Angelika El.


Premium (World), Großraum Stuttgart

Päonia officinalis - Bauern Pfingstrose...


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Die Eisheiligen stehen mit steif gefrorenen Bärten,
aus denen der kalte Wind Schneekörner kämmt,
früh plötzlich in den blühenden Frühlingsgärten,
Nachzügler, Troß vom Winter, einsam, fremd.

Eine kurze Weile nur sind sie hilflos, betroffen,
dann stürzt die Meute auf den Blumenpfad.
Sie können nicht, sich lang zu halten, hoffen;
so wüsten sie in sinnlos böser Tat.

Von den Kastanien reißen sie die Kerzen
und trampeln tot der Beete bunten Kranz,
dem zarten, unschuldsvollen Knospenglück
bereiten sie hohnlachend Schmerzen,
zerstampfen junges Grün
in geisterhaft verbissenem Kriegestanz.

Plötzlich mitten in all dem Toben und Rasen
ist ihre Kraft vertan,
und die ersten warmen Winde blasen
aus der Welt den kurzen Wahn.

Max Herrmann-Neiße

(1886 - 1941)
eigentlich Max Herrmann, deutscher Schriftsteller


Quelle: wikipedia:

Wegen der Verschiebung durch die gregorianische Kalenderreform ist die gleichnamige alte Bauernregel aus der Zeit des julianischen Kalenders mittlerweile allerdings erst jeweils 10 Tage später anzuwenden als der Gedenktag des jeweiligen Heiligen liegt. Die Eisheiligen zählen zu den Wetterheiligen; sie waren Bischöfe und Märtyrer im 4. oder 5. Jahrhundert.

Mamertus, Bischof von Vienne – 11. Mai
Pankratius, frühchristlicher Märtyrer – 12. Mai
Servatius, Bischof von Tongeren – 13. Mai
Bonifatius, frühchristlicher Märtyrer – 14. Mai
Sophia, frühchristliche Märtyrerin und Mutter dreier geweihter Jungfrauen – 15. Mai

In Norddeutschland gilt Mamertus als erster Eisheiliger, in Süddeutschland, der Deutschschweiz und Österreich Pankratius. „Eismänner“ bezeichnet meist nur Pankraz, Servaz und Bonifaz, die „kalte Sophie“ wurde beigefügt. Dies kann damit erklärt werden, dass die von Norden her kommende Kaltluft in Süddeutschland etwa einen Tag später eintrifft.




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Angelika El.


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