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Eckhard Meineke


Premium (Pro), Münster

Rose

Rose, oh reiner Widerspruch,
Lust,
Niemandes Schlaf zu sein
unter soviel Lidern.



http://www.zeit.de/1946/25/der-reine-widerspruch

"Mit einem Grammophonkistchen kann man reiten, reiten, durch den Tag durch die Nacht durch den Tag, du kennst doch den Rilke, sagte die Trudi Pelikan in ihrem Glockenschnittmantel mit Pelzmanschetten bis hinauf zu den Ellbogen." (Herta Müller: Atemschaukel)

Nautilus
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Eckhard Meineke

Essenz
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Eckhard Meineke


Eingestellt am Tag 1 im Jahr 11 meiner Mitgliedschaft in der fc. ;-)

Kommentare 110

  • Maud Morell 25. Juli 2019, 22:26

    Eine Rose öffnet das Herz einer Frau.
    LG von Maud
    • Eckhard Meineke 26. Juli 2019, 11:47

      Eine wunderschöne Formulierung, die auch von unserem Dichter stammen könnte. Mit einem Topf Heidekraut ist es jedenfalls erheblich schwerer. ;-) HG, E.
  • gabi44 25. Juni 2019, 18:52

    Rilkes Grabspruch, von ihm selbst noch gewählt, findet in diesem Foto seine Entsprechung. Sie steht für sich allein - so, wie auch er. Wunderbar!
  • Maud Morell 15. August 2018, 12:24

    Oh, sehr schön deine erotische Blüte.
    LG von Maud
  • manfred.art 23. April 2018, 8:12

    noch einmal schaue ich diese schöne blüte, die zarte bewegung licht.. glg manfred
    • Eckhard Meineke 23. April 2018, 15:47

      Lieber Manfred, klar, ich stelle zuwenig Fotos ein. Aber nicht, dass mir die Fotos ausgingen ... es ist eher die Lust, sie einzustellen.
    • manfred.art 24. April 2018, 7:49

      ja, du spürst es... zu wenig bilder, dabei sind deine fotografien ein wertvoller beitrag hier in der fc, allein schon die themen, die diskussionen dazu, sind beeindruckend, bis bald gglg manfred
  • Horst Schulmayer 3. April 2018, 21:20

    Zart, geheimnisvoll und wunderschön ... die Dornen hast Du uns ja nicht gezeigt :)
    Grüße Horst
  • Lila 7. November 2017, 23:16

    sehr schön so nah !!!
    L.G. Lila
  • Andreas Denhoff 23. August 2017, 22:53

    Geht mir auch so und ich zeig meine Fotos woanders, zwar kein "Fachpublikum" aber Freunde, mit wenig Kommentaren und ich weiß die genießen die Bilder.
    • Andreas Denhoff 23. August 2017, 23:08

      Ich verteufel das nicht.
    • Eckhard Meineke 24. August 2017, 8:15

      Ja, es hat auch nützliche Seiten, wie jedes offene Forum.
    • peju 25. August 2017, 9:18

      Wobei zu beobachten ist, wie massenhaft die Phänomen 'Smartphone' und in Verbindung damit Gesichtsbuch und andere Geschichten wie Wasisnlosäpp sind. Und von der Seuche, wie ich sie mal nennen will sind keineswegs nur Jüngere betroffen. Sie laufen ständig mit den Dingern durch die Gegend, füllen die Straßenbahnen, Züge, Bahnsteige...in verzweifeltem Bemühen nichts zu verpassen...und ich habe das Gefühl, daß sie gerade dadurch das Leben unbemerkt an sich vorbeiziehen lassen.
      Und das Bildergucken dabei?
      Wischen, eine gefühlte Viertelsekunde draufgucken, weiterwischen...
      Nachdenkliche Grüße
      Peter
    • Eckhard Meineke 25. August 2017, 21:04

