Andreas Beier Fotografie

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Premium (Basic), Metropole Ruhr

Schlusspunkte eines langen Kapitels Industriegeschichte

Operation Industriekultur: Wie Herne sein Herzstück für die Zukunft rüstet

Die Sanierung des Förderturms der Zeche Teutoburgia in Herne ist ein bedeutendes Projekt der Industriekultur, das seit Ende 2024 intensiv vorbereitet wurde und sich aktuell (Anfang 2026) in der entscheidenden Phase befindet.


Zur Sanierung der Zeche Teutoburgia

Der Förderturm über Schacht 1 (Bauart Promnitz 1) gilt als Wahrzeichen des Herner Ostens und ist Teil der Route der Industriekultur. Da die Statik des 1907 errichteten Turms durch Korrosionsschäden stark geschwächt war, konnte kein herkömmliches Gerüst direkt am Turm befestigt werden.

Das „rote Stahlkorsett“: Im Dezember 2025 wurde ein markantes rotes Stützgerüst (ein sogenannter Hilfsturm) um das Denkmal herum errichtet. Dieses Korsett dient als Basis, um den eigentlichen Turm zu entlasten und die Einrüstung überhaupt erst zu ermöglichen.

Schadstoffsanierung: Eine der größten Herausforderungen ist die Entfernung alter Bleianstriche und Rostschutzmittel. Damit keine Giftstoffe in die Umgebung (den angrenzenden Kunstwald) gelangen, muss der Turm komplett „eingepackt“ werden.

Zeitplan & Kosten: Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 3,6 bis 3,8 Millionen Euro, wovon der Bund etwa 1,6 Millionen Euro übernimmt. Die Fertigstellung der Sanierung ist für den Sommer 2026 geplant.
Zur Firma Ostsee Gerüstbau GmbH

Die von Ihnen erwähnte Firma Ostsee Gerüstbau GmbH (mit Sitz in Lubmin bei Greifswald) ist spezialisiert auf anspruchsvolle Sonder- und Industriegerüstbaulösungen.

Spezialisierung auf Einhausungen: Die Firma ist für dieses Projekt besonders qualifiziert, da sie Experte für den Einsatz von Schrumpffolie (Shrink Wrap) und wetterfesten Einhausungen ist. Dies ist bei der Zeche Teutoburgia entscheidend: Die Folie wird thermisch verschweißt und bildet eine luftdichte Hülle. So können Sandstrahl- und Lackierarbeiten im Inneren durchgeführt werden, während Schadstoffe sicher abgesaugt werden.

Technik: Das Unternehmen nutzt moderne Systemgerüste (wie Layher) und bietet Lösungen für komplexe statische Anforderungen, die bei einem fragilen Denkmal wie dem Teutoburgia-Turm unerlässlich sind.

Überregionaler Einsatz: Dass ein Unternehmen von der Ostseeküste im Ruhrgebiet tätig ist, unterstreicht die Spezialisierung auf großflächige, unterdruckfähige Einhausungen, die im maritimen Sektor (Werften/Offshore) Standard sind, aber auch bei der Sanierung historischer Stahlskelettbauten benötigt werden.

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2026 01 29

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