°°_ready for take off_°°

...so fanden wir den Schlangenhalsvogel
( Anhingidae) am Rio San Carlos in Costa Rica vor.
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Dennoch weit gefehlt. Denn einen Start hatte er nicht im Sinn.
Denn ähnlich wie die Kormorane müssen auch die Schlangenhalsvögel nach einem Tauchgang ihr Gefieder trocknen.
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Alle Bilder auf dem Rio San Carlos wurden frei Hand vom Boot aus gemacht, was uns nach der fünfstündigen Fahrt mit ständig präsenten Motiven so ziemlich an die Leistungsgrenze brachte.
Aber egal....scheeeee war´s
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Schlangenhalsvögel sind große Wasservögel, die je nach Art eine Körperlänge von 81 bis 97 cm erreichen und 1060 bis 1350 Gramm schwer sind. Die Flügelspannweite beträgt im Durchschnitt etwa 120 cm. In der Gestalt sind sie Kormoranen sehr ähnlich, doch der lange, spitze Schnabel und der lange, S-förmig gebogene Hals erinnern eher an Reiher. Die kräftige Halsmuskulatur erlaubt es dem Vogel, den spitzen Schnabel blitzschnell vorzustoßen und so seine (Fisch-)Beute zu erdolchen.
Die Beine setzen weit hinten am Körper an. Alle vier Zehen sind mit breiten Schwimmhäuten verbunden. Auf dem Land bewegen sich Schlangenhalsvögel eher unbeholfen fort und breiten dabei die Flügel aus, um die Balance zu halten. Im Wasser bewegen sie sich wie Kormorane: beim Schwimmen mit abwechselnd paddelnden Füßen, beim Tauchen mit gleichzeitig und parallel antreibenden Füßen, wobei die Flügel fast ganz angelegt sind. Tauchgänge dauern 30 bis 60 Sekunden.

Um den Auftrieb zu verringern, wird ebenso wie bei den Kormoranen auch das Gefieder schnell durchnässt. Dies liegt an der speziellen Struktur der Federn; wie andere Wasservögel auch fetten sich Schlangenhalsvögel mit dem Sekret der Bürzeldrüse ein, um es dennoch so wasserdicht wie möglich zu halten. Da außerdem ein Charakteristikum der Vögel, die Pneumatisation (Luftfüllung) der Knochen, bei Schlangenhalsvögeln nur schwach ausgebildet ist, sind Schlangenhalsvögel im Wasser relativ schwer. Beim Schwimmen liegt der gesamte Rumpf unter Wasser und nur Hals und Kopf sehen heraus – auf größere Entfernungen kann ein Beobachter den Vogel daher für eine aus dem Wasser sehende Schlange halten.
In ihrem Verhalten zeigen Schlangenhalsvögel zahlreiche Übereinstimmungen mit den Kormoranen. Wie diese sind sie tagaktiv und ruhen auf Ästen oder in Bäumen. Obwohl sie in der Lage sind, aus dem Wasser aufzufliegen, erklettern sie Bäume meistens direkt vom Wasser aus. Um das Gefieder zu trocknen, ruhen sie mit ausgebreiteten Flügeln.
Wie die Kormorane tauchen Schlangenhalsvögel ausgezeichnet, doch sind sie keine Verfolgungsjäger wie diese, sondern „schleichen“ sich unter Wasser an die Beute heran und erdolchen sie, indem durch eine blitzschnelle Streckung des Halses der spitze Schnabel nach vor schnellt. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen, daneben werden auch Amphibien, Reptilien, Krebstiere, Weichtiere, Insekten und Würmer erbeutet. Kleine Beutetiere werden sofort gefressen, größere an die Oberfläche gebracht, in die Luft geschleudert und mit dem Kopf voran verschluckt.

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Aufnahme:

Olaf
30.01.2020
Wildlife in Costa Rica

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