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Annett Kecke


Free Mitglied, Egenhofen

Kommentare 21

  • Annett Kecke 2. Dezember 2009, 22:06

    Nun ist es doch ein ziemlicher Roman geworden, aber mit unterschiedlichen Kapiteln und das macht ihn ja aus :-)
    Wer jetzt noch was zum Foto schreiben möchte, kann dies natürlich gerne tun.
    Ansonsten schliesse ich mich Karo gerne an und wir kommen im Mai nach Wien. Nochmal danke für die Einladung.
    lg AnNe
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    Annett Kecke
  • Jo Kurz 2. Dezember 2009, 16:28

    @karolina
    natürlich war das ernst gemeint. die station ist rd. 35km vom stadtzentrum entfernt. allerdings wird das heuer nichts mehr, da während der brutzeit (bartgeier brüten ja bekanntlich im winter) jede störung der tiere vermieden wird. ab mitte mai sollte diesbezüglich kein risiko mehr bestehen. wenn du also dann nach wien kommst, melde dich einfach bei mir!
  • Jo Kurz 2. Dezember 2009, 16:25

    @achim
    ich beschränke mich auch hier auf das, was bartgeier betrifft.

    bartgeier sind keine wanderfalken. erfolgreich vollwertige wildvögel nachzuzüchten ist bei dieser art ein noch komplexeres unterfangen, schon wegen des kainismus. erstmals hatte damit anfangs der 1970er-jahre der alpenzoo innsbruck erfolg.

    fehlgeprägte individuen haben keine nachzucht, einige wenige wurden aber erfolgreich als ammenvögel eingesetzt. worauf du anspielst ist wohl die allseits bekannte geschichte eines inzwischen leider bereits verstorbenen menschengeprägten geiers (wenn ich das richtig in erinnerung habe wurde er aus einem wanderzoo fürs projekt freigekauft). er war mit dem leiter der zuchtstation verpaart und hat über viele jahre jungtiere grossgezogen. von diesen wurden auch einige ausgewildert (nicht nur in rauris).

    um nochmals auf die schlammbäder zurückzukommen: dafür gibt es keinen ersatz!! deine meinung in ehren, aber ich denke, dass hier die der bartgeierexperten (und der geier selbst *g*) mehr gewicht hat.

    zu deiner aussage 'moderne Falknerei ist angewendeter Natur- und Artenschutz' fällt mir spontan eine andere ein: 'jagd ist angewandter naturschutz' hefteten sich die jäger auf ihre fahnen, während 'schwarze schafe' in rudeln greifvögel illegal abschossen/-schiessen oder vergif(te)ten.
    und was die schaufalknerei will? vor allem eines: geld machen! das musste ich jetzt doch noch loswerden... :-s
  • Achim Schmidt 30. November 2009, 22:51

    Hallo zusammen,

    also mal fernab aller fotografischen Themen, denn scheinbar hat diese Community mit den Fotos, die ausgestellt werden, nichts zu tun. Dann kann ich ja auch was dazu sagen.

    Also meiner bescheidenen Meinung nach, ist die _moderne_ Falknerei mehr als die Jagd mit dem abgetragenen (nicht zwangsgezähmten) Vogel. Der modernen Falknerei haben _alle_ Artenschutzprojekte Ihre Erfolge zu verdanken. Denn um mal von aller Emotion hier weg zu kommen, es war Waller - ein FALKNER - der die ersten Zuchterfolge in Menschenhand mit Falken hatte. Und nicht jede Nachzucht muss eine Handaufzucht werden. Handaufzuchten sind fehlgeprägt und gehören nicht in Auswilderungsprojekte.Nichts desto trotz kann und wird mit solchen Vögeln für Auswilderungsprojekte gezüchtet. Denn diese Vögel sind prima in der Lage, ihre Jungtiere aufzuziehen (und ich kenne persönlich Beispiele, deren Nachkommen - Bartgeier- in Rauris ausgewildert wurden).

