Schwer erreichbares Naturjuwel (240° Pano)

Schwer erreichbares Naturjuwel (240° Pano)

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Stefan Grünig


Premium (Pro), Krattigen

Schwer erreichbares Naturjuwel (240° Pano)

Nach den Erlebnissen im Bryce Canyon und Zion National Park, folgt unser grösstes Abenteuer der dreiwöchigen USA-Rundreise. Bereits von der Schweiz aus hatten wir uns die Permits für die Coyote Buttes South, gleich für zwei aneinander folgende Tage gesichert.

Am Tag zuvor unternehmen wir auf der House Valley Road eine Testfahrt mit unserem Mietwagen, nachdem wir bei der Paria Contact Station vorstellig wurden und freundlich über alle Eventualitäten informiert wurden. Doch dann kommt leider das Unvorhergesehene: nach knapp einer Stunde Fahrt auf der rauen Kiesstrasse, folgt die Sandpiste und schon nach wenigen Metern ist unser KIA bis auf den Unterboden im Sand eingelocht! Was zum T....! Erst hier bemerken wir leider, dass man uns keinen 4WD vermietet hat, sondern nur einen 2WD! Adrenalin pur. Zwei Stunden lang graben wir mit blossen Händen und versuchen, den schweren Wagen aus dieser misslichen Lage zu befreien. Erfolglos! Doch manchmal hat man im Leben viel Glück und zwei andere Fahrzeuge kommen an. Zu viert schaffen wir es dann, den KIA Sorrento wieder aus dem Sand zu befreien. Ziemlich frustriert fahren wir danach nach Page zurück und versuchen dabei wenigstens noch einen Führer oder einen richtigen Geländewagen zu bekommen. Alles Fehlanzeige: es ist Sonntag und wir sind zu kurzfristig dran...! :-(

Erst am nächsten Morgen können wir, mit viel Glück, noch für einen Tag einen richtigen Jeep mieten. Wenigstens das! Das Permit des zweiten Tages müssen wir halt wohl oder übel verfallen lassen.

So kann nun das Abenteuer beginnen und wir können Euch sagen: es ist wirklich eine grausam schlechte Sandpiste zu den Coyote Buttes South. Selbst unser 4WD Geländejeep schwimmt nur so im Sand und unterwegs helfen wir noch eine Gruppe Japaner mit einem AWD-Fahrzeug ausgraben, welches die Strecke ebenfalls nicht schafft. Wir vermuten, dass von den 20 pro Tag ausgestellten Permits nur gerade 5 Inhaber das Ziel erreichen.

Endlich beim Parkfeld angekommen, packen wir unsere sieben Sachen und marschieren los, zu den Cottonwood Teepees. Es ist bereits Mittag geworden. Als wir da plötzlich in dieser bunten, filigranen Landschaft stehen, müssen wir uns zuerst einmal hinsetzen und staunen. So etwas Schönes haben wir im Leben noch nie gesehen. All die Mühen haben sich mehr als gelohnt!

Nikon D810, AF Nikkor 24-70mm, Blende 14, 1/400 Belichtung, 38mm Brennweite, 500 ISO, zirkular Polfilter, freihand, Pano zusammengestellt aus 14 Einzelaufnahmen im Hochformat, Web Sharpener.
(16.10.17)

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Ab sofort ist nach monatelanger, intensiver Arbeit unsere neue Typo3 Fotodatenbank für Bilder aus den Schweizer Alpen und dem Jura online. Auf der Alpinfoto-Webseite finden sich bereits über 600 von unseren besten Impressionen aus der bergigen Heimat, mit Beschrieben und Tags, feinsäuberlich nach Regionen und Jahreszeiten geordnet. Jetzt reinschauen unter:

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Kommentare 17

  • begreiflich 20. Juli 2020, 15:07

    Deine Bilder sind allesamt super x super, genau mein Geschmack
    Walter aus Schüpfheim LU
  • begreiflich 20. Juli 2020, 15:06

    4x4 und Sand - so gehts meistens gut. Mit sehr hoher Motordrehzahl, zB mit dem 2. oder 3. Low-Gear (Die Untersetzung hat weit mehr Kraft als die normalen Gänge). Falls die Vorwärtsbewegung des Wagens ausbleibt, sofort runter vom Gas, so wird das Eingraben vermieden. Danach im Low-Gear rückwärts rausfahren (vorzugsweise mit Schiebehilfe). Danach mit höherem Tempo der nächste Versuch.
  • Achim Oetzel 7. August 2018, 20:12

