Andreas Beier Fotografie

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Premium (Basic), Metropole Ruhr

Schlusspunkte eines langen Kapitels Industriegeschichte

Die Zeche, die oft als "schönste Zeche der Welt" oder das "Schloss der Arbeit" bezeichnet wird, ist die Zeche Zollern in Dortmund (genauer: Zeche Zollern II/IV).

Geschichte der Zeche Zollern (Dortmund)

Gründung und Name: Die Zeche wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Ihr Name erinnert an die Fürstenfamilie der Hohenzollern.

Architektur: Sie gilt als Musterbeispiel früher Industriearchitektur. Die Gebäude ähneln mit ihren Ziegelfriesen, Ziergiebeln und Zinnen eher einem feudalen Hof als einer typischen Industriestätte.

Technik: Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie auf elektrischen Betrieb umgestellt, was damals hochmodern war.

Stilllegung: Die Förderung wurde 1966 eingestellt.

Heutige Nutzung: Nach umfangreichen Restaurierungen wurde die Zeche 1999 als LWL-Museum Zeche Zollern der Öffentlichkeit übergeben und ist heute ein wichtiger Ankerpunkt der Industriekultur.

Warum gilt sie als "Schönste Zeche der Welt"?

Die Zeche Zollern II/IV verdankt diesen Titel vor allem ihrer prunkvollen und ungewöhnlich repräsentativen Architektur im Stil des Historismus und Jugendstils:

Architektonische Gestaltung: Der Architekt entwarf die Anlage mit einer reichen Außendekoration, die ihrer zentralen Bedeutung für den modernen Zechenbetrieb Ausdruck verleihen sollte.

Die Maschinenhalle: Sie ist die bekannteste Attraktion und wird oft als "Ikone der Industriekultur" bezeichnet. Sie beeindruckt durch ihre Größe und besonders durch das bunt verglaste Jugendstilportal, das mehr einem Prunksaal als einem Technikraum ähnelt.

Symbolcharakter: Schon ein gedruckter Reiseführer von 1904 lobte den "majestätischen Aufbau" und die Maschinenhalle, deren "Größe und Schönheit die der meisten Prunksäle übertrifft".

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2022 02 27

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