Ringförmige Mondfinsternis (+Astrofrage)

Ringförmige Mondfinsternis (+Astrofrage)

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Ralf Fackiner


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Ringförmige Mondfinsternis (+Astrofrage)

Wie es sich gehört, wollte ich die Mondfinsternis im Mai beobachten.
Stellte den Wecker auf 3.30 Uhr und schaute dann -
nicht so ganz wach - aus dem Fenster (VW-Bus, Campingplatz):
Ganz tolle Sonnenfinsternis, wunderschön ringförmig!
Nach zwei Sekunden begriff ich, dass es wohl nicht stimmen konnte,
es musste sich um eine ringförmige Mondfinsternis handeln!
Natürlich habe ich dieses seltene Naturschauspiel fotografiert.
Die Fotos sind so in dieser Nacht aufgenommen worden, keine Montagen!

Kamera. Sony P30, Nacht- 2 Sekunden und Normalmodus, am Busdach aufgelegt.
Damit ihr euch die Zusammenhänge besser vorstellen könnt,
noch ein Gipfelfoto

Für Astrofreunde noch zwei Fragen:
1. Hätte man den obigen Bahnverlauf rund 12 Stunden zuvor vorhersagen können
- mit einfachsten Mitteln: Kein Computer, kein Tabellenwerk -
mit der Information, dass es in der Nacht eine Mondfinsternis gibt?

2. Hätte man -ebenfalls mit einfachsten Mitteln - am Abend vorhersagen können,
dass die Wahrscheinlichkeit einer Mondfinsternis
in dieser Nacht besonders hoch ist?

Kommentare 5

  • Jürgen Hüfner 23. August 2003, 13:45

    mal im ernst...

    bei den bildern kann doch was nicht stimmen...
    wie kann es eine ringförmige mondfinsternis geben?
    die erde wirft doch einen viel größeren schatten auf den mond, so daß der mond von voll über sichelförmig nach verdeckt langsam vom schatten überrollt wird..

    das foto hat für mich den eindruck als würde sich ein bauwerk (wie z.b. die radomkuppel auf der wasserkuppe) vor dem mond befinden.

    die mofi hab ich auch fotografiert.

    Jetzt schleichen sich verständnisprobleme ein.
    also lasst mich bitte mal nicht dumm sterben.

    gruß,

    Jürgen
  • Ralf Fackiner 7. Juni 2003, 8:28

    Ergänzung:
    Da der Kernschatten der Erde einen erheblich größeren Durchmesser (2,5x)
    als der Mond hat und zur Mondfinsternis ja insbesondere auch die Phase gehört,
    in der nur ein Teil des Mondes verdunkelt wird,
    ist die Sichtbarkeitsdauer/ -möglichkeit noch wesentlich länger.
  • Philipp Strohbach 5. Juni 2003, 12:54

    @Ralf,

    habe leider kein Gegenstück dazu. Ich war zu dem Zeitpunkt auf der Autobahn unterwegs und bin nur kurz runter für den Sonnenaufgang. Die Mondfinsternis zu Fotographieren kam mir überhaupt nicht in den Sinn, da ich davon ausging, mit max. 300mm kommt eh nichts besonderes bei raus.

    Gruß
    Philipp
  • Ralf Fackiner 5. Juni 2003, 12:46

    Hallo Philipp,
    Rainer hat recht (Frank Stefanie hat es auch schon beschreiben):
    Die Refraktion (Brechung) macht (normale atmosphärische Verhältnisse) etwas mehr
    als einen Mond- bzw. Sonnendurchmesser aus.
    Die Sonne kann also schon komplett über dem Horizont stehen, dto. der Mond.
    Steht man auf einem hohen Berg wird der Sichtwinkel "um die Erde" noch vergrößert.
    Hast Du zu Deinem tollen Foto noch das Gegenstück vom Mond?
    Wäre ein sehr gutes Lehrmaterial!
    Ich ware leider "hinter" dem Berg und habe nichts gesehen!
    Die Straße auf den Mont Ventoux war gesperrt und nachts nochmal hinauf laufen,
    war nicht so mein Fall.
    Viele Grüße
    Ralf
  • Philipp Strohbach 5. Juni 2003, 11:28

    Hallo Ralf,

    die Mondfinsternis am 16.5.2003 hab ich auch beobachtet. Das größte Rätsel dabei war jedoch für mich, das ich zusammen mit der Mondfinsternis auch die Sonne sehen konnte. Kann mir dies irgend jemand erklären?
    Gruß
    Philipp