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Sandwespe (Ammophila spec.)

Sandwespe (Ammophila spec.)

1.471 9

wollumbin


kostenloses Benutzerkonto, Wachtberg

Sandwespe (Ammophila spec.)

Fujifilm Finepix 2800
Makroprogramm, ISO 100

Das Foto entstand auf Öland (Schweden) an einem kiesig-sandigen Strand.

Die Sandwespen gehören zu den Grapwespen (Sphecidae), von denen ca. 250 Arten in Deutschland vorkommen. Grabwespen haben die Eigenheit ihren Larven ein gelähmtes Beutetier (kleinere Insekten oder Spinnen) mit in die (meist) selbst gegrabenen Nester zu legen. Diese wird dann von der Larve als Lebendproviant verzehrt.

Bei den Sandwespen (Ammophila), von denen es 3 Arten in Deutschland gibt, gräbt das Weibchen einen 5 - 8 cm langen Gang in den sandigen Boden, an dessen Ende die Larvenkammer liegt. Nach dem Bau jagt die Sandwespe eine Schmetterlingsraupe, die sie mit mehreren Stichen betäubt. Anschließend zehrt sie die gelähmte Beute in das Nest und legt ein Ei seitlich daneben. Danach wird das Nest verschlossen und der Eingang getarnt. Nach einigen Tagen schlüpft die Raupe und beginnt die Beute zu verzehren.

Während die Larven sich von Schmetterlingsraupen ernähren, sind die erwachsenen Tiere streng vegetarisch. Sie saugen im Wesentlichen Blütennektar.

Sandwespen kommen in trockenen, sandigen Gebieten von der Ebene bis ins Gebirge vor.

Kommentare 9

  • Stefan Ettwein 13. April 2005, 13:42

    Gute Ausnutzung der Tiefenschärfe. Die dunklen Partien der Wespe, insbesondere Thorax und Kopf, zeigen noch viele Details.
    Eventuell ein wenig viel Hintergrund, wobei ich es gut finde, dass man den Lebensraum noch als solchen erkennt.
  • Gunther Hasler 23. März 2005, 23:58

    Wie ich in deinem Profil gelesen habe, möchtest du nichts schöngeredet haben :)) Das ist aber hier auch nicht möglich bzw. nötig, weil die Aufnahme der Sandwespe einfach gut gelungen ist! Die ausführliche Info finde ich prima. Gut zu wissen wo die Experten sind ;)))
    Gruß Gunther
  • Uwe G. 16. März 2005, 21:47

    Ah die möchte ich auch mal erwischen. Meist ist es wirklich schwierig, weil sie immer in Bewegung sind.
    Text ist sehr Informativ und das Foto gefällt mir auch gut.

    Grüße Uwe
  • Bernd Bellmann 14. März 2005, 22:56

    Die Amophila hast du auf dem Stein schön erwischt. Meistens sind die ja ziemlich flink so dass sie nicht so leicht aufzunehmen sind. Ich hatte mal eine aus den 70er Jahren mit einer Raupe gezeigt.
    Fette Beute
    Fette Beute
    Bernd Bellmann

    Gruß Bernd
  • Dieter Goebel-Berggold 14. März 2005, 20:29

    Ja, stimme allen Anderen zu. Wozu sich die teuren Bücher kaufen...
    Klasse Foto.
    LG Dieter
  • Mareike Heuser 14. März 2005, 19:20

    uwe hat recht...

    schöne aufnahme,
    du hast die wespe gut getroffen und
    dein text dazu ist sehr informativ
    und lädt zum verweilen ein
    gruß mareike
  • Pfuscher 14. März 2005, 19:06

    Ein tolles Makro dieser Wespenart...
    ...gepaart mit interessanten Detailinformationen...
    ...wir sollten eine neue Sektion "Tierlexikon" aufmachen!
    Gruß
    Uwe
  • De Wolli 14. März 2005, 16:11

    Bei den ungemein komplexen Verhaltensmustern einiger Wespenarten, im besonderen diese Art der Versorgung der Nachkommen, kann ich es im Nachhinein sehr gut verstehen, dass sich mein alter Biolehrer über 70 Jahre lang mit diesem Thema beschäftigt hat, ohne dass es ihm jemals langweilig geworden wäre.
    Einige Wegwespen sind meines Wissens auch auf spezielle Spinnenarten spezialisiert, was die oben beschriebene Vorgehensweise des Nestbaus betrifft.
    Hervorragende Info, Nicolaj!
    Gruß
    Wolfgang
  • Alexander Haase 14. März 2005, 15:12

    lebt die noch?