außen herandrängt, ist längst nicht mehr nur außerhalb der Kirche. Die Gestalt Teilhard de Chardin's, der dem Papst seine Gedanken, auf ein Blatt geschrieben, hinhält, steht für die vielen, die immer wieder versuchten, die Vernünftigkeit welthaften Erkennens mit dem von der Kirche bewahrten und verkündeten Glauben zu verbinden. Die innerkirchliche Angst vor solchen Bemühungen hat immer wieder dazu geführt, solche Leute buchstäblich hinter Gitter zu bringen, oder doch vor allem ihren Gedanken den Weg zu einer fruchtbaren Diskussion zu versperren. Die-schön gewölbten Kuppeln der römischen Kirchen und ihre ehrwürdigen Fassaden können nur allzu leicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch vergitterte Verliese gab, noch — und wieder? — gibt.

    Die Stimmen, denen der Papst lauscht, sind vielgestaltig. Die Beobachtung der Natur hat die Menschen zur Erkenntnis ihrer Gesetze geführt und das nicht erst im Zeitalter der modernen Naturwissenschaften. Der Thaleskreis ist neben der Kuppel Michelangelos und über den beiden redenden Männern in den lichten Himmel gezeichnet, Und die nie endende Zahl ?, wie die Einstein'sche Formel für die Relativierung von Zeit und Raum, zeigen schlaglichtartig die unausgelotete Tiefe des Universums. In chiffrenartigen hebräischen Buchstaben werden die Anfangsworte der Genesis erkennbar: »Im Anfange schuf Gott« und darüber griechisch und lateinisch die des Johannesevangeliums: »Im Anfang war das Wort.« Der Logos ist Anfang und Ziel der Schöpfung. Er trägt die Welt und drängt sie zur Vollendung in der Kraft des Geistes. Über dem Ganzen schwebt aus dem Hellen ins Dunkel hinein in majestätischer. Einstimmigkeit Bruckner‘s »Te Deum laudamus«. Es klingt zusammen mit den Worten Johannes XXIII. »Pacem in terris«. Gott wird verherrlicht durch den Frieden. Er ist nur durch die gemeinsame Bemühung aller Menschen erreichbar. Der Geist des Friedens wirkt die Einheit der Menschheit.

Informationen

Sektion
Ordner Kunst
Klicks 86
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Exif

Kamera Canon EOS 6D Mark II
Objektiv Canon EF 24-105mm f/4L IS
Blende 5
Belichtungszeit 1/125
Brennweite 28.0 mm
ISO 1000

Öffentliche Favoriten