    Das Bad in rotem Schlamm ist m.E. zu vernachlässigen, solange Sand oder Steinbäder - neben Wasser - geboten werden.

    Moderne Falknerei ist nicht nur eine alte Jagdkunst, moderne Falknerei ist angewendeter Natur- und Artenschutz ! Und moderne Schaufalknerei ist - wenn sie gut gemacht ist - die beste Öffentlichkeitsarbeit für alle Greifvogelschützer, auch wenn das viele selbsternannte Tierschützer nicht sehen wollen.

    Leider darf sich heute jeder Tier- oder Naturschützer nennen. Der Falkner bedarf immer noch einer staatlichen Prüfung - zumindest in Deutschland - und ist somit nie ganz unbedarft.

    Letztendlich wollen Falknerei, Schaufalknerei und Greifvogelschutz doch alle das Gleiche - Arterhaltung und Wissen über diese Tiere. Von daher finde ich diese Diskussion sehr lächerlich.

    Und - JA - es gibt ein paar schwarze Schafe unter den Falknern - und viele davon unter den Natur- und Tierschützern. Bleibt doch alle mal ganz entspannt ...

    Gruss

    AS
  • Karolina Gasteiger 30. November 2009, 22:44

    @Jo: Wenn das mit der Einladung ernst gemeint ist würde ich die sehr gerne annehmen! wie weit ist das von wien?
  • Jo Kurz 30. November 2009, 18:16

    ps: welche bartgeierdame ist das? würd' mich interessieren...
  • Jo Kurz 30. November 2009, 18:14

    @annett
    danke, dass du aus unserer homepage zitierst! ;-)
    zu deiner frage: hier über den kontrovers zwischen falknerei und natur- bzw. artenschutz zu diskutieren würde vermutlich den rahmen sprengen. ich beschränke mich daher auf die bartgeier. am projekt selbst waren keine falknereien beteiligt und auf dort gängige methoden wie künstliche besamung, egg-pulling und handaufzucht, wurde mit absicht verzichtet, um die brutlaune der vögel nicht zu beeinträchtigen, bzw. verhaltensstörung der jungtiere durch handaufzucht zu vermeiden. für die wiederansiedlung waren ja unter den extremen hochalpinen bedingungen überlebensfähige vögel mit intaktem fortpflanzungsverhalten das oberste ziel.
    du siehst schon, dass falknerei die grundlage aller artenschutzprojekte ist, ist leider ein weitverbreiteter irrtum...
    aber ich lade auch dich gerne in die station ein, bevor hier noch romane geschrieben werden ;-)
  • Annett Kecke 30. November 2009, 16:56

    @Jo/Karo:
    Da diese Diskussion nunmal unter meinem Bild entbrannt ist, habe ich nochmal nachgelesen und möchte gern auch noch etwas hinzufügen:
    "Durch baden in eisenoxidhaltigem Schlamm färben jedoch die erwachsenen Bartgeier ihr Gefieder an Kopf, Brust und Bauch orange-rötlich bis rostrot ein. Der Zweck dieses Färbebades ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Theorien über eine mögliche Thermoregulation, Schutz vor Parasiten oder verfrühter Abnützung der Federn wurden diskutiert. In den letzten Jahren wurde die Hypothese aufgestellt, dass die rote Farbe die Funktion eines Statussignals übernimmt. Dies würde konform gehen mit der Beobachtung, dass die zumeist dominanten, etwas größeren Weibchen oftmals stärker eingefärbt sind als Männchen, und dass beide Geschlechter in der Brutzeit eine intensivere Färbung zeigen." Aus dem Bartgeier-Steckbrief - http://www.egsoesterreich.org/_html/EGS_bartgeier-projekt.html
    Ich kenne eine Bartgeierdame, die fast 10 Jahre ebenfalls für das Wiederansiedelungs- und Auswilderungsprojekt gebrütet hat - auch ihr fehlt die rostrote Färbung ...
    Was ich aber nicht ganz verstehe, warum Falkner und die falknerische Haltung 'angefeindet' werden, da dadurch Zucht / Zuchterfolge (z.B. künstliche Besamung / nicht nur bei Bartgeiern - Wander- / Sakerfalken) und Auswilderung begleitet bzw. teilweise erst ermöglicht werden, oder sehe ich das falsch?
    VG AnNeTt
  • Jo Kurz 30. November 2009, 13:49