    Stefan gleiches Szenario - nur mit Jeep Renegade 4x4 bei über 40 Grad Celsius. Wir sind versehentlich an der Abbiegung zu den CBS vorbei gefahren und erreichten die falsche Ranch. Danach waren wir sofort im extrem tiefen Sand. Es gelang mir zu wenden , doch ein Rancher mit riesigem Pickup und Pferdeanhänger versperrte die kurze Strecke zurück. So gruben wir uns trotz 4x4 ein. Eine weitere Rancherin kam hinzu. Es gelang uns zu viert, den Wagen in Sicherheit zu bringen - puh! Später erreichten wir die richtige Gabelung, doch auch hier war der Sand derart tief, dass wir es bei der Extremhitze vorzogen, nicht weiter zu fahren. So waren beide CBS Tage sowie White Pocket gestrichen. Gut, dass ich Alternativen hatte. Das hätte in der Einsamkeit bös enden können.
    VG Achim
    • Stefan Grünig 7. August 2018, 20:31

      Ojehojeh, das tönt übel! Da hatten wir ja noch gerade Glück, dass wir es wenigstens am zweiten Tag geschafft haben. Phuuuu... Bin froh, dass Ihr es überstanden habt, aber traurig, dass Ihr dieses prächtige Gebiet nicht sehen konntet. Danke für die Rückmeldung!  :-(
  • Achim Oetzel 29. Dezember 2017, 19:34

    Wer all diese Schwierigkeiten gemeistert hat, der hat es wahrlich verdient, mit diesen landschaftlichen Juwelen belohnt zu werden. Eine beeindruckende Fotoserie - ich habe mir dieses Gebiet für 2018 fest vorgenommen. Mal sehen - you never know - guten Rutsch Stefan!
    VG Achim
  • Helmut Mauthner 30. November 2017, 13:49

    heimatgefühle-war heuer zum 3.mal vorort und ich hab noch nicht alles gesehen,eine wunderbare gegend und gottseidank nicht überlaufen....sandpiste!!!,deine fotos sind ein hammer und die farben sind wie wirklichkeit,für ruedi,jeep kann man in page mieten,lg helmut
    • Stefan Grünig 30. November 2017, 18:41

      Vielen herzlichen Dank für diese Rosen, über welche ich mich gerade sehr freue! Das spornt zu neuen "Taten" an. Wünsche weiterhin viel Spass mit der Serie!
  • Albert Wirtz 22. November 2017, 14:02

    He, ein schönes Pano!
    Seid Ihr Pawhole hochgefahren? Das konnte kaum gutgehen, auch wenn es kürzer ist. Etwas weiter südlich der Houserock Valley Road geht der Abzweig zu White Pocket. Über diese Piste kommt man an einer Kreuzung relativ leicht bis zum Cottonwood Trailhead. Zurück kann man dann die kürzere Strecke abwärts an Pawhole vorbei nehmen.
    LG Albert
  • STRESS PHOTOGRAPHY 15. November 2017, 7:26

    Wunderbares Pano; das mit der Farbe kann ich nicht einschätzen, da ich noch nie da war. Aber die Beschreibung hilft mir, eine solche Reise vorzubereiten. Besten Dank.
    LG Hans Peter
  • Ruedi of Switzerland 14. November 2017, 22:03

    Mit dem Kommentar und der fotographischen Einschätzung vom Achim bin ich vollständig einverstanden. Vor 2 Jahren waren wir in einer ähnlichen Situation und organisierten in Paria Station einen Führer für das White Pocket und Coyote Buttes South. Die Fahrt ist wie Du beschreibst sehr anspruchsvoll. Nun sind wir am Ueberlegen fürs nächste Jahr und sind am 4WD (high clearance) suchen. Nicht einfach ;-) HG Ruedi
  • Jan Schliebitz 14. November 2017, 19:54

    Wirklich eine fantastische Landschaft in einer tollen Aufnahme!
    Gruß
    Jan
  • santayeti 14. November 2017, 18:07

    Wieder ein Grund mehr für eine Reise in den Südwesten!
    Gruß Manfred
  • Achim Oetzel 14. November 2017, 17:37

    Du hattest gerade wegen der problematischen Anfahrt das South West Feeling - es klappt hier eben nicht alles auf Anhieb - gerade das macht hier Vieles zu einem unvergesslichen Abenteuer. Deine Aufnahmen gefallen mir sehr gut. Farblich kommen sie auf meinem Monitor allerdings überaus kräftig. Etwas weniger würde ich bevorzugen. Das soll aber dein schönes Foto nicht schmälern.
    LG Achim
  • MartinWA 14. November 2017, 14:45

    Beeindruckendes Panorama mit diesen einmaligen Gesteinsformationen der South Coyote Buttes. Ihr habt als Selbstfahrer wirklich grossen Mut bewiesen. Wir haben den einfacheren Weg gewählt und eine Tour gebucht, mussten aber ebenfalls vorgängig die Permits sichern. Dafür sind dann die Lichtverhältnisse nicht ideal, da man in der Zeit zwischen 12 und 15 Uhr vor Ort ist. Das sind halt dann die Kompromisse die man eingehen muss.
  • Klaus Kieslich 14. November 2017, 13:48

    Ganz grosse Klasse
    gruß Klaus