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Prag I

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Canon EOS 5D MK II | EF 24-105mm 4.0 L IS USM | 88 mm | F/8.0 | 1/100s | ISO 125
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Juden in Prag

Holocaust

1939 kam es zur Besetzung der Tschechoslowakei durch die deutsche Wehrmacht und somit zum eigentlichen Untergang der Juden. Am 16. März verkündete Adolf Hitler die Errichtung des „Reichsprotektorats Böhmen und Mähren“. Fast die gesamte jüdische Bevölkerung des Protektorats wurde im Lager Theresienstadt interniert und von dort zumeist weiter nach Auschwitz deportiert. Von etwa 82.000 aus dem Protektorat deportierten Juden überlebten nur rund 11.200.

In der Nachkriegszeit war man den zurückkehrenden Juden teilweise sogar feindlich gesinnt. Den Juden wurden bei Ausreiseanträgen und bei der Rückerstattung ihres Besitzes bürokratische Hindernisse in den Weg gestellt, um den Besitz nicht zurückgeben zu müssen. Zwischen 1945 und 1950 wanderten 24.000 Juden nach Israel und Übersee aus. 1952 wurde der Stellvertretende Ministerpräsident der KSČ, Rudolf Slánský, verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Grund für die Verhaftung dürfte Klement Gottwald sein, der in Slánský einen potentiellen Rivalen sah. Noch dazu gab es antisemitische Motive, da sich unter den 14 Angeklagten elf Juden befanden. In einem Schauprozess wurde Slánský mit zehn Mitangeklagten zum Tode verurteilt und auch hingerichtet. 1963 wurde er juristisch rehabilitiert, 1968 auch von der Partei.


Gegenwart

Heute leben ungefähr 18.000 Juden in der ehemaligen Tschechoslowakei und davon etwa 5000 in Tschechien. Zusätzlich gibt es mehrere Tausend Juden die sich nicht offiziell bekennen. Nach den schrecklichen Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus haben viele Juden ihre Religion abgelegt – sie sind entweder konvertiert oder leben atheistisch.

Aber es gibt auch noch die ursprünglichen orthodoxen Juden in Prag. Auch wenn sie nur aus den USA zu Besuch kommen wie dieser junge Mann.

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