    @karolina (sorry fürs überlesen einer silbe)
    ich denke du weisst sehr wohl, was mit 'zwangsgezähmt' gemeint ist. es ist 1000fach dokumentiert, wie die meisten vögel reagieren, wenn sie an ihre fesseln gewöhnt werden. aber du willst einfach nix verstehen (da du offenbar ohnedies alles besser weisst?).
    und ja, du hast recht, ich bin einer erklärte gegnerin der (schau)falknerei - eine folge von mehr als 3 jahrzehnten tätigkeit im artenschutz (in denen ich leider genügend argumente sammeln konnte)! dein etwas überheblicher satz 'also wenn der rote schlamm sooooo wichtig für den bartgeier währe, würde sich doch bestimmt ein biologischer sinn dafür finden lassen' trägt auch noch wenig dazu bei, mein geringes sympathieempfinden manchen falknern gegenüber in frage zu stellen. wäre dir das wohlbefinden eines tieres von bedeutung, würdest du ihm das bieten, was ihm ein essentielles bedürfnis ist, gleich ob es nun wissenschaftlich erklärbar ist oder nicht. und hättest du nur einmal erlebt, mit welcher intensität ein bartgeier sein schlammbadeverhalten auslebt, könntest du dir vermutlich die ganze diskussion sparen.
    solltest du einmal nach ostösterreich kommen, lade ich dich zu einer besichtigung der richard faust - bartgeierzuchtstation, dem ursprung und zentrum des alpinen wiedereinbürgerungsprojektes, ein. aus der über 30jährigen erfahrung bei haltung, zucht und freilassung könntest du einiges an bartgeierwissen mitnehmen...
  • Karolina Gasteiger 29. November 2009, 14:41

    @Jo
    also:
    1.heiß ich karo
    2. auch mäusebussarde und habichte in der freien natur kann man aufgeplustert rum sitzen sehen und einen "zwangsgezähmten" greifvogel gibt es nicht, schon allein der ausdruck ist nonsense, wenn du mal darüber nachdenkst.
    klar, eine badebrente oder ein wasserbecken gehört in jede artgerechte greifvogelhaltung, da hast du recht.
    übrigens sind falknerisch gehaltene greifvögel genauso wildtiere, wie ihre wilden artgenossen, ganz im gegensatz zu einem hund oder einer katze.
    wellensittiche haben eine sehr reduzierte körpersprache, da sie in schwärmen leben und kranke artgenosse sofort aus dem schwarm ausgeschlossen werden um ihn nicht zu gefährden, indem man fressfeinde anlockt. da kannst du jeden ernsthaften verhaltensforscher fragen.
    klar könnte ich einem entspannten völlig sattem bartgeier meinen finger ohne gefahr vor den schnabel halten nur würde ich ihn dadurch wahrscheinlich aus seiner entspannung reißen und ich will doch meine finger noch etwas länger behalten.
    also wenn der rote schlamm sooooo wichtig für den bartgeier währe, würde sich doch bestimmt ein biologischer sinn dafür finden lassen.
    mir drängt sich hier gerade die vermutung auf, dass du eine falknerei-gegnerin bist, die sich an nichtigkeiten aufhängt, weil ihr echte argumente gegen falknerische haltung fehlen.
  • Jo Kurz 29. November 2009, 14:22

    ps: einem wirklich entspannten zahmen bartgeier könntest du übrigens jederzeit deinen finger vor den schnabel halten, ohne darum zittern zu müssen... ;-)
  • Jo Kurz 29. November 2009, 14:20