      Tatsächlich bin ich auch bereits von diesen Leuten fast umgelaufen worden ... ich kann nur hoffen, dass diese Mode wieder langweilig wird.
  • Andreas Denhoff 23. August 2017, 20:19

    Schenkt man sich Rosen in...der fc. Glückwunsch! Du bist ja immerhin weiter wacker dabei, ich schwächle ja...
  • Carsten Mundt 20. August 2017, 22:32

    Nun, lieber Eckhard... die Rose an sich wird gemeinhin der Weiblichkeit zugeordnet.
    Man muss kein Gynäkologe sein, um dieses Rätsel zu lösen, dass an sich immer wieder neue Rätsel aufwirft.
    Nun mag man aufgeklärt sein, modern sein, emanzipiert sein, das Geheimnis und das Rätsel der Gegensätze kann man schwerlich entschlüsseln.
    Im Reiz des Gegensatzes und des Unerreichbaren mag des Lebens Würze liegen.
    Der Versuch, das Gegensätzliche zu verstehen, zu erreichen, es ihm gleich zu tun.. er mag verführerisch, aber auch trügerisch sein.
    Man könnte darüber verzweifeln.. oder aber, es bleibt, es anzuhimmeln, es anzubeten, darüber in Verzückung zu geraten.
    Es wird unereichbar bleiben, unverständlich in seiner Gänze.
    Das muss man akzeptieren, will man nicht in die Klagesänge des Maldoror verfallen.
    • Eckhard Meineke 21. August 2017, 21:40

      Gut, dass die Geschlechter verschieden sind! Verstehen kann das Gehirn das Gehirn bekanntermaßen nicht.
    • peju 25. August 2017, 9:13

      Sind sie verschieden?
      Es gibt sehr männliche Frauen und eher weiblich wirkende Männer... :-)
      Aber bemerkenswert ist finde ich, daß die gegenseitigen Anziehungskräfte auch wirken, wenn man den quasi Mechanismus dahinter glaubt zu verstehen...

    • Eckhard Meineke 25. August 2017, 21:07

      Wir sollten glücklich sein, dass die Geschlechter verschieden sind. Die Hirn- und Verhaltsensforschung hat's jedenfalls festgestellt. Was die Ausnahmen betrifft, so ist ja die generelle biologische Ausrüstung das Eine, die individuelle Ausprägung das Andere und die Sozialisation das Dritte. HG, E.
  • Stefan Adam 12. August 2017, 12:32

    schön, dass Du Dir zum Jubiläum selber eine Rose gegönnt hast ;-)
    Schönes Makro...
  • Marina Luise 1. August 2017, 20:51

    Bevor sie 'buttet' - noch ein paar nette Grüße! ;)
  • Markus Novak 28. Juli 2017, 18:28

    das kommt klasse rüber !!
    LG markus
  • dannpet 19. Juli 2017, 21:15

    vorläufiges Fazit meiner Reise durch Rilkes Welt:

    Rilke und seine Erlebniswelt muss man nicht enträtseln, man muss sie fühlen, um sie auch mit dem Verstand erfahren zu können. Hier finden sich die klaren, die unschuldigen, die reinen Widersprüche.

    Nicht die Rose steht im Widerspruch zu sich selbst, sondern zu dem, wie wir sie im Gegensatz zu uns begreifen.

    Du deutest es bereits an, wenn du schreibst:

    "Was die Sprache betrifft, so ist "Widerspruch" vielleicht gar nicht das richtige Wort, um das Phänomen von Rose und Dornen zu begreifen. Wie die Sprachkritik bereits gelegentlich festgestellt hat, narren uns hier die Abstrakta, die mitunter einen anderen Inhalt haben als das, was sie bezeichnen." (Eckhard Meineke)

    Und so halte ich es auch für eine grobe Fehleinschätzung des Autors (Dieter Bassermann) von ""Der "Reine Widerspruch" Betrachtungen zu einem Rilke-Wort"",
    siehe unter deiner Verlinkung, wenn er schreibt:

    "Um einen Begriff im abstrakten Sinn kann es sich bei Rilke, der zu gedanklichen Operationen wenig fähig war, nicht handeln."

