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Papiersegelflüge/ Brüder/ Meine Jungs

Papiersegelflüge/ Brüder/ Meine Jungs

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Papiersegelflüge/ Brüder/ Meine Jungs

Papiersegelflüge

Ich träume einen Traum.
Einen Papierflieger mit Zeilen
meines Lebens und Liebens,
ich lass ihn frei fliegen,
diese fremde Klippe hinab
und erwarte nichts,
ausser dass er davon getragen wird,
mit allem, was mich hier
noch am Boden drückt
und mir Leichtigkeit endlich schenken möge.

Er dreht im Aufwind des frühen Morgens,
der schon so mild im Maimorgen
meine Haut küßt,
eine weite fröhliche Piorette,
um im Sturzflug dann,
zu fallen und zu sinken.
Ach könnt ich doch einfach mitfliegen
und das Steuer herum reißen,
um ihm wieder an Höhe zu schenken!
Fall noch nicht, liebster Flieger!

Ich möchte den kleinen Flieger
hoch zur Sonne steigen sehen,
die mir warm mein Gesicht erhellt,
ohne mich schon zu blenden.
Ich hebe die Hand
in Richtung des fallenden Fliegers,
als könnte ich ihn auffangen, halten.
Doch plötzlich eine starke Brise
vom Nirgendwo dieses Momentes!

Er reißt den Flieger hoch und höher
zu dem herrlichen Himmelsblau mit Schäfchenwolken
und ich spüre selten gekannten Triumpf!
Meine Träume besitzen Macht und
Möglichkeit,
losgelassen hinfort zu fliegen mit dem Wind!
Altes wird nun irgendwo
zwischen Himmel und Erde,
sich diese Freiheit zurück schenken,
nicht mehr im Heute weiter wichtig zu sein.

Ich schaue einer gefühlten Ewigkeit
dem Gleitflug zum Meer hin zu
und könnte schreien vor Glück,
als mein sorgsam gefalteter Papierflieger,
schlussendlich im Ozean
sein Grab oder besser,
seine Auflösung findet!
Meine unter mancher Träne
geschriebenen Zeilen,
werden mit ihrer Tinte,
das Wasserblau heimlich erfüllen.

Worte, Gedanken und Taten,
geben den Kampf auf,
um Berechtigungen zu kämpfen,
die ihnen dennoch nicht zuteil wurden,
oder nicht einmal Erfüllung finden sollten!
Das Leben birgt Chancen
und filtert in seiner Weise,
was Ballast und was Wind unter Flügeln
sein soll!
So fließen nun meine Seelentränen dahin
und gehen dort ein,
wo das Schicksal um alles weiß und tröstet...

Ich tanze auf Zehenspitzen heimwärts,
in diesem meinem Traum
und fühle mich wie als Kind zuletzt gespürt frei
von Ängsten und Zweifeln,
als noch alles offen und weit,
an manchen Tagen war,
wo ich um meiner Selbst zufrieden,
mich gesegnet in einer Mitte fühlte!
Es gab kein Muss, aber alles schien möglich
und ich wusste,
ich konnte zu Sternen greifen,
mit Wolken ziehen...

denn meine Träume waren wie dieser
Papierflieger,
weiß und aus neu gerissenem
und gefaltetem Papierblatt!
Reinweiß, ohne Kleckser und Eselsohren,
kannte mein Gemüt noch keine Fehler,
kein Sorgengeflecht.
Ich will wieder träumen felsenfest
und doch so leicht,
dass Wind der Zuversicht,
wieder jene Stärke besitzt,
dass Papiersegelflüge,
zu den Sternen hoch,
Ankommen finden!

Doro Gorges

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