    @karola
    irrtum, dazu gibt es untersuchungen!
    - trockener sand, gleich welcher farbe, ist kein ersatz für roten schlamm (genau diese erkenntnis gibt es seit jahrzehnten!!!)
    - biete einem bartgeier verschiedene schlamm- und sandbäder an, er wird mit garantie den rostroten färbeschlamm wählen!
    als konsequenz zählt inzwischen nahezu jeder zoo ein badebecken (mit wasser) und parallel dazu ein schlammbecken zur fixen einrichtung einer bartgeiervoliere. nur in manchen falknerkreisen scheint man das nicht wahrhaben zu wollen.

    nochmals zum plustern:
    - schliesse nicht von deinen zwangsgezähmten oder menschengeprägten tieren auf greifvögel im allgemeinen
    - der aufgeplusterte greif, der 'sich wohl fühlt und entspannt ist' ist reines wunschdenken, selbst bei zahmen individuen. nicht so bei wellensittichen. die plustern nämlich, so sagen experten, mitunter auch um wohlbefinden zum ausdruck zu bringen!
  • Karolina Gasteiger 29. November 2009, 13:17

    @Jo: also das warum nist meiner Ansicht nach nicht egal, denn in der natur macht immer alles sinn! -auch wenn wir menschen das erst mal nicht erkennen.
    greifvögel nehmen gerne sand-und staubbäder -keine schlammbäder, denn sonst wären sie ja nass und könnten schlechter fliegen (doof) -um parasiten im gefierder abzuwehren. weil eben in den alpen im verbreitungsgebiet der bartgeier der sand meist eisenoxidhaltig (->rot) ist, kommt diese gefiederfärbung zustande. das heißt aber noch lange nicht, dass ein artgerecht gehaltener bartgeier rotes brustgefieder haben muss, denn weißer sand tuts genauso.
    im verhalten haben übrigens greifvögel einen unterschied zum wellensittich. der wellensittich plustert sich auf wenn er krank ist, der greifvogel wenn er sich wohl fühlt und entspannt ist.
    meine finger würde ich übrigens auch dem entspanntesten bartgeier nicht vor den schnabel halten.....
  • Jo Kurz 29. November 2009, 11:06

    @karola
    deine frage kann ich dir leider nicht beantworten, denn zu diesem verhalten gibt es nur weit gestreute vermutungen. fest steht aber, dass es angeboren ist und die geier geradezu süchtig sind, sich im roten schlamm zu 'suhlen' und diesen dann über ihr gefieder zu verteilen.
    das 'warum' ist aber im zusammenhang mit meiner anmerkung auch sekundär, wichtig ist das 'dass'! und dieses scheint bei falknerischer haltung keine bedeutung zu haben...
    'entspannt aufgeplustert'? ein bartgeier ist doch kein wellensittich! ich tippe mal auf einen sehr zahmen, wenn nicht gar handaufgezogenen vogel, der gewohnt ist, dass seine sprache nicht verstanden wird... :-(

    @achim
    möglich, dass er beim putzen gestört wurde. auch wenn der skleralring noch intensiver leuchten kann, das tier ist verärgert. ohne den vogel genau zu kennen würde ich zb jetzt nicht meinen finger in seine nähe halten... ;-)
  • Karolina Gasteiger 28. November 2009, 23:45

    @Jo: Wenn du mir jetzt noch den biologischen Sinn dieser roten Färbung erklärst, dann kann ich vielleicht auch darüber hinwegsehen, dass du einen entspannt aufgeplusterten mit einem agressiven geier verwechselst....
    zum foto: qualitativ gut, mir gefällt der bildschnitt irgendwie nicht so gut, finde den bartgeier etwas in dei ecke gedrängt....
    lg karo