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Inga Oberschelp


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Sichtweise

In Berlin konnte ich nun auch einmal dieses eher umstrittene Holocaust-Mahnmahl betrachten und versuchen, eine eigene Sichtweise darauf zu finden. Ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll. Ja es beeindruckt, es ist einzigartig. Ob man den Juden damit gerecht wird, weiß ich nicht. Das zu beurteilen überlasse ich den Betroffenen und deren Angehörigen.

Was bewirkt es aktuell gegen Rassismus und Fremdenhass? Ich behaupte mal, nichts, absolut nichts. Da muss Politik an anderen Enden ansetzen, nicht zuletzt bei der Bildung: Lernen, Dinge richtig beurteilen zu können ... gegen die eigene Minderwertigkeit und gegen die Angst etwas zu verlieren.

Aber vielleicht helfen die dicken Steine ja dennoch ein wenig gegen das Vergessen ... und sei es nur wegen der Diskussion um Sinn- oder Unsinn dieses Denkmals.

drANDENKEN
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Inga Oberschelp

Kommentare 18

  • Naturphotographie - Heike Lorbeer 25. September 2015, 16:47

    Düster und bedrückend wirkt dein Bild auf mich. Aber das soll wohl genau so sein. Ich selbst kenne das Mahnmahl nur von Bildern wie deinem. Interessant deine Sichtweise.
    LG Heike
  • Jo Siebert 24. September 2015, 23:30

    Gut in Szene gesetzt, der Blickwinkel hat was.
    Jo.
  • Inga Oberschelp 23. September 2015, 22:19

    @ Ilsabeth und Anne: Selbstverständlich stimme ich Euch zu. Der Bildungsauftrag muss von der Politik ausgehen, das würde ich nie losgelöst voneinander sehen. Leider ist wiederum die Politik nicht losgelöst von wirtschaftlichen Interessen. Eher so im Gegenteil, fest verbacken und verbändelt. Und die Kriesenherde der Welt, die uns nun die vermehrten Flüchtlinge präsentieren sind genauso hausgemacht. So darf sich beispielsweise keiner, der Waffen dorthin liefert, wundern, das sich das irgendwann rächt.

    Ach ja und was man unter Armut versteht ist ja auch relativ. Gibt es wirklich nichts zu essen und das nötigste zur Kleidung und persönlichem Bedarf oder kann sich Kind nur nicht die neuesten Markenklamotten leisten? Es gibt heute so vielfältige Möglichkeiten zu leben und gut überleben, aber auch das will gelernt sein. Wer macht solche Statistiken und auf welcher Grundlage? Welche Lobby steckt da nun wieder dahinter? Ich behaupte weiterhin, das ich Angst für ein probates Mittel zur Manipulation halte und daher von Politikstrategen durchaus erwünscht ist.

    So das sind nun viele Themen vermischt, aber genau so ist es ja auch. Irgendwie hängt das in unserer globalisierten Welt doch alles zusammen.

    Danke für Eure klugen Beiträge zu meinem Bild.

    Liebe Grüße
    Inga
  • Uta-Les 22. September 2015, 22:38

    Guter Text zu einem guten Foto

    LG Uta
  • Friedrich Walzer 21. September 2015, 7:17

    Der Zug in die Tiefe ist Spürbar und in s/w genial.
    LG Fritz´l.
  • ESBE 17. September 2015, 18:54

    Deine Sichtweise ist sehr tiefgründig , im wahrsten Sinne des Bildes .
    Mir gefällt dein Foto sehr !
    LG Steffi

  • AnneTK 17. September 2015, 15:09

    Das Foto ist sehr eindringlich.
    Es zeigt Enge, Einsamkeit, Gefangenschaft.
    Deine Gedanken dazu kann ich teilen.
    Wahrscheinlich meint auch Ilsabeth das:
    nur wenn die Politik sich bewegt und GELD losmacht für Ausstattung von Schulen, Lehrpersonal, Sozialzentren etc, wird sich in der Bildung etwas ändern.
    Leider verspricht das jede Partei, ohne wirklich daran interessiert zu sein, denn wenn alle mündig, aufgeklärt und kreativ wären, wer würde dann noch die Leute aus der heutigen Politikszene wählen?
    LG, Anne
  • Sensitiv57 16. September 2015, 11:00

    Bild und Text unterstreiche ich, gut so!

