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Red Fort, Dehli

Das Rote Fort liegt am östlichen Rand der Altstadt von Delhi (Shahjahanabad). Das Festungsgelände erstreckt sich entlang des früheren rechten Ufers der Yamuna, die heute jedoch einige hundert Meter weiter östlich fließt. Von Nord nach Süd nimmt es fast einen Kilometer, in der Ost-West-Ausdehnung rund 500 Meter ein. Ursprünglich war es als Rechteck im Seitenverhältnis 3:4 mit abgeschrägten Ecken ausgelegt. Tatsächlich springt es aber im Norden dreieckig hervor, da die Umgebungsmauer sonst einen spitzen Winkel mit dem alten Flussbett der Yamuna gebildet hätte, die an dieser Stelle einen kleinen Bogen bildete. Eine massive Mauer umschließt das Gelände. Die Ost-, West- und Südseite der Mauer ist exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet.

Geschichte [Bearbeiten]

Großmogul Shah Jahan (reg. 1627 bis 1658/59) ließ das Rote Fort als kaiserliche Residenz in der von ihm neu gegründeten Hauptstadt Shahjahanabad, der heutigen Altstadt von Delhi, von den Architekten Hamid und Ahmad errichten. Die Grundsteinlegung erfolgte am 9. Muharram 1048[1] (23. Mai 1638). Die eigentlichen Bauarbeiten begannen ein Jahr später und wurden 1648 abgeschlossen. Shah Jahans Nachfolger Aurangzeb (reg. 1658 bis 1707) ließ zu Beginn seiner Regierungszeit die beiden Eingangstore der Festung durch Vorwerke verstärken und erweiterte den Palastbereich um eine Moschee. Ein Teil der ursprünglichen Bausubstanz wurde im 18. Jahrhundert während der Plünderung Delhis durch die Perser und Afghanen zerstört. Nach der Niederschlagung des Indischen Aufstandes von 1857 und der Absetzung des letzten Großmoguls, Bahadur Shah II., 1858 übernahm die britische Armee das Fort und zerstörte einige der Pavillons und Gärten, um eine Garnison einrichten zu können. 1947 übernahm die indische Armee das Fort, zog sich aber 2003 daraus zurück. Heute gehört das Rote Fort zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Indiens. Am 28. Juni 2007 nahm die UNESCO den gesamten Festungs- und Palastkomplex in ihre Liste des schützenswerten Weltkulturerbes auf.

Architektur [Bearbeiten]

Befestigungsanlagen [Bearbeiten]
Außenmauern des Roten Forts auf der Stadtseite

Das Rote Fort ist von einer zwischen 18 Meter (auf der Flussseite) und 34 Meter (auf der Stadtseite) hohen, zinnenbewehrten Mauer von insgesamt 2,4 Kilometer Länge sowie einem Graben umgeben. Der Graben bezog ursprünglich Wasser aus der Yamuna, ist heute aber trocken. Aus der Festungsmauer springen in regelmäßigen Abständen halbrunde Bastionen hervor. Die beiden Eingänge, das Lahore-Tor im Westen und das Delhi-Tor Süden, sind durch je ein rechteckiges Vorwerk gesichert. Jedes Vorwerk besteht aus einem Hof, das über ein im rechten Winkel zur Festungsmauer angeordnetes Tor zugänglich ist. Die eigentlichen Eingangstore zum Festungsinneren sind dem Hof zugewandt. Sie sind dreistöckig und werden von achteckigen Türmen mit Dachpavillons (Chattris) flankiert.
Quelle_ Wikepedia

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