    Rilkes Denkweise, sein sprachlicher Ausdruck mag uns nicht logisch erscheinen, da wir uns nicht auf andere gedankliche Ebenen einzulassen vermögen, denn wir glauben lieber an starke Behauptungen, als an schwache Beweise. Doch will Rilke nicht beweisen, er versucht wohl eher sich selbst in Interaktion mit der Welt, wie er sie wahrnimmt, zu begreifen. Rilke ist Frage, nicht Antwort, und Fragen sind es die uns vielleicht etwas verstehen lassen, es sind nicht die uns vorgeworfenen Antworten.


    Wie interpretierte ich persönlich also Rilkes Worte heute?

    "Rose, oh reiner Widerspruch,
    Lust,
    Niemandes Schlaf zu sein
    unter soviel Lidern."



    Oh Rose du bist so aufrichtig, so klar in deiner Erscheinung, du bist das genaue Gegenteil von...
    Du bist weder Traum, noch Gedanke - in dir offenbart sich die Schönheit der Wahrhaftigkeit des Seins.

    Und da es Rilkes eigen verfasste Grabinschrift ist, so meint er vielleicht:

    Nun bin auch ich nicht mehr Schlaf. Ihr seht mich, doch könnt ihr mich nicht fassen, nicht greifen, nicht festlegen, solange ihr nicht eure Augen öffnet und selbst erwacht.

    Alles reine Spekulation, auf die ich mich verlagert habe, da ich die wahre Antwort nicht kenne, diese hat Rilke mit ins Grab genommen. Doch könnten folgende Zeilen von ihm meine Spekulation glaubhafter erscheinen lassen:

    "Alle, die in Schönheit gehn,
    werden in Schönheit auferstehn."

    oder auch:

    "Alle Gefühle sind rein, die dir helfen, dich zu sammeln und zu erheben; unrein ist das Gefühl, das nur eine Seite deines Wesens ergreift und dich dadurch verzerrt."


    Es gäbe noch viele Beispiele. Ich will mit folgenden Zeilen von Rilke enden. Danke für den Anstoß, Eckhard, der mich etwas näher zu ihm gebracht hat.


    Immer ist es Welt
    (aus: Die achte Elegie)

    Wir haben nie, nicht einen einzigen Tag,
    den reinen Raum vor uns, in den die Blumen
    unendlich aufgehn. Immer ist es Welt
    und niemals Nirgends ohne Nicht: das Reine,
    Unüberwachte, das man atmet und
    unendlich weiß und nicht begehrt.

    R a i n e r M a r i a R i l k e
    • Eckhard Meineke 20. Juli 2017, 8:29

      Danke! Ich denke darüber nach und melde mich dann. Diesen Monat stelle ich kein neues Bild ein.
    • Eckhard Meineke 21. Juli 2017, 8:04

      Ich habe es durchdacht und denke, ich könnte es nicht besser sagen. Es sind in der Tat unsere Denkschemata und Begriffe, die dazu führen können, dass wir die Welt einseitig, zergliedert und nicht ganzheitlich erfahren können. Und natürlich ist unser Intellekt kein neutrales Organ, sondern eines, dessen Strukturen sich für unser Überleben bewährt haben - sicher auf Kosten von Vielem, was uns dadurch entgeht. Die Mitmenschen, die wir "Savants" nennen, zeigen uns, was alles möglich wäre.
  • Christoph Beranek 12. Juli 2017, 12:45

    Zurücklehnen, durchatmen und genießen.........., sich verzaubern lassen von der Virtuosität der Rottöne, der Formenvielfalt und dem betörenden Licht. Eine inspirierende Offenbarung.
    LG Christoph
  • Rumtreibär 10. Juli 2017, 16:26

    sehr gut und schön gezeigt
    kurzer Gruß von unterwegs - HG Dieter
    via FC-App

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