    LG Bernd
  • ilsabeth 16. September 2015, 9:30

    Liebe Inga, ich stimme dir zu und habe das Glück gehabt, über 30 Jahre an einer Schule zu arbeiten, die sich genau das, was du schreibst, auf die Fahnen geschrieben hat. Aber .... seit zig Jahren, mir ist das (erst) 1992 bewusst geworden, lautete die Botschaft in Politik und Medien: Das Boot ist voll!
    Politiker und Arbeitgeber konnten so ohne Widerstand Arbeitnehmerrechte einschränken, Parteien, Medien und sogar die Gewerkschaften versäumten, die Menschen zu informieren. Klar, wir wohnen in einem reichen Land, aber wenn gut ausgebildete junge Leute nicht wissen, ob sie morgen noch ausreichend Geld verdienen, um eine Familie zu ernähren, dann ist doch was faul, oder? Ganz nüchtern stellt der Spiegel fest, dass 2,6 Mio. Kinder bei uns unter Armut leiden.
    Um Demokratie zu erhalten, muss sich nicht nur die Bildung bewegen, sondern auch die Politik, die Wirtschaft, die Gewerkschaften und Medien. Es kann nicht sein, dass Gewerkschaftler ungestraft vom allmächtigen Arbeitgeber schikaniert werden können, wie es hier in Aurich passiert, oder?!
    LG ilsabeth
  • Inga Oberschelp 15. September 2015, 23:05

    @Liebe Ilsabeth: erst mal vielen Dank.
    Zu Deinem Einwand: eine Erziehung gegen die Angst wäre doch gut. Auch wenn es hier in Deutschland viele Menschen mit Arbeitslosigkeit gibt und auch hier die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, leben wir immer noch in einem reichen Land. Es reicht eben nicht ein paar Sozialarbeiter auf die Straße zu schicken und vereinzelne Projekte zu starten auf Initiative einiger weniger Leute.
    Auf Seiten der Neofaschos gibt es ein großangelegtes Programm zum Menschenfang, professionell organisiert auf allen Ebenen, vom Kindergarten über Jugendorganisationen- und Aktionen bis hin zur Familienbetreuung. Hier wird unter Anderem gezielt mit der Angst gespielt. Ängstliche Leute lassen sich auch besser führen und manipulieren.

    Stell Dir eine Politik vor, die den anderen Weg geht. Wo Bildung selbstbewußte Menschen hervorbringt, Menschen die kreativ mit Ihren Problemen umgehen lernen und keine Berührungsängste mit weniger Vertrautem haben. Eine Bildung die neugierig und aufgeschlossen macht und soziale Kompetenz lehrt .

    Auf die Art können die eigenen Probleme besser und solidarisch angepackt werden und wenn darüber das eigene Selbstbewusstsein gestärkt wird, ist das alles schon mal ein probates Mittel gegen Existenzängste. Dann kann auch rechte Politik viel weniger greifen.

    LG Inga
  • lavendelbleu 15. September 2015, 22:29

    Liebe Inga, dieses Mahnmal habe ich - wie bisher 8 Millionen Menschen- auch (mit meiner Tochter) besucht.
    Genau wie die Gedenkstätte am Ground Zero machte es uns nachdenklich und zutiefst betroffen. Du hast das dazu sehr passende Foto gemacht. Danke!
    LG Betina
  • ilsabeth 15. September 2015, 19:09

    Liebe Inga, das Bild ist richtig toll und dein Text dazu sehr nachdenklich.
    In Zeiten von Existenzangst nutzt die Erziehung zu Toleranz und Solidarität wenig. :-(
    LG ilsabeth
  • Sigrid Warnke 15. September 2015, 18:25

    Beklemmend, beengend und beeindruckend wirkt es, so wie du es fotografiert hast. Vielleicht ist das ja genau die Absicht dieses Mahnmals.
    Grüsse Sigrid
  • aeschlih 15. September 2015, 9:24

    Ich empfinde deine Sichtweise! Eine reelle wie eindrückliche Dokumentation zeigst du uns.
    Eine bemerkenswerte Arbeit!
    Liebe Grüsse Hilde
  • Kurt Stamminger 15. September 2015, 7:48

    Eine sehr beeindruckende und gleichzeitig bedrückende Darstellung. Dein Text dazu spricht mich sehr an. So Bilder sollten öfters hochgeladen werden.


    LG
    Kurt

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Kamera E-M10
Objektiv ---
Blende 3.5
Belichtungszeit 1/60
Brennweite 14.0 mm
ISO 250