Panorama der Milchstraße

Panorama der Milchstraße

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Pascal Kobel


kostenloses Benutzerkonto, Bonn

Panorama der Milchstraße

Mein erster Versuch eines Milchstraßenfotos, aufgenommen vor zwei Wochen während einer 25° warmen Nacht kurz nach Sonnenuntergang und kurz vor Mondaufgang. Die Temperatur machte die Zeit, die ich für die 35 Einzelaufnahmen mit je 20s Belichtung gebraucht habe, sehr angenehm.

Es haben sich sogar 2 Perseiden auf das Bild verirrt (linke Bildhälfte). Außerdem habe ich die Erkennbarkeit der Andromeda-Galaxie (ebenfalls linke Bildhälfte) mit ihren Spiralen so nicht erwartet und bin fasziniert.

Den Vordergrund habe ich als Erstes abfotografiert, da das Restlicht der bereits untergegangenen Sonne noch moderate Belichtungszeiten erlaubte. Die Aufnahmen (18mm, f/1.8, ISO 800) wurden dann zu einer 100 Megapixel Fisheye-Projektion mit etwas mehr als 180°x180° field-of-view zusammengesetzt.

Die 492 Kontrollpunkte, die den Sternenhimmel zusammenhalten musste ich leider von Hand setzen, da der Algorithmus von Hugin versagte. Ich mag einfach keine Puzzles... :D

Die Milchstraße verlief zu dem Zeitpunkt zwischen Norden und Süden nahezu senkrecht am Himmel. Der Blick des Betrachters geht in Richtung Osten mit Köln im Rücken. Da es selbst in der dunkelsten Ecke zwischen Köln und Siegen nicht wirklich dunkel wird am Himmel, sieht man das Streulicht der Zivilisation leider bis zur Hälfte des Zenits (class 4 sky quality meter).

Kommentare 6

  • Wolfram Bleul 26. August 2020, 10:14

    Finde auch - sehr gut gelungenes Super-Panorama  - besonders auch mit dem Vordergrund! Kompliment.
    VG, Wolfram
  • Wolfgang Hettwer 25. August 2020, 5:01

    Einen schönen Milchstraßenbogen zeigst du uns hier als deine erste Milchstraße. Ok, aber das war bestimmt nicht dein erstes mehrzeiliges Panorama. 35 Bilder zu stitches und die ganzen Kontrollpunkte manuell zu setzen. Da hast du aber meinen ganz großen Respekt!!! Das stelle ich mir als Riesenaufwand vor.  
    Mich würde mal interessieren, wie du die Punkte / Sterne von einem Bild auf dem wieder gefunden hast.
    Viele Grüße Wolfgang
    • Pascal Kobel 26. August 2020, 15:42

      Hallo Wolfgang,
      danke für dein positives Feedback und das Lob!
      Du hast Recht, dass ich Panoramen öfters und z.T. auch frei-Hand aufnehme. Diesmal war aber alles anders, da ich mich sonst größtenteils auf die Software verlassen konnte.

      Ich habe zu jedem Bild jeweils nur ein benachbartes geprüft und wusste zum Glück noch die Reihenfolge meines Rasters und hatte genug Überlapp. So wusste ich auf benachbarten Bildern in welchem Bereich ich eigentlich nach Überschneidung suchen musste.

      Man erkennt mit etwas Übung zum Beispiel Doppelsterne, helle Sternhaufen, spezielle Muster oder besonders helle Punkte wie Saturn, Andromeda oder Cassiopeia.

      So habe ich meine eigenen Muster gefunden, die ich auf jeden Bild gut identifizieren konnte. Sobald die ersten 3 Punkte gesetzt waren (auch u.U. nah beieinander), ging es dann auch deutlich leichter für jedes Bild:
      Es gibt bei "Hugin" die Möglichkeit, "auto-estimate" zu aktivieren aber "auto-fine-tune" zu deaktivieren. Mit 2-3 Kontrollpunkten auf beiden Bildern schlägt die Software dann für jeden weiteren Kontrollpunkt den richtigen Bereich auf dem jeweils anderen Bild vor.

      Am Ende musste ich in der Vorschau identifizieren welche Bilder noch nicht ausreichend verbunden waren. Insgesamt hat das ca. 5 Stunden gebraucht ;)
      Viele Grüße, Pascal
  • Peter M. K. Wolff 24. August 2020, 22:33

    Na aber das puzzeln hat sich gelohnt - es ist ein schöner Bogen dabei heraus gekommen.
    v.g.peter
  • Eckhard Beye 24. August 2020, 13:46

    Ein starkes Bild, gefällt mir sehr.
    VG Eckhard
  • Eifelpixel 24. August 2020, 8:40

    Klasse aufgenommen mit der Betrachterin
    Weiter viel Spaß an der Fotografie Joachim

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Kamera Canon EOS